Archäologen haben bei ihrer Forschung erkannt, dass in der prähistorischen Zeit Pferde im Bestand waren. Letzendlich findet die Einführung des Pferdes in der Kupferzeit statt. So erreichte das Pferd in der ersten Hälfte des 3. Jahrhundert v. C. das Saarland.
Schwierig wird es, die Frage nach der Haltung zu beantworten. Die Nutzung als Statussymbol, Reittiere, Zugtiere oder Einsatz in der Landwirtschaft beinhalten die Forschungsergebnisse. Vorhandene Abbildungen zeigen das Pferd als Zugtier im Einsatz beim Pflügen oder im Gespann vor einem vierrädigen Wagen. Dies wird bestätigt bei dem Fund "Fürstengrab von Hochdert". Der geortete Fund beschränkte sich aber nur auf Saumzeug. Die Umzüchtung wilder Tiere zu Haustieren erfolgte in den unterschiedlichsten Verbreitungsgebieten seit etwa um 4000 v. Chr. In der langen Geschichte der Pferdehaltung stand überwiegend die Nutzung als Muskelkraft des Pferdes im Vordergrund, sei es Reit-, Trag- oder Zugtier. Auf dem Rücken des Pferdes konnte der Mensch die Grenzen der Geschwindigkeit erstmalig deutlich überschreiten. Seit dem frühen Mittelalter, mit dem Aufkommen des Kummets, wurden sie auch als Zugtiere eingesetzt.
Im Saarbergbau, unter den Preußen, waren 1901 unter Tage noch 1400 Pferde im Arbeitseiinsatz. Das letzte Pferd im Saarbergbau war als Ausnahme tatsächlich 1966 im Einsatz. Der Kaltblüter war auf der Grube Viktoria für 4 Tage auf der 13. Sohle im Gespann. Doch die Pferdeförderung wurde schon Jahrzehnte zuvor eingestellt.
Die Darstellung, dass die Pferde im Saarbergbau ein jämmerliches Dasein fristeten, ist wohl nicht korrekt. Es ist bekannt, dass Pferdejungen oder Pferdeknechte, die Pferde misshandelten, hart bestaft wurden. Die bergpolizeilihen Vorschriften und das Engagement der Veterinären sorgten für einen guten Umgang und Versorgung der Grubenpferde.