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Talpost Lambrecht
Ausgabe 16/2026
Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz)
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Aus der Sitzung des Verbandsgemeinderates

IT-Sicherheit und Eigentumsübertragung Schulhof in Lambrecht

Lambrecht. (Werner Dietrich) In seiner Sitzung am 13. April 2026 hat sich der Verbandsgemeinderat mit der Absicherung der IT-Infrastruktur der Verwaltung befasst. Hintergrund ist die zunehmende Bedrohung durch sogenannte Ransomware-Angriffe. Ein solcher Angriff hatte vor einiger Zeit die Verwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises über Wochen lahmgelegt. Damals wurden die Verantwortlichen mit der Forderung nach einer hohen Zahlung in Kryptowährung zur Freigabe der Daten erpresst.

Um ein ähnliches Szenario künftig zu verhindern, plant die Verbandsgemeinde die Anschaffung eines autarken Backup-Systems. Dieses soll vollständig unabhängig vom bestehenden IT-System betrieben werden, verschlüsselte Datensicherungen speichern und keinerlei Zugriffsmöglichkeiten von außen bieten. Ziel ist es, im Ernstfall schnell auf gesicherte Daten zurückgreifen zu können, ohne erpressbar zu sein.

Die Verwaltung hatte bereits erste Angebote eingeholt. Der günstigste Anbieter war zur Sitzung eingeladen, sagte jedoch kurzfristig ab. Die entsprechenden Informationen wurden durch Verwaltungsmitarbeiter Sebastian Rapp vorgestellt. Das ursprünglich vorliegende Angebot belief sich auf 49.789,62 Euro, ist jedoch inzwischen überholt. Nach aktuellen Angaben ist mit einer Preissteigerung von rund 6.000 Euro zu rechnen. Als Gründe wurden unter anderem weltweite Lieferengpässe sowie eine gestiegene Nachfrage nach IT-Komponenten im Zuge geopolitischer Entwicklungen und des wachsenden KI-Marktes genannt.

Vor diesem Hintergrund beantragte Verbandsbürgermeister Gernot Kuhn eine Generalvollmacht des Rates, um drei neue Vergleichsangebote einzuholen und den Auftrag anschließend eigenständig an den wirtschaftlichsten Anbieter zu vergeben. Der Verbandsgemeinderat stimmte diesem Vorgehen einstimmig zu.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf die Eigentumsübertragung des Schulhofes der Stadt Lambrecht an die Verbandsgemeinde, die Trägerin der örtlichen Grundschule ist. Über die entsprechenden Pläne und Diskussionen war bereits im Vorfeld berichtet worden. Auch der Schulträgerausschuss hatte sich mit dem Thema befasst.

Im Zuge der Übertragung verzichtet die Stadt Lambrecht künftig auf die Nutzung des im Schulhof befindlichen Spielplatzes. Gleichzeitig behält sie das Recht, das Gelände für städtische Veranstaltungen zu nutzen. Zudem werden vertragliche Regelungen getroffen, die Vereinen den Zugang sichern. Die Stadt erhält hierfür entsprechende Schlüssel, um insbesondere das Haus der Vereine jederzeit erreichen zu können.

Mit dem Eigentumsübergang gehen sämtliche Aufgaben rund um Pflege, Reinigung und Gestaltung des Schulhofes auf die Verbandsgemeinde über. Dies schließt auch die Instandhaltung angrenzender Bereiche wie Kellerabgänge sowie die Pflege der vorhandenen Platanen ein.

Im Rat bestand zu diesem Punkt kein weiterer Diskussionsbedarf. Die Abstimmung fiel mit großer Mehrheit zugunsten der Eigentumsübertragung aus. Lediglich zwei Ratsmitglieder stimmten dagegen, ein weiteres enthielt sich.