Rachel will nur eins: für immer am Meer leben und dessen Wunder erforschen. Doch 1929 findet ihre Karriere als Biologin ein jähes Ende, und sie muss neue Wege finden, um ihre Familie über Wasser zu halten. Statt in der Wissenschaft zu brillieren, schreibt sie Geschichten über das Meer, mit denen sie bald hunderttausende Leser erreicht.
Als ihr bei einem Spaziergang mit ihrem Neffen ein toter Vogel vor die Füße fällt, ist sie beunruhigt. Hat das etwas mit dem neuen Mittel gegen Insekten zu tun, das derzeit überall versprüht wird? Rachel weiß: In der Natur hängt alles miteinander zusammen. Und sie setzt alles daran, sich und der Umwelt Gehör zu verschaffen.
Virtuos erzählt Theresia Graw vom leidenschaftlichen Einsatz der Ökologin Rachel Carson, die mit ihrem bahnbrechenden Buch: Der stumme Frühling“ die Welt zum Umdenken brachte.
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Man hält ein Werk in den Händen, das man nur schwer wieder aus dem Kopf bekommt. Es ist die Geschichte von Rachel Carson 1929 -1963, einer Biologin, die mit ihrer Sprachgewalt wissenschaftliche Erkenntnisse in fast poetische Form verpackt und somit der allgemeinen Leserschaft zugänglich macht. Als sie beobachtet, dass DDT, ein großflächig verwendetes Pestizid, massive Auswirkungen auf Flora und Fauna hat, stellte sie sich dem Kampf gegen die Chemieindustrie und wird damit zu einer Pionierin der Umweltbewegungen. Sehr spannend, aber auch erzürnend beschrieben ist auch ihr Kampf gegen die männliche „Vorherrschaft“ bis zu Beginn der 60er Jahre.
„Eine Welt ohne Vögel, ohne Schmetterlinge, ohne Bienen. Stellen Sie sich vor, wie still es in der Natur wäre, ohne den Gesang der Drosseln und Meisen im Wald, ohne Lerchen über den Feldern…..
Ein stummer Frühling - wäre das nicht traurig?“ (S.283)
Wüsste Rachel Carson, dass ihre Kampagne gegen DDT zwar nach vielen Jahren Erfolge hatte, die chemische Industrie aber in der Zwischenzeit viele andere Spritzmittel auf den Markt gebracht hat, wäre sie trotz ihres posthumen Erfolges, entsetzt. Wir bräuchten auch in der heutigen Zeit eine Rachel Carson, die uns vor den Gefahren warnt.
Fazit: Theresa Graw hat eine wunderbare Geschichte über diese faszinierende Frau geschrieben, in der man die Liebe zur Natur und zum Meer durch jede Zeile spüren kann. Ein bildgewaltiger Roman einer tollen Frau, den auch Sie kennenlernen sollten.
Eine ganz große Leseempfehlung von mir!
Kommen Sie vorbei und holen Sie sich dieses beeindruckende Buch. Es wartet auf Sie!!!