Titel Logo
Talpost Lambrecht
Ausgabe 13/2026
Stadt Lambrecht (Pfalz)
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Bürgermeisterstimmen zum Wahlausgang

Lambrecht. (WD) Die Redaktion Talpost befragte den Verbandsbürgermeister Gernot Kuhn (CDU) nach seiner Bewertung des Wahlergebnisses am Sonntag. „Es ist besorgniserregend muss man schon sagen. Mich ärgert, dass die AFD die Wahlkreisstimmen gewonnen hat, obwohl der Kandidat zu keinem Zeitpunkt in der Verbandsgemeinde war.“ Alle anderen Kandidaten waren mehr oder weniger oft während des Wahlkampfes in der Verbandsgemeinde unterwegs. „Die Kandidaten Matheis (SPD) und Herhammer (CDU) sind ja oft dagewesen und haben auch mit den Menschen gesprochen. Trotzdem wurde dies nicht ausreichend honoriert.“

Der Lambrechter Bürgermeister Andreas Ohler (CDU) zeigt sich über das Abschneiden seiner Partei auf Landesebene durchaus zufrieden. Er hoffe, „dass mit dem Regierungswechsel in Mainz die Kommunen finanziell besser ausgestattet werden, um entsprechende Projekte und Massnahmen vor Ort auch umsetzen zu können.“ Besorgniserregend zeigt er sich über das Abschneiden der AFD in Lambrecht, die immerhin 27,3 % der Landesstimmen und bei den Direktstimmen holen konnte.

Ortsbürgermeister Rene Verdaasdonk (SPD) hätte sich für seine Partei ein besseres Ergebnis gewünscht. „Auf der anderen Seite muss man froh sein, dass wir jetzt nur vier Parteien im Landtag haben und dass die bürgerliche Mitte eine geräumige Mehrheit hat. Und jetzt wünsche ich mir, dass die beiden Parteien sich so weit besinnen, dass es im Sinne des Landes Rheinland-Pfalz so schnell wie möglich weitergeht.“

Zum Abschneiden der AFD im Land und in der Verbandsgemeinde Lambrecht sagt Verdaasdonk, „ich bin froh, dass wir wenigstens noch rot gezeichnet waren auf der Karte in Elmstein“. Es ist viel damit erklärt, dass die bürgerlich Parteien es nicht mehr schaffen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu agieren. Und das liegt nicht an der Kommunikation, das liegt an dem Agieren an sich und das hat Konsequenzen. Und die Konsequenz ist, dass die Leute eine Alternative suchen, auch wenn es keine ist. Aber die Unzufriedenheit muss irgendwo hin.“ Hier müsse sich dringend etwas verändern.