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Talpost Lambrecht
Ausgabe 14/2026
Stadt Lambrecht (Pfalz)
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Neugestaltung des Halbkreises am Bahnhof Lambrecht

Die bereits vorbereitete Fläche für die Neugestaltung

Geplante Gestaltung der Fläche

 

 

Lambrecht. (WD) Marie-Luise Schlander vom Biosphärenreservat Pfälzer Wald - Nordvogesen mit Sitz in Lambrecht stellte dem Stadtrat in seiner letzten Sitzung die Flächenumgestaltung des Halbkreises am Lambrechter Bahnhof vor. Das Projekt Gärten der Artenvielfalt wird seitens der EU gefördert und finanziert. Die Planung und Antragsgestaltung lag beim Biosphärenreservat. An dem Projekt wurde zusammen mit der Gruppe „Natur und Umwelt“ aus Lambrecht seit Sommer 2025 gearbeitet. Die Umsetzung des Projekts erfolgt über das Biosphärenreservat und müsse bis Mitte Mai 2026 umgesetzt sein, denn Ende Juni endet die Förderung. Mit der Ausführung wurde die Firma Terra Verde, Garten- und Landschaftsbauer aus Kirrweiler, beauftragt.

Beitrag zur Verschönerung des Ortsbildes

Das primäre Ziel bei der Neugestaltung des Areals in Lambrecht besteht in der Förderung der Biodiversität. Gleichzeitig soll eine Verschönerung des Ortsbildes erfolgen und die Lebens- sowie Aufenthaltsqualität insbesondere im Bahnhofsareal gesteigert werden. Durch eine klimaangepasste Gestaltung wird sichergestellt, dass der Bedarf an Pflege- und Bewässerungsmaßnahmen verringert wird. Das Konzept zur Erreichung dieser Ziele kombiniert die Schaffung vielfältiger Nahrungsflächen für Insekten durch den überwiegenden Einsatz heimischer Wildpflanzen mit der Anlage ästhetisch ansprechender Strukturelemente. Dieses Konzept fand bei der Kommune Zustimmung und wurde sowohl hinsichtlich seiner Gestaltung als auch des erforderlichen Pflegeaufwands akzeptiert, sodass nach den Abstimmungsschleifen keine Änderungen erforderlich waren. Über 70 verschiedene Pflanzen werden verwendet, darunter auch Blumen und Kräuter. In einem Teil der Anlage befindet sich eine Kräuterspirale. Die Details sind in dem abgedruckten Bild erkennbar.

Frau Schlander erläuterte, dass nach dem Anwachsen der Pflanzen die Firma Terra Verde in Zusammenarbeit mit der Gruppe „Natur und Umwelt“ die initialen Pflegearbeiten durchführen wird. Dies dient auch als Schulung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, da ab diesem Zeitpunkt keine Unterstützung mehr durch das Biosphärenreservat erfolgt.

Gruppe „Natur und Umwelt“ übernimmt die Pflege

Die Verantwortung für die Pflege des Areals liegt dann bei der Gruppe. Laut Frau Schlander sind vier Pflegetermine pro Jahr sowie ein zusätzlicher Termin für den Rückschnitt erforderlich. Sie wies zudem darauf hin, dass während der Wintermonate verwelkte Pflanzen stehen bleiben sollten, da diese sich selbst aussäen und Nahrungsquellen bieten würden; das Entfernen dieser Pflanzenteile beginnt erst im Frühjahr. Auf eine Anfrage eines Ratsmitglieds bezüglich einer möglichen Übernahme dieser Arbeiten durch den Bauhof gab Beigeordnete Bundenthal-Beck (FWG) eine klare Absage aufgrund von Zeitmangel seitens des Bauhofs. Hanne Hartmann (SWG) äußerte Bedenken hinsichtlich dieses Areals aus Sorge darüber, es könnte zu einem neuen Hundeausführplatz werden.

Wie man auf dem Foto erkennen kann haben die ersten Arbeiten bereits begonnen.