Titel Logo
Winnweiler Rundschau
Ausgabe 6/2021
Nichtamtlicher Teil
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Den eigenen (beruflichen) Weg finden: rechtzeitig bei der Berufsberatung melden

Die Corona-Pandemie macht es Schulabgängern nicht einfach: Bereits geschmiedete Pläne können eventuell nicht in die Tat umgesetzt werden oder es fehlt an Informationen, wie es nach der Schulzeit weitergehen könnte. Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens hilft Jugendlichen und deren Eltern bei allen Fragen rund um Ausbildung und Studium.

Der Arbeitsmarkt war noch nie so vielfältig wie heute: Es gibt viele traditionelle Berufe, etwa im Handwerk, in denen heute überwiegend mit modernen Technologien gearbeitet wird. Zugleich sind durch Modernisierung der Abläufe und Digitalisierung viele neue Berufsbilder entstanden. Wer nach einem passenden Beruf sucht, steht vor einer spannenden Aufgabe - und oft auch vor einer schwierigen. Gerade über die "neuen" Berufe, aber auch über die Entwicklungen in vermeintlich bekannten Berufen, wissen meist auch Eltern nicht genau Bescheid und können ihre Kinder deshalb auch nur eingeschränkt beraten.

Hier bietet die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Unterstützung. Dort können sich Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz oder eine Studienmöglichkeit suchen, kostenlos beraten lassen. Dabei ist es völlig egal, ob sie schon genau wissen, wie es weitergehen soll oder nur noch die passende Stelle suchen. Wichtig ist nur, dass die jungen Leute rechtzeitig vorbeikommen. Das heißt: Je früher, je besser - das gilt vor allem für diejenigen, die noch keine konkreten Vorstellungen haben.

Unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4 5555 00 können sich die Jugendlichen zu einem Beratungsgespräch anmelden.

Schülerinnen und Schüler, die sich gut auf das Gespräch mit der Berufsberatung vorbereiten wollen, können Check-U, das Online-Erkundungstool der Agentur für Arbeit, vor dem Beratungstermin nutzen. Check-U ermittelt anhand der persönlichen Stärken, mit welchen Ausbildungsberufen und Studienfeldern sie sich näher beschäftigen sollten.

Daneben sind auf der Internetseite der Agentur für Arbeit unter www.arbeitsagentur.de Links zu weiteren Informationsportalen wie Planet-Beruf, BERUFE-NET, BERUFE-TV oder abi.de zu finden. Auch diese können bei der Vorbereitung unterstützen.

Was zeigt bisher die Statistik zum Ausbildungsjahr 2020/2021?

Am westpfälzischen Ausbildungsmarkt zeigt sich auch in diesem Jahr, dass die Schülerinnen und Schüler den Weg zur Berufsberatung der Agentur für Arbeit suchen und die Unterstützung bei der Orientierung nach dem richtigen Ausbildungsberuf und der Suche nach der passenden Ausbildungsstelle in Anspruch nehmen. So zählte die Berufsberatung seit Oktober 1.786 Bewerberinnen und Bewerber. Das waren 316 bzw. 15 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

"Die Mädchen und Jungen in der Region setzen bei der Berufswahl weiterhin auf die kompetente und neutrale Unterstützung der Berufsberatung. Diese Unterstützung ist gerade deshalb wichtig, weil viele Ausbildungsmessen im Herbst nicht stattfinden konnten und die Orientierung in der vielfältigen Berufswelt etwas fehlt. Da Schulen geschlossen sind, sind auch unsere Beraterinnen und Berater für die Jugendlichen nicht direkt ansprechbar. Sie unterstützen derzeit dennoch ganz aktiv und unbürokratisch am Telefon, über Videoberatung und Online-Angebote", sagt Peter Weißler, der Leiter der Agentur für Arbeit.

Erfreulich ist, dass die Unternehmen der Region an ihrer Ausbildungsbereitschaft festhalten und trotz Corona der Agentur für Arbeit schon zahlreiche Ausbildungsstellen meldeten. Seit Oktober wurden insgesamt 1.743 Ausbildungsplatzangebote gemeldet, 457 weniger als im Vergleichszeitraum vor zwölf Monaten.

"Die Unternehmen der Westpfalz kennen den besten Weg zur Sicherung der künftigen Fachkräftebedarfe: die duale Ausbildung von eigenen Nachwuchskräften. Ganz wichtig ist es, dass die Ausbildungsstellen frühzeitig und damit in den nächsten Wochen gemeldet werden, auch wenn in den Unternehmen derzeit andere Themen eher im Vordergrund stehen. Mit dem vorhandenen Angebot an Ausbildungsstellen wollen wir mit den Unternehmen der Region möglichst vielen Jugendlichen eine attraktive Berufsausbildung nach der Schule anbieten. Wichtig wird sein, dass Entscheidungen frühzeitig reifen, die Unternehmen den Jugendlichen Rückmeldungen zu ihren Bewerbungen oder Vorstellungsgesprächen geben und damit Sicherheiten bieten. Nur so können diese vermeiden, dass der mögliche künftige Azubi sich nicht anderweitig entscheidet oder gar das Interesse an einer dualen Ausbildung verliert.", sagt Weißler mit Blick auf den Ausbildungsmarkt.