Verbandsbürgermeister Gernot Kuhn
Wehrleiter Frank Flockerzi
Jugendfeuerwehrwart Yannik Munzinger
Verpflichtungen
Beförderungen
Verleihung Bronzenes FW-Ehrenzeichen für 15-jährige Tätigkeit
Verleihung Silbernes FW-Ehrenzeichen für 25-jährige Tätigkeit
Verleihung Goldenes Ehrenzeichen an Michael Roth für 45-jährige Tätigkeit und Verleihung des Ehrenzeichens des Regionalen Feuerwehrverbandes durch Hans-Georg Balthasar (links im Bild)
Verleihung Silberne Ehrennadel am Bande an Joachim Brucker
Lambrecht. (WD) Am Freitag, den 27. März 2026, fand im Schulungsraum des Feuerwehrhauses Lambrecht die Jahresversammlung der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Lambrecht statt. Im Mittelpunkt standen Verpflichtungen, Beförderungen, Ehrungen sowie Verabschiedungen aktiver und langjähriger Feuerwehrangehöriger.
Bürgermeister Gernot Kuhn begrüßte neben den Feuerwehrkräften auch Vertreter der sogenannten Blaulichtfamilie, darunter den Regionalfeuerwehrverband, den DRK-Ortsverein Lambrecht, Fördervereine und First Responder, sowie Repräsentanten aus Politik und Verwaltung.
Mit Blick auf die Haushaltsplanung erläuterte Kuhn, dass die Anschaffungen bereits alle im Haushaltsjahr 2025 stattfanden und 2026 keine besonderen Anschaffungen geplant seien. Allerdings werden 2026 gleich 3 Fahrzeuge für Lambrecht, Frankeneck und Neidenfels geliefert. „Mit der Erneuerung der Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge sind wir dann einmal komplett durch.“ Auf dem FFW Gerätehaus Lambrecht wurde eine PV Anlage installiert mit ca. 61 kWp Leistung.Im Feuerwehrbereich blieben Einsparungen nicht aus: Kürzungen mussten in sämtlichen Teilbereichen vorgenommen werden. Dennoch konnten wesentliche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft realisiert werden. So wurde die Drehleiter grundlegend instandgesetzt, neue Funkmeldeempfänger beschafft und notwendige Schutzkleidung für die Einsatzkräfte bereitgestellt.
Eine grundlegende Veränderung ergibt sich aus der Neustrukturierung der Landesförderung für Feuerwehrfahrzeuge, die künftig pauschal erfolgt. Prognosen bis 2040 zufolge werden Neubeschaffungen im Durchschnitt nur noch zu etwa 34 Prozent gefördert, was die kommunale Finanzplanung erheblich erschwert.
Darüber hinaus ist angesichts der angespannten globalen Sicherheitslage mit zusätzlichen Aufgaben im Katastrophenschutz zu rechnen. Die Verbandsgemeinden sollen künftig stärker eingebunden werden, was erhöhte Anforderungen an Personal, Ausstattung und Organisation mit sich bringt. Abschließend würdigte Bürgermeister Kuhn die Arbeit der Feuerwehr und dankte den Einsatzkräften ausdrücklich für ihre Professionalität und ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement.
Bericht des Wehrleiters
Wehrleiter Frank Flockerzi präsentierte in seinem Jahresbericht aktuelle Kennzahlen, Entwicklungen sowie einen Ausblick auf kommende Maßnahmen. Die personelle Situation ist stabil: Bei einer Sollstärke von 185 Kräften liegt der aktuelle Bestand bei 190. Diese positive Entwicklung führt Flockerzi insbesondere auf die erfolgreiche Jugendarbeit und verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zurück. Die Einsatzzahlen hingegen sind deutlich gestiegen. Mit insgesamt 511 Einsätzen wurde erstmals die Marke von 500 überschritten, darunter 106 First-Responder-Einsätze. Weitere Einsätze umfassten Brandeinsätze, technische Hilfeleistungen, Sicherheitswachen sowie Maßnahmen der Brandschutzerziehung, etwa in Schulen. Als Ursache nannte Flockerzi eine sinkende Hemmschwelle in der Bevölkerung, die Feuerwehr zu alarmieren. Neben regulären Einsätzen gab es auch ungewöhnliche Einsatzlagen, darunter das Einfangen einer Blindschleiche, eine Fledermaus in einer Wohnung, ein Fund und ein Rauchmelder in einer Mülltonne, ein durch eine Nebelmaschine ausgelöster Notruf, die Bergung eines Tresors, sowie die Sicherung einer Tür nach einer Hausdurchsuchung. Zu den bedeutenderen Einsätzen zählten der überörtliche Einsatz des Waldbrandzuges im Raum Bad Dürkheim, zahlreiche Notfalltüröffnungen, mehrere Mülleimerbrände am Bahnhof Lambrecht, sowie verschiedene Personensuchen. Auch belastende Einsätze waren zu bewältigen: Die Feuerwehr wurde zu Einsätzen mit Todesfolge gerufen, darunter ein tödlicher Sturz in einen Bach sowie eine erfolglose Reanimation eines Wanderers.
