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Winnweiler Rundschau
Ausgabe 26/2019
Touristinformationen
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Bergbauerlebniswelt Imsbach: Auf Zeitreise durch die Erdgeschichte

Grube Maria - Unterirdisch schön und Abkühlung garantiert

Ganz schön viel blinzeln muss, wer aus der Grube Maria in Imsbach im südlichen Donnersbergkreis wieder ans Tageslicht kommt. In den Stollen des einstigen Bergwerks ist es dunkel, mit elf Grad Celsius recht kühl, und welche Jahreszeit draußen ist, lässt sich hier drinnen nur daran erkennen, dass einige Besucher kurze Hosen tragen.

Jahrhunderte lang bauten die Menschen in der „Grube Maria““ und der benachbarten „Weißen Grube“ Kupfer-, Silber-, Eisen- und Kobalterz ab. Die ältesten nachweisbaren Bearbeitungsspuren sind 600 Jahre alt. An anderen Orten der Pfalz förderten schon die Kelten und Römer Bodenschätze zu Tage. Wie genau die Arbeit damals vor sich ging, zeigt das Pfälzische Bergbaumuseum in der Ortsmitte von Imsbach. Nur ansatzweise lässt sich nachvollziehen, wie anstrengend die Arbeit unter Tage gewesen sein muss - und wie unheimlich. Wir Heutigen haben es besser, mit unseren Stirnlampen und der Gewissheit, wieder ans Tageslicht zu kommen, können wir dem Gang durch die engen und unübersichtlichen Stollen mit echtem Interesse folgen.

250 Jahre lang wurde in der 1923 geschlossenen Eisenerzgrube „Maria“ geschürft. Etwa genau so lang ist der Hauptstollen der unteren Sohle und etwa eine Stunde dauert die Führung durch die auf zwei Sohlen liegende Grube. Im Anschluss werden die Besucher in den Tagebaubereich geführt, wo die damals in mühsamer Arbeit ans Tageslicht gebrachten Mineralien aufbereitet und weiterverarbeitet wurden.

Eine kleine Verschnaufpause bietet das Grubenhaus, wo kühle Getränke, Eis und kleine Snacks angeboten werden, bevor der Tag mit einer kleinen Wanderung auf einem der drei montan-historischen Rundwanderwege fortgesetzt wird. An Sonntagen freuen sich auch die in der Nähe liegenden Wanderhütten, die Kupferberghütte und die Kronbuchhütte, auf Gäste.

Englischsprachige Grubenführungen werden in dieser Saison letztmalig am Sonntag, 15. September von 11.00 -17.00 Uhr angeboten. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Pfälzisches Bergbaumuseum - "Terra Crystallum" und Quarze aller Art

Ins Pfälzische Bergbaumuseum lockt nicht nur die Mineralienschau "Terra Crystallum", die eine farben- und formenreiche Vielfalt an Mineralien aus aller Welt zeigt, sondern auch die diesjährige Sonderausstellung „Quarz - Hansdampf in allen Gassen“.

Quarz ist eines der am häufigsten in der Erdkruste vorkommenden Minerale. Bergkristall, Amethyst und Rauchquarz sind bekannte Vertreter dieses allgegenwärtigen Stoffs. Seit Jahrtausenden wird Quarz als Werkzeugmaterial und Schmuckstein genutzt. Er ist Taktgeber für Uhren, Rohstoff für die Glasherstellung und als wichtigstes Siliziumerz aus unserer modernen Welt nicht wegzudenken. Ohne Quarz gäbe es weder Computerchips noch Solarzellen.

Die in Kooperation mit dem Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz konzipierte Ausstellung stellt ein Mineral vor, welches sich neben der Vielzahl der weltweiten Vorkommen insbesondere auch durch seine zahlreichen Farb- und Formvarietäten auszeichnet. Mit den gezeigten Exponaten soll ein Einblick in die vielfältige Welt des Quarzes gegeben werden: vom einheimischen Achat bis zum brasilianischen Amethyst, vom Szepterquarz zum Japanerzwilling, vom Eisenkiesel zum Chrysopras und Vieles mehr.

Die Sonderausstellung ist zu den regulären Öffnungszeiten des Museums zu besichtigen. Sie läuft bis zum 27. Oktober 2019.

Donnersberger Mineralien- und Fossilienbörse

Das ehemalige Bergbaudorf Imsbach steht am 3. Septemberwochenende wieder ganz im Zeichen glitzernder Mineralien und uralter Fossilien und lädt interessierte Mineralien- und Fossilienfreunde zur 35. Börse ein.

An über 70 Ausstellungstischen besteht an diesem Wochenende die Gelegenheit Schätze aus einer Welt vor unserer Zeit zu bestaunen. Einige Sammlerinnen und Sammler präsentieren Fundstücke aus der Region rund um den Donnersberg, andere Aussteller stellen Mineralien und Fossilien aus aller Welt zur Schau.

Unter dem Motto „Informieren - Tauschen - Kaufen“ findet diese am 14. und 15. September 2019 in der Gemeindehalle in Imsbach statt, samstags von 10.00 bis 18.00 Uhr und sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr.

Für Besucher der Börse wird auch in diesem Jahr wieder ein tolles Rahmenprogramm geboten, Informationen hierzu erteilt der Donnersberg-Touristik-Verband, Tel. 06352 1712, www.donnersberg-touristik.de.

Öffnungszeiten der Bergbauerlebniswelt Imsbach

Die Grube Maria und das Bergbaumuseum sind jeweils sonn- und feiertags von 11.00 - 17.00 Uhr geöffnet. In den rheinland-pfälzischen Sommerferien können Besucher die Bergbauerlebniswelt zusätzlich jeden Dienstag von 13.00 -17.00 Uhr ohne Voranmeldung besuchen. Für Gruppen kann auch an Wochentagen ein Besichtigungstermin bei der Verbandsgemeinde Winnweiler, Tel. 06302-60261, info@winnweiler-vg.de vereinbart werden.

In der Weiße Grube laufen derzeit noch Sanierungsarbeiten, eine Wiedereröffnung ist für den Spätsommer anvisiert.

Kontakt

Anfragen und Anmeldungen laufen über das Tourismusbüro der Verbandsgemeinde Winnweiler, Jakobstr. 29, 67722 Winnweiler, Tel. 06302 602 61, info@winnweiler-vg.de sowie online unter www.bergbauerlebniswelt-imsbach.de