Runder Tisch Wolf: Umweltministerium setzt auf enge Zusammenarbeit mit Verbänden und frühzeitige Information
Gremium soll auch künftig regelmäßig tagen und als Forum für den fachlichen Austausch zwischen Landwirten, Weidetierhaltern, Naturschützern und Jagdausübenden sowie der Landesverwaltung dienen
Auf Einladung des Umweltministeriums sind Vertreterinnen und Vertreter von Landwirtschaft, Weidetierhaltung, Naturschutz und Jagd zu einem Runden Tisch Wolf zusammengekommen. Ziel dieses regelmäßigen Austauschs ist es, den Umgang mit dem Wolf in Rheinland-Pfalz gemeinsam weiterzuentwickeln und die Verbände über anstehende Änderungen auf Bundesebene zu informieren.
"Der Wolf ist für viele Menschen im ländlichen Raum kein abstraktes Symbolthema, sondern berührt ganz konkret auch die Existenz von Weidetierhalterinnen und Weidetierhaltern", sagte Umweltstaatssekretär Dr. Erwin Manz. "Gerade deshalb bleibt es für uns wichtig, eng mit den Verbänden zusammenzuarbeiten, sie frühzeitig über geplante rechtliche Änderungen zu informieren und die Haltung der Verbände aufzunehmen."
Im Mittelpunkt des Runden Tisches standen die aktuellen Entwicklungen zum Wolf in Rheinland-Pfalz. Dazu gehört die Anpassung des Wolf-Managementplans an die künftige Rechtslage, bei der auch Hinweise aus dem Runden Tisch einfließen sollen. Zudem wurde über die rechtlichen Änderungen auf Bundesebene im Jagdrecht und deren Auswirkungen auf den Umgang mit dem Wolf gesprochen. Das Umweltministerium stellte den Verbänden den aktuellen Sachstand vor. In den Ausschüssen des Bundestags und im Bundesrat wird weiter über die Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz beraten. Diese gesetzliche Änderung soll nach Willen des Bundes in ein regionalisiertes Bestandsmanagement münden, bei dessen Ausgestaltung aber noch viele Frage offen sind. Einigkeit herrschte am Runden Tisch mit Blick auf die Erwartung an das Bundesgesetz, dass die Entnahme von Problemwölfen erleichtert werden soll. Wölfe sind und bleiben zugleich durch das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) geschützt.
Die Teilnehmenden nutzen die Runden Tische, um praktische Erfahrungen, offene Fragen, Kritik und Erwartungen an das Land einzubringen. Ziel bleibt es, Konflikte frühzeitig zu erkennen, Lösungen gemeinsam zu entwickeln und nachvollziehbar über Entscheidungen im Umgang mit dem Wolf zu informieren.