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Biebesheimer und Stockstädter Nachrichten
Ausgabe 48/2021
Vereine und Verbände - Biebesheim am Rhein
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Heimat- und Geschichtsverein Biebesheim e.V.

Norbert Hefermehl bei der Vorstellung des neuen Biebesheimer Geschichtsblattes.

1.250 Jahre Lochheim vorgestellt

Der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsverein Biebesheim e.V. Norbert Hefermehl stellte das Geschichtsblatt „1.250 Jahre Lochheim“ vor, das er verfasst hat. Darin werden u. A. die Schenkungen an das Kloster Lorsch aufgeführt, von denen die erste 771 im 3. Regierungsjahr von Karl dem Großen erfolgte und woraus sich die erste Nennung Lochheims belegen lässt. Sowie eine Reihe weiterer Informationen auf über 60 Seiten.

So ein Aufsatz in dem sich das Vorstandsmitglied des HGV, Mark Warren, Gedanken über den Aufstieg von Biebesheim und dem Niedergang von Lochhheim macht.

Norbert Hefermehl hat eine Zeittafel zu Lochheim erstellt, die auch in dem Geschichtsblatt zu lesen ist.

Das Geschichtsblatt ist, solange das Museum noch nicht wiedereröffnet ist, bei Edith Schmidt, Rathausgasse 4 und Norbert Hefermehl, Neugasse 3, in Biebesheim am Rhein zum Preis von € 5,-- zu erhalten.

Vortrag "Mythos Nibelungenhort - Eine sagengeschichtliche Reise"

Frau Dr. Ellen Bender hielt beim Heimat- und Geschichtsverein den Vortrag "Mythos Nibelungenhort - Eine sagengeschichtliche Reise".

Zum Inhalt Ihres Vortrags

Der erste Teil gliederte sich wie folgt:

I. Zur Geschichte des Horts: Hortgewinn und -verlust in den literarischen Zeugnissen

1.) der Edda, und zwar des Fafnirlieds, das um 1250 entstand des Alten Sigurdlieds und des Alten Atlilieds; 2.) des Waltharilieds, entstanden um 930; 3.) des Nibelungenlieds; 4.) der deutschen Heldensagen vom Hürnen Seyfrid und des Gehörnten Siegfried sowie in 5.) Richard Wagners Adaption „Der Ring des Nibelungen“

Im zweiten Teil "suchten" sie dann den Schatz:

II. Die Jagd nach dem verborgenen Schatz:

1.) Schatzsuche in einer Höhle: im Rheinbach-Loch und in Nideggen - in Losenstein an der Enns - in Neuschwanstein; 2.) Schatzsuche im linksrheinischen „Lochheimer Grund“ bei Eich; 3.) Schatzsuche im Rhein: „Beuteschätze“ und „Goldgründe“; 4.) Schatzsuche in den „Löchern von Worms“; 5.) Schatzsuche im rechtsrheinischen Lochheim bei Biebesheim

Der Stoff der sehr mythisch ist, gibt aber dennoch immer wieder manchen Schatzjägern Anlas nach dem Schatz zu suchen. Meistens Heimatforscher die den Schatz in ihrer Umgebung vermuten. In den verschiedensten Regionen soll er verborgen sein, In der Eifel, am Niederrhein oder sogar in Oberösterreich. Da Hagen den Schatz aber „ze Loche“ im Rhein versenkt haben soll. Nahe der Wüstung Lochheim oder auch dem Lochheimer Grund auf linksrheinischer Seite, wurden dort sogar schon Bohrungen niedergebracht, bei denen angeblich der Schatz gefunden wurde und nur noch geborgen werden müsse. Die Referentin stellte aber fest, dass mit „ze Loche“ allgemein eine gefährliche Stelle im Rhein bezeichnet würde.

Nach dem sehr interessanten Vortrag gab es noch eine kleine Diskussion über reale Geschichte und Sage.