Lambrecht. (WD) Die Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten im Wahlkreis 45 (Kaiserslautern II) fand am 27. Februar 2026 im großen Saal des Lambrechter Gemeinschaftshauses statt. Organisiert wurde die Veranstaltung durch die örtliche SPD, CDU und Grüne. Als Moderatoren konnten sie Kathrin Keller und Michael Landgraf aus Neustadt gewinnen. Die Veranstaltung war mit knapp 100 Teilnehmern für Lambrechter Verhältnisse gut besucht, wobei auch etliche Teilnehmer aus dem Umfeld von Kaiserslautern anwesend waren.
Bei dieser Diskussion traten neben Dirk Hedtke (BSW) der SPD-Kandidat Dennis Matheis, der CDU-Kandidat Norbert Herhammer, der Grünen-Kandidat Michael Kunte, der FDP-Kandidat Ugur Omurca, die Freien Wähler mit Jasmin Awan und die Linke mit Lena Karch auf. Der AfD-Kandidat Dirk Bisanz war nicht anwesend, da er laut Veranstalter einen anderen Termin wahrnehmen musste.
In der kurzen Vorstellungsrunde hatten alle TeilnehmerInnen die Gelegenheit ihre Hauptthemen dieses Wahlkampfes vorzustellen, auch im Hinblick auf die VG Lambrecht, die ja erstmals in diesem neuen Wahlkreis dabei ist. Von den acht Kandidaten, die sich am 22. März um das Direktmandat im Wahlkreis 45 bewerben, stammt lediglich Dirk Hedtke aus der Verbandsgemeinde selbst. Die anderen Aspiranten sind aus dem alten Wahlkreisgebiet, zu dem die Verbandsgemeinde neu hinzugekommen ist.
Hauptthemen sollten an diesem Diskussionsabend die kommunalen Finanzen und die Bildungspolitik sein. Im Vorfeld konnten interessierte BürgerInnen bei der Rheinpfalz Fragen an die Podiumsteilnehmer einreichen. Moderatorin Keller bedauerte, dass lediglich drei Fragen eingereicht wurden. Sie wies anfänlich auf die Struktur der VG Lambrecht hin, die aus 7 Kommunen und 1 Stadt besteht. 4 haben einen CDU-Bürgermeister, 2 einen SPD-Bürgermeister und 1 FWG-Bürgermeister. Aus Interviews mit den Bürgermeistern sei bekannt, dass alle die finanzielle Situation in ihren Gemeinden bemängeln und daraus folgend der sehr enge Handlungsspielraum, der letztendlich für jede Gemeinde vorhanden ist. Gleichzeitig wünschen sich die Bürgermeister mehr allgemeine Förderung und weniger Projektförderung. Dies war auch die Fragestellung in der ersten Runde. Die Antworten der Kandidaten waren aus deren Sicht durchaus strukturiert und mit Beispielen hinterlegt. Allerdings wenig konkret auf die Situation der einzelnen Kommunen in der VG Lambrecht bezogen.
Bei dem Thema wiederkehrende Ausbaubeiträge (WKB) mit dem durch die Moderatorin angesprochenen aktuell problematischen Fall der Grabenstraße in Lambrecht, gab es zwar mehrheitlich ein Votum für die Abschaffung dieser Beiträge, aber oft war auch zu hören „wer soll die Reparaturen bzw. Ausbauten der Straßen dann bezahlen? Woher soll das Geld kommen?“ Eine konkrete Lösung für die Stadt Lambrecht im Fall Grabenstraße wagte aber niemand zu nennen, obwohl die meisten der Kandidaten kommunalpolitisch aktiv und von der gleichen Problematik betroffen sind.
Die genannten drängenden Fragen und Sorgen der politisch Verantwortlichen in der Verbandsgemeinde Lambrecht werden möglicherweise nach der Wahl am 22. März 2026 eine Antwort finden, wenn eine Regierungskoalition gebildet und der Koalitionsvertrag inhaltlich steht. Ob letztendlich ein Lösungsweg für die Probleme vorhanden sein wird wird sich an der nötigen Finanzierung zeigen.