Neustadt. (RR) Die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick in Neustadt an der Weinstraße entwickelt sich stetig weiter, um auch künftig eine verlässliche Anlaufstelle für Menschen in besonderen Lebenslagen sein zu können. Für Herbst 2026 strebt die Einrichtung einen neuen Weg an: Im dualen Studium sollen die Fachkräfte der Zukunft ausgebildet werden. Der Lichtblick als Ausbildungsbetrieb? Was steckt dahinter?
Der „Kampf um die Talente“ tobt in der freien Wirtschaft schon lange. Auch die Soziale Arbeit bleibt davon nicht verschont. An vielen Stellen fehlen geeignete pädagogische Fachkräfte, sodass ganze Angebotsstrukturen unbesetzt bleiben. Hinzu kommt Mitarbeiterfluktuation und natürlich der Renteneintritt der Boomer-Generation. Wer sich nicht um die Zukunft bemüht, gerät unter Umständen in Schieflage.
Die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick hat Glück: Die besondere Struktur und Arbeitsweise der Einrichtung – insbesondere die großartige Arbeit ehrenamtlich engagierter Menschen – dämpft die beschriebene Problematik. Noch. In ein paar Jahren könnte die Situation ganz anders aussehen. Vor diesem Hintergrund wird bereits heute an übermorgen gedacht. Die Stabilität und die Verlässlichkeit, mit welcher Haupt- und Ehrenamtliche den Lichtblick seit Jahren stützen, soll um eine weitere Säule erweitert werden. Im Rahmen eines dualen Studiums soll (mindestens) eine Person beim Lichtblick das Handwerkszeug für echte Soziale Arbeit erlernen und dabei an den Prozessen der Einrichtung mitwirken.
Die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick wird ab Oktober 2026 Praxisbetrieb im Studienfach Soziale Arbeit & Management. Dieser Schritt erfolgt in der Zusammenarbeit mit Internationalen Berufsakademie am Campus Heidelberg. Diese ist nicht nur Experte für die eine gelingende und wissenschaftlich fundierte Ausbildung neuer Talente, sondern auch bekannt für eine gute Betreuung der Studierenden. Die Studiengebühren übernimmt die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick. Zusätzlich gibt es noch ein Taschengeld.
Und wie läuft das Studium ab? Gute Frage!
Im Modell der geteilten Woche werden ab dem 01.10. fundierte Inhalte im dualen Vollzeitstudium vermittelt: An 3 Tagen in der Woche werden im Lichtblick Eindrücke und praktische Erfahrungen gesammelt. An 2 Tagen in der Woche werden am IBA-Campus Heidelberg der professionstheoretische Aspekt Sozialer Arbeit und die Grundlagen des Sozialmanagements gelernt. Am Ende von 7 Semestern stehen die Bachelorprüfung und darauffolgend ein möglicher Doppelabschluss an - Bachelor & Staatl. Anerkannter Sozialarbeiter. Die Studienlaufzeit beträgt also 3,5 Jahre. Eine gute und sichere Perspektive für alle Seiten!
Dazwischen liegen verschiedene Einsätze und Themenschwerpunkte innerhalb der Einrichtung. Dabei richten sich Studieninhalte und praktische Erprobungen aneinander aus und greifen ineinander. Als Praxisanleitung fungiert die Einrichtungsleitung, Robin Rothe, persönlich. Er ist vom Studienmodell der IBA schon lange überzeugt und freut sich sehr auf diese neue Zusammenarbeit zwischen Studierenden, Lichtblick und Hochschule. Ganz im Sinne des Studienrahmenplans sollen auch Einblicke in die Leitungsebene und Trägerstrukturen sozialer Unternehmungen ermöglicht werden.
Es liegen hohe Motivation und Aufbruchsstimmung in der Luft