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Talpost Lambrecht
Ausgabe 12/2026
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Sommertagsfest in Lambrecht

Die Vorsitzende des Verkehrsvereins Christine Klein

Schüler der 2. Klasse singen ein Lied zu den Jahreszeiten

Die teilnehmenden Kinder zeigen stolz ihre Sommertagsstecken

Die Stammhacker kurz vor dem Sieg

Rechts der Sieger Florian Schlutt, links Lucas Schuster

Der Winter wird verbrannt

Lambrecht. (CK) Am 15.03.2026 wurde in Lambrecht wieder das Sommertagsfest gefeiert. Dieses findet traditionell immer am Sonntag Lätare, dem vierten Fastensonntag statt. In Lambrecht finden die verschiedenen Programmpunkte im Schulhof der Grundschule und auf dem Friedrich-Ebert-Platz statt. Die Vorsitzende des Verkehrsvereins Christine Klein hat im Namen des Verkehrsvereins und der Stadt Lambrecht alle Anwesenden begrüßt und zunächst ein paar Ausführungen zur geschichtlichen Entwicklung gemacht.

Klein erläuterte, dass der „Winter“ früher mit Dunkelheit, Kälte und Nahrungsarmut verbunden war und dadurch zum bösen Mann wurde, den man vertreiben wolle. Hieraus entwickelten sich die Bräuche wie das Winteraustreiben und Winterverbrennen.

Ein besonderer Brauch, den es in keiner anderen Stadt gibt, ist das Stammdurchhauen, was auch den Kampf zwischen Sommer und Winter darstellt. Der Sieger erhält den Efeukranz als Zeichen des Sommers, der Verlierer den Strohkranz als Zeichen des Winters.Nach der Ansprache der Vereinsvorsitzenden sangen dann Kinder aus allen zweiten Klassen der Grundschule Lambrecht ein Lied zu den Jahreszeiten, begleitet von der Lehrerin Fr. Schmitt. Danach zeigten alle Kinder ihre bunt geschmückten Sommertagsstecken in einer Parade bevor sich dann Anschluss einer kleiner Umzug auf den Weg zum Friedrich-Ebert-Platz machte, wo das Stammhacken stattfand. Der Umzug wird traditionell vom Büttel Markus Kern und dem Brezelträger angeführt.

Stammhacker waren dieses Jahr Florian Schlutt und Lucas Schuster. Da der Baumstamm, der auf dem Friedrich-Ebert-Platz aufgebaut war, schon eine gewisse Stärke hatte, bedarf es doch schon einiger Kraftanstrengung den Stamm mit der Axt durchzuhauen. Unterbrochen von Trinkpausen hatte am Ende Florian Schlutt den Stamm als Erster durch und erhielt den Efeukranz. Ein großer Applaus der Zuschauer ging an beide Hacker. Danach ging es wieder zurück in den Schulhof der Grundschule, wo dann noch das Winterverbrennen zu sehen war. Es wurde ein Strohhaufen angezündet, übern den die Akteure des Tages, die Stammhauer ihre Feuersprünge machten. Im Anschluss erhielt jedes Kind noch eine Sommertagsbrezel.

Der Nachmittag konnte nach dem Ende der Programmpunkte in der Turnhalle der Grundschule bei Kaffee u. Kuchen sowie verschiedenster Kaltgetränke ausklingen.