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Quierschieder Anzeiger
Ausgabe 51/2022
Vereinsnachrichten
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Die Rotbuche,

Die Rotbuche ist die besonders verbreitete Buche mit grünen Blättern. Den Namen trägt sie lediglich, weil ihr Holz mit der Weißbuche dunkel erscheint. Der Baum des Jahres mit der häufigsten Laubbaumart ist sie in Deutschland. Die Rotbuche kann unter den guten Bedingungen extrem alt werden. Die älteste nachgewiesene Buche steht in Österreich. Sie ist mittlerweile bereits 550 Jahre. Der Wuchs der Buche kann unterschiedlich ausfallen. Der Baum überragt in der Regel mit 45 Meter alle anderen Bäume des Waldes. Je nach Standort setzt sich der Wuchs der Rotbuche nach der Umgebung an. In einem sehr dicht bewachsenem Wald, hat die Buche Äste und eine Krone, die sich sogar erst nach der Breite auf 25 m ausbreitet. Als Solitärbaum hingegen geht er sehr schnell in die Breite. Deutschland bietet klimatisch bisher die Voraussetzungen für eine gute Entwicklung. Unter folgenden Bedingungen wächst der Baum des Jahres besonders gut. Der Baum beansprucht sauren, nährstoffarmen kalkreichen Boden. Nur zu nass und trocken darf der Boden nicht sein. Die Rotbuche benötigt 650 Millimeter Oberflächenwasser im Jahr, um gesund und robust zu bleiben. Starke Spätfröste verträgt die Buche nicht. Das Laubdach hat sich als sehr nützlich gezeigt. Auch die Rotbuche hat in den letzten Jahren unter der den Hitzeperioden gelitten. In den Testjahren entwickelt der Baum im Spätsommer eine zweite Blüte. Bei großer Trockenheit tritt der Blattverlust ein. Ein zu starker Rückgang der Pflanze hätte fatale Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem des Waldes.

Paul Kolling, Göttelborn