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Winnweiler Rundschau
Ausgabe 49/2018
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RLP auf neuen Wegen bei der Klärschlammverwertung

64 Verbandsgemeinden gründen gemeinsame Anstalt des öffentlichen Rechts

Es war ein besonderer Tag als Ende November insgesamt 64 Verbandsgemeinden, Städte und Zweckverbände nach Wörrstadt kamen, um sich in der „Kommunalen Klärschlammverwertung Rheinland-Pfalz AöR (KKR)“ zusammenzuschließen.

Diese Anstalt des öffentlichen Rechts wurde zum 01.01.2018 unter der Federführung des Gemeinde-und Städtebundes RLP von den VG Brohltal, Winnweiler und Wörrstadt sowie dem Wirtschafts-

und Entsorgungsbetrieb Landau gegründet, um künftig für ihre Mitglieder die Durchführung der Aufgabe der Klärschlammverwertung zu übernehmen.

Der Verwaltungsratsvorsitzende, Bürgermeister Rudolf Jacob von der VG Winnweiler bezeichnete in seiner Begrüßungsrede diese Form der interkommunalen Zusammenarbeit als bisher in Deutschland einmalig und erläuterte die Vorteile für die Beteiligten durch diese neuartige gemeinsame Organisation der Klärschlammverwertung.

Insbesondere die Übernahme von Klärschlämmen zur thermischen Verwertung in der neuen Monoverbrennungsanlage in Mainz nach deren Fertigstellung in 2020 sowie die landwirtschaftliche Verwertung werden künftig für alle Mitglieder gemeinsam geregelt.

Über eine weitere Gesellschaft ist die Kommunale Klärschlammverwertung RLP AöR auch mit 1 % an der im Bau befindlichen Klärschlammverbrennungsanlage in Mainz beteiligt. Damit ist sichergestellt, dass dort der Klärschlamm aller Abwasserbetriebe, die eine thermische Verwertung bevorzugen, ordnungsgemäß verwertet wird.

Bürgermeister Markus Conrad (VG Wörrstadt) schilderte in seinem Grußwort an die Amtskollegen und Leiter der Abwasserbetriebe, welche aus dem ganzen Land nach Wörrstadt gekommen waren, wie allein in der VG Wörrstadt in den letzten Jahren die Anforderungen an die Abwasserbeseitigung durch die Verschärfung der einschlägigen Gesetze und Verordnungen einerseits und die Ansiedlung von Großbetrieben sowie durch neue Wohngebiete andererseits so stark gestiegen sind und noch weiter wachsen werden, dass eine kostengünstige Erfüllung der Aufgaben nur noch gemeinsam zu erfüllen ist.

Nach der Unterzeichnung der Anstaltssatzung durch alle Bürgermeister muss noch die amtliche Bekanntmachung in den Mitteilungs- und Amtsblättern der Anstaltsträger bis zum 31.12.2018 erfolgen, damit die Satzung wie beabsichtigt zum Jahresbeginn 2019 in Kraft treten kann. (khg)