Bürgermeister Rudolf Jacob hatte für Dienstag, den 23.06.2026, 19:00 Uhr, die Mitglieder des Ortsgemeinderates in den Sitzungssaal des Rathauses, zur letzten Sitzung vor den Sommerferien eingeladen.
Zunächst stand ein Sachstandsbericht zum Umbau des Lohnsbachparks auf der Tagesordnung. Bürgermeister Jacob begrüßte hierzu Vertreter des Planungsbüros WVE, das den Auftrag zur Planung und Umsetzung hat. Die Vertreter der WVE stellten den aktuellen Planungsstand vor. Rückfragen aus der Mitte des Rates wurden beantwortet. Außerdem wurde über die Ausführung der Beleuchtungsvariante entschieden. Sobald die finale Planung des Spielplatzbereichs vorliegt, wird diese ebenfalls noch im Ortsgemeinderat vorgestellt. Derzeit werden die Winnweilerer Kitas sowie die Grundschule an den Überlegungen zur Gestaltung des Spielplatzes beteiligt. Bevor die Gesamtmaßnahme im 3. Quartal in die Ausschreibung gehen soll, wird die finale Planungsvariante noch mal im Ortsgemeinderat vorgestellt. Dann ist auch über die detaillierte Ausführung zu entscheiden.
Beim nächsten Tagesordnungspunkt entschieden die Ortsgemeinderatsmitglieder einstimmig, am Spielplatz Unterm Eisvogel, wo auch ein Ortstermin in den letzten Wochen stattgefunden hatte, die beiden Spielgeräte, die im Rahmen einer Jahreshauptuntersuchung Mängel aufgewiesen haben, zu entfernen. Außerdem wurde beschlossen, die notwendigen Sicherheitsabstände bei der Nestschaukel dergestalt sicherzustellen, dass vorhandene Sandsteinquader versetzt bzw. entfernt werden. Der Ortsbürgermeister informierte auch darüber, dass insgesamt 12 Anlieger (Eltern) angeboten haben, sich bei der Unterhaltung des Spielplatzes ehrenamtlich einzubringen. Ende des Jahres 2027 soll evaluiert werden, wie sich die Situation entwickelt hat, insbesondere wie sich das ehrenamtliche Engagement der Eltern dargestellt hat.
Es folgte die Beschlussfassung darüber, dass beim Spielplatz Am Dorsberg der vorhandene Pflasterweg so umgelegt werden soll, dass der Weg zum Schwimmbad künftig barrierefrei nutzbar ist. Der Auftrag für die Verlegung dieses Weges wurde zum Bruttoangebotspreis von 7.035,00 € an die Firma Kisselmann, Lohnsfeld, vergeben. Die Verlegung des Weges führt nicht nur zur Barrierefreiheit, sondern schafft auch zusätzliche Flächen, die für ein neues Spielgerät genutzt werden können. Ratsmitglied Daniela Marger, die zur Elterninitiative in diesem Bereich gehört, stellte eine Gestaltung mit modularen Spielgeräten vor, die von der Mehrheit der Eltern und der Kinder favorisiert wird. Diese ist kostenmäßig durch die vorhandenen Spenden aus einer Schüleraktion des Wilhelm-Erb-Gymnasiums finanzierbar. Es liegen weitere Spendenzusagen von Nachbarn vor. Außerdem soll ein vorhandener Hang mit einer Hangrutsche gestaltet werden. Die entsprechenden Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.
Der Ortsgemeinderat bevollmächtigte den Bürgermeister im nächsten Tagesordnungspunkt, einen Investitionsförderantrag für die Herstellung eines Radweges nach Potzbach zu stellen. Der Radweg, der auf einem vorhandenen Wirtschaftsweg angelegt werden soll, hat eine Länge von insgesamt 3,5 km. Ein Teilabschnitt von 2.700 m liegt im Gebiet der Gemeinde Winnweiler, ein Teilabschnitt von 0,8 km liegt in der Gemarkung Lohnsfeld. Die voraussichtlichen Baukosten belaufen sich auf 1.150.000,00 €. Der gemeindliche Anteil wäre nach Abzug der Förderung des Bundes, des Donnersbergkreises und der Verbandsgemeinde lediglich 3,3%. Sobald die Zustimmung des Ortsgemeinderates Lohnsfeld ebenfalls vorliegt, werden die entsprechenden Förderanträge eingereicht.
Auch beim nächsten Tagesordnungspunkt ging es um Radwegebau. Konkret ging es hier um die Erschließung der Gewerbegebiete Lorenheck und Gemeindeallmende entlang der L 401 mit Radwegen. Hier wurde der Ortsbürgermeister ebenfalls bevollmächtigt, entsprechende Förderanträge nach dem gleichen Förderprogramm zu stellen, wie unter dem vorangegangenen Tagesordnungspunkt. Der gemeindliche Eigenanteil wird hier jedoch vom Investor der beiden Industriegebiete getragen, so dass hier für die Ortsgemeinde Winnweiler keine Kosten anfallen.
Auch der letzte Tagesordnungspunkt des öffentlichen Teils befasste sich mit der Förderung des Radverkehrs. Der Ortsbürgermeister wurde bevollmächtigt, den Auftrag zur Lieferung einer Radabstellanlage am Bahnhof Winnweiler, für insgesamt 10 Fahrräder, beim VRN zu tätigen. Hier wurde lediglich noch der Hinweis gegeben, dass geprüft werden soll, ob die zur Verfügung stehende Fläche ausreicht, um beide Boxen ebenerdig zu installieren. In der derzeit vorliegenden Planung handelt es sich um eine 2-geschossige Radabstellanlage. Der Eigenanteil für die Radabstellanlage beträgt 7.545,00 € bei Gesamtkosten von 36.953,00 €. Außerdem wird im Bereich des Bahnhofs eine Mobilstele installiert, an der aktuelle Informationen zum Bus- und Bahnverkehr abrufbar sind. Die Kosten hierfür betragen 3.117,00 € bei einem Gemeindeanteil von 667,00 €.
Unter dem Top Verschiedenes hat Bürgermeister Jacob über die Erfahrungen beim Heckenfest informiert. Es schloss sich ein nichtöffentlicher Sitzungsteil an, bei dem es unter einer Vereinsangelegenheit die Vorstellung eines Nutzungskonzeptes gab. Es wurde außerdem über eine Vertragsangelegenheit beraten und beschlossen und es wurde einem Bauantrag und einer Bauvoranfrage zugestimmt.