Blick in die Brunnenkammer in der Schwenk im Hinterborn mit Einlaufarmatur und vorgebautem Schmutzsieb
Blick in die gemauerte Brunnenkammer im fast leeren Zustand
Am Dienstag, dem 10. März, wurden weitere Maßnahmen zur Untersuchung der derzeit eingeschränkten Wasserzufuhr der Laufbrunnen in der Hauptstraße durchgeführt. Dabei wurde die Brunnenkammer in der Schwenk im Hinterborn fachgerecht ausgepumpt, um einen Blick auf den Zustand der Anlage, der Zuläufe und des Auslaufs zu erhalten.
In zwei Stunden wurden insgesamt 21 m³ Wasser gepumpt.
Als vermutlich erster Bürgermeister der Gemeinde ist Jürgen Heiler als erster in die ca. 3,50 m tiefe Brunnenkammer abgestiegen, um sich einen direkten Eindruck zu verschaffen. Hier zeigte sich Folgendes:
Im Anschluss stieg Gemeindearbeiter Jan Kolb in die Brunnenkammer hinab und entfernte das vorhandene Wurzelwerk vollständig. Da das Quellwasser von unten beständig und reichlich nachfließt, musste während der gesamten Arbeiten und Begehungen das Abpumpen durchgehend fortgesetzt werden. Die erforderlichen Absicherungen wurden getroffen. Es wurden ca. 60 Liter Wurzelwerk aus der Brunnenkammer entfernt.
Nach der Reinigung wurde der Wasserzulauf zu den einzelnen Brunnen überprüft.
Eine Erklärung könnte daher sein, dass sich entlang der Leitungswege ab dem ersten Brunnen ein Problem befindet, welches den Wasserfluss behindert.
Auch könnte es eine Schadstelle in diesem Leitungsverlauf geben. Denkbar ist auch, dass im Leitungsverlauf Wurzeleinwuchs den Fließweg des Wassers behindert. Wir hoffen sehr, dass nicht unser schöner großer Lindenbaum auf dem Dietmar-Hirschel-Platz als ein möglicher Verursacher durch seine Wurzeln in Frage kommt.
In die Überlegungen und Suchen haben wir auch unseren pensionierten Gemeindearbeiter Udo Schmitt eingebunden, sowie ehemalige Ratsmitglieder, Beigeordnete und Anwohner. Auch Bauunternehmer Günter Bechberger hat uns tatkräftig bei der Fehlersuche unterstützt. Unsere Gemeindearbeiter tun ebenfalls ihr Möglichstes und sind sehr engagiert, um unsere Brunnen wieder ans Laufen zu bekommen, allen voran Gemeindearbeiter Jan Kolb.
Herzlichen Dank an alle für die Unterstützung, für Hinweise, Tipps und Ratschläge.
Weitere Schritte
Als nächster Schritt wird es wohl notwendig sein, eine Fachfirma zu beauftragen, um die Zuleitungen professionell zu prüfen und ggf. zu spülen und mögliche Engstellen oder Schäden zu lokalisieren. Evtl. muss auch eine Kamera oder eine Spiralfräse eingesetzt werden. Die Fehlersuche gestaltet sich insgesamt schwierig, da es keine Leitungspläne oder Übersichtsdokumente zu den Brunnenzuleitungen gibt. Regelmäßige Wartungen, Inspektionen oder Überprüfungen fanden in den letzten Jahren oder gar Jahrzehnten dokumentiert nicht statt. Die Brunnen waren gefühlt schon immer da und das Wasser ist auch „irgendwie“ immer gelaufen. Diese Umstände erschweren heute eine gezielte Analyse, Fehlersuche und Behebung der Problemlage durchaus.
Mit Verbandsgemeinde, Bauabteilung und Werken ist Bürgermeister Jürgen Heiler im Kontakt, um u. a. zu klären, ob bei den Neugestaltungsarbeiten des Dietmar-Hirschel-Platzes vor einigen Jahren evtl. die Zuleitungen zu den Brunnen ebenfalls erneuert wurden und dies vielleicht damals dokumentiert wurde. Möglicherweise gibt es hier auch Bild- oder Kartenmaterial von den damaligen Tiefbau- oder Leitungsarbeiten, das uns jetzt helfen könnte.
Daher auch der Aufruf an die Sippersfelder, wenn Sie evtl. Informationen, Dokumente oder Bildmaterial zu den Brunnen, insbesondere in der Hauptstraße, von der ehemaligen Sparkasse ab in Richtung Breunigweiler haben, die evtl. Bauarbeiten, Leitungen, Rohre o.ä. zeigen, dann freue ich mich über eine Rückmeldung dazu. Sprechen Sie mich hierzu bitte gerne an.
Ebenso wird geprüft, ob die Tiefbauarbeiten für die Verlegung von Glasfaser im Ort und insbesondere auch am Dietmar-Hirschel-Platz oder der Hauptstraße durch die Firma mawacon im vergangenen Jahr eine weitere Ursache für die jetzige Problematik bei den Laufbrunnen sein könnten.
Der Brunnen vor dem ehemaligen Pfarrhaus in der Amtsstraße, die Brunnen an der Kipp in der Hauptstraße und auch im Brunnenweg laufen ganz normal. Diese werden von eigenen Quellen und Leitungen versorgt.
Von Seiten der Ortsgemeinde arbeiten wir intensiv und im Rahmen unserer Möglichkeiten an der Aufarbeitung der Situation und setzen alles daran, die Ursachen der Störung schnellstmöglich zu finden und den regulären Wasserlauf der Brunnen wiederherzustellen.
Hoffen wir, dass wir mit überschaubarem Aufwand und Kosten unsere Brunnen wieder ans Laufen bringen.
Ich werde Sie weiter über den aktuellen Stand informieren.