Titel Logo
Treffpunkt Eisenberg
Ausgabe 14/2026
Amtlicher Teil
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Erfolgreiche Großübung an der Zellertalbahn: Einsatzkräfte ziehen positives Fazit

Nach der großangelegten Katastrophenschutzübung an der Zellertalbahn bei Börrstadt am 21. März 2026 ziehen die beteiligten Organisationen bereits jetzt ein überwiegend sehr positives Fazit. Obwohl die detaillierte Gesamtauswertung noch läuft, zeigt sich schon jetzt: Die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte funktionierte sehr gut - teilweise sogar besser als erwartet.

Der vollständige Übungsbericht wird erst nach Ostern vorliegen, da derzeit noch Rückmeldungen aller Übungsbeobachter sowie der beteiligten Einheitsführer eingeholt und ausgewertet werden.

Erste Einschätzung aus der Auswertung

Nach ersten Auswertungen und Hintergrundinformationen von Christian Füllert, Brandamtsrat im Donnersbergkreis, ergibt sich folgendes Bild:

Bereits die ersten eintreffenden Feuerwehreinheiten sorgten für einen strukturierten Ablauf und bauten frühzeitig eine klare Führungsorganisation auf. Auch die Nachalarmierung weiterer Kräfte des Brand- und Katastrophenschutzes erfolgte zügig und bedarfsgerecht.

Wichtige Elemente der Einsatzstruktur - darunter ein Bereitstellungsraum, ein Rettungsmittelhalteplatz sowie ein Behandlungsplatz für Verletzte - wurden schnell eingerichtet, teilweise bereits auf der Anfahrt festgelegt.

Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen verlief durchgehend klar und abgestimmt.

Herausforderungen und Erkenntnisse

Ebenfalls nach Angaben von Christian Füllert stellte insbesondere das Gelände eine Herausforderung dar: Die Rettung der „Verletzten“ aus dem Gleisbett über die steilen Böschungen erforderte einen erhöhten Zeit- und Kräfteaufwand. Mit den vorhandenen Mitteln konnte diese Lage jedoch sicher bewältigt werden.

Im Rahmen der Übung konnten zudem vereinzelte Schwachstellen, insbesondere im Bereich von Einsatzleit- und Alarmierungsstrukturen, identifiziert werden. Diese wurden bereits im Nachgang überprüft und teilweise direkt angepasst.

Solche Erkenntnisse zeigen die Bedeutung groß angelegter Übungen, da Optimierungspotenziale oft erst im realitätsnahen Zusammenspiel aller Beteiligten sichtbar werden.

Nach derzeitigem Stand besteht nur geringer Optimierungsbedarf. Die Übung bestätigt, dass Organisation und Ausbildungsstand der Einsatzkräfte auf einem sehr hohen Niveau sind.

Auch Landrat Rainer Guth würdigte den Einsatz aller Beteiligten: „Der Brand- und Katastrophenschutz mit seinen vielen Facetten hat in der Übung gezeigt, dass er gut für den Ernstfall gerüstet ist! Der simulierte Einsatzort war sehr schwer zugänglich, die geübten Rettungs-, Berge- und Verletzungsmuster nicht alltäglich, all das hat die Männer und Frauen nicht aus der Ruhe und Souveränität gebracht. Herzlichen Dank allen Aktiven, auch den Darstellern als Passagiere und Verletzte, dem Bahnpersonal der Zellertalbahn und den Beteiligten der Landes- und Bundespolizei.“

Auch die beteiligten Organisationen danken allen Einsatzkräften sowie der Bevölkerung für ihr Verständnis während der Übung.