Im Bereich der Ausstattung konnten mehrere wichtige Beschaffungen umgesetzt werden. Dazu gehören sechs Tauchpumpen, zwei Rollcontainer für das Mehrzweckfahrzeug (MZF 3), Ersatzschläuche, 180 digitale Funkmeldeempfänger, neue Schutzkleidung für Atemschutzgeräteträger, eine Drohne sowie ein Fahrzeug zur Waldbranderkundung.
Für 2026 sind weitere Investitionen vorgesehen, darunter die Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze, die Ausstattung aller Gerätehäuser mit Starlink-Systemen zur Sicherstellung der Kommunikation sowie die Auslieferung des MZF 3 und zweier Tragkraftspritzenfahrzeuge (TSF-W).
Auf Landesebene wurden infolge der Ahrtal-Katastrophe strukturelle Anpassungen vorgenommen. So wurde ein Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz eingerichtet und sowohl das Landesgesetz über den Brand- und Katastrophenschutz (LBKG) als auch die Feuerwehrverordnung überarbeitet. Neu eingeführt wurden unter anderem die Begriffe „Katastrophenvoralarm“ und „Katastrophenalarm“.
Für die Verbandsgemeinde Lambrecht ergibt sich daraus eine jährliche Förderung von 92.500 Euro, die über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren angespart werden kann. Gleichzeitig gelten künftig ausschließlich bundesweite DIN-Normen für Feuerwehrfahrzeuge. Voraussetzung für Fördermittel ist zudem die Vorlage eines Bedarfs- und Entwicklungsplans bis spätestens 2028.
Ein weiterer Schritt ist die Umstellung auf ein landeseinheitliches digitales Alarmierungsnetz, wofür 180 neue Meldeempfänger erforderlich sind.
Der Bericht verdeutlicht insgesamt die steigenden Anforderungen an die Feuerwehr sowie die kontinuierlichen Anstrengungen, diesen professionell und zukunftsorientiert zu begegnen.
Jugendfeuerwehr
VG-Jugendfeuerwehrwart Yannik Munzinger berichtete über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. In vier Jugendfeuerwehren (Elmstein, Iggelbach, Lambrecht, Weidenthal) sowie zwei Kinderfeuerwehren (Iggelbach, Lambrecht) engagierten sich insgesamt 25 Betreuer und 83 Mitglieder.
Zu den Aktivitäten zählten unter anderem Fackelwanderungen, Sammelaktionen für Papier und Weihnachtsbäume sowie die Mitwirkung bei Kerweumzügen, Feuerwehrfesten und Schlachtfesten. Beim ersten VG-Kinder- und Jugendfeuerwehrtag im Juni 2025 nahmen 44 Kinder und Jugendliche mit 16 Betreuern teil. An fünf Stationen stellten sie ihr Wissen in Erster Hilfe und Feuerwehrtechnik unter Beweis.
Im November rundete ein gemeinsamer Kinobesuch im Roxy-Kino das Jahresprogramm ab.
Ehrungen Ernennungen und Verabschiedungen
Bei den nachfolgenden Verpflichtungen, Beförderungen und Ernennungen wurden Feuerwehrangehörige für 15-, 25-, 35- und 45-jährige aktive Tätigkeit in der Feuerwehr geehrt.
Zum Feuerwehrdienst wurden 17 Feuerwehranwärter verpflichtetet: Florian Hauck, Jayden Karpinski, Emely Danner, Lukas Kuhn, Daniel Schäffler, Joshua Bradshaw, Tanja Bradshaw, Björn Fuchs, Lukas Walter, Sara Back, Jonas Münch, Marc Block, Kilian Schlutt, Pascal Wagner, Maximilian Wiegand, Christian Greninger, Fabian Kobel
Befördert wurden 22 Feuerwehrangehörige: Jonas Repp, Sascha Faßbender, Peter Müller, Ann-Kathrin Jacob, Martin Kottwitz, Kai Stoller, Marcel Telch, André Faßbender, Selina Moser, Luis Hoffmann, Jannik Kröhl, Andreas Kobel, Bianca Laubscher, Rebecca Liedy, Barbara Nowotny, Leonie Scholti, Diana Latrell, Jan Liebschner, Noah Hummel, Nico Melzer, Christian Greninger, Marc Hamann
Ehrungen (Verleihung FW-Ehrenzeichen): Felix Heller, Daniel Müller, Sven. Schatz, Tobias Pfeifer, Marcel Telch, Daniel Zimmermann, André Faßbender, Daniel Zeisset, Klaus Armstroff (15 Jahre), Björn Bürger, Ramona Kesberger-Frey, Alexander Schöning (25 Jahre), Michael Roth (45 Jahre). Joachim Brucker wurde das Silberne Ehrenzeichen am Bande verliehen.
Herausragend war die Ehrung von Michael Roth (Esthal). Ihm wurde das Goldene FW-Ehrenzeichen für 45-jährige aktive Tätigkeit in Feuerwehr sowie das Goldene Ehrenzeichen vom Regional-Feuerwehrverband durch Hans-Georg Balthasar verliehen.
Verabschiedungen: Joachim Brucker, Walter Nohl.