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Talpost Lambrecht
Ausgabe 14/2026
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Wirtschaftsplan Gemeinschaftshaus für 2026 verabschiedet

Stadtrat stimmt hohen Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen zu

 

Lambrecht. (WD) Der Stadtrat befasste sich in seiner Sitzung am 24. März mit dem Wirtschaftsplan 2026 für das Gemeinschaftshaus Lambrecht. Die Geschäftsführerinnen des Gemeinschaftshauses planen für das laufende Jahr mit Aufwendungen i.H.v. 435.300,- € und Erträgen i.H.v. 512.882,- €. Demnach würde ein Jahresgewinn von 77.582,- € erwartet.

Thomas Sperl von der Verbandsgemeindeverwaltung erläuterte den Wirtschaftsplan. Die zu erwarteten Erträge in 2026 seien fast gleich bleiben gegenüber dem Vorjahr, wobei die Miete für die Wohnung leicht angepasst werde von derzeit 5.142,- € in 2025 auf 5.397,- € in 2026. Miet- und Pachteinnahmen aus dem Saalbereich werden auch 2026 mit 10.000.- € erwartet. Durch den geplanten Umzug der Kita-Gruppe im Gemeinschaftshaus in das Provisorium auf dem Tuchmacherplatz sind nur noch für die ersten 6 Monate Mieteinnahmen von 600,- € eingeplant. Aus der Vermietung der Gaststätte werden auch 2026 Pachteinnahmen von 10.000.- € erwartet. In den Einnahmen aus dem Sporttrakt hat sich durch die Verkleinerung der Räumlichkeiten etwas geändert und die Einnahmen werden von bisher 3.070,- € auf 670.- € zurückgehen. Ein Teil des Sporttraktes wurde nämlich für die Erweiterung der Kita hinzugenommen. Aus der Bücherei werden 2026 an Ausleihgebühren 526,- € erwartet.

Gewinne der Stadtwerke ermöglichen Jahresgewinn des Gemeinschaftshauses

Der größte Anteil der Erträge für 2026 wird allerdings durch die zu erwartende Gewinnausschüttung der Stadtwerke erfolgen, die mit 440.000,- € angesetzt sind und im Wirtschaftsplan der Stadtwerke auch so ausgewiesen seien. Die Stadt Lambrecht hat einen Anteil von 59,23 Prozent an Stadtwerken Lambrecht und erhält folglich diesen Anteil am Gesamtgewinn der Werke.

Von den geplanten Gesamtaufwendungen 2026 von 512.882,- € sind alleine 195.900,- € für Unterhaltung und Reparaturen des Gemeinschaftshauses veranschlagt. Davon entfallen z.B. auf die Unterhaltung des Gebäudes 155.000,- €, der Gaststätte 19.000,- €, Saalbereich 2.000,- € und Sporttrakt 2.000,- €. Herr Sperl bemerkte, dass der zu erwartende Gewinn des Gemeinschaftshauses für 2026 von 77.582,- € nur deshalb vorhanden sei, weil die Gewinnausschüttung der Stadtwerke in die Rechnung mit einfließen. Ohne diese Gewinnausschüttung wäre nur ein Ertrag von 72.882,- € vorhanden, also ein Verlust von - 362.418,- €. Folglich könnten Investitionen in der geplanten Höhe aus Eigenmitteln nicht erfolgen, wenn keine neuen Darlehen aufgenommen würden.

Erfreulich waren die Ausführungen über die Gesamtschuldenübersicht des Jahres 2026. Der vorhandenen Liquiditätskredit bei der Sparkasse war ursprünglich einmal 735.000,- €, zum Jahreswechsel 2026 waren es nur noch 165.000.- €. Hiervon will die Geschäftsführung im Jahre 2026 nochmals 120.000.- € tilgen, so dass zum Jahresende nur noch 45.000,- € dieses Kredites Verbleiben (siehe Grafik über den Schuldenstand 2016 bis 2026).

Mehrjähriger Investitionsplan für Gemeinschaftshaus liegt vor

In vergangenen Stadtratssitzungen wurde mehrmals seitens des Rates von der Geschäftsführung eine Aufstellung über die geplanten Investitionen gefordert. Dieser lag nun endlich vor und wurde durch Herrn Sperl erläutert. Es handelt sich um eine Vorausschau für die nächsten geplanten größeren Ausgaben im und am Gemeinschaftshaus. Für die Jahre 2026, 2027 und 2028 sind für Unterhaltung, Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen insgesamt 367.000,- € geplant und für die Jahre 2026 bis 2030 Gesamtinvestitionen von 209.000,- € geplant (siehe Teilbereich einer Vorlage für die Stadtratssitzung am Ende des Artikels). Der Stadtrat stimmte dem vorgelegten Wirtschaftsplan für das Jahr 2026 einstimmig zu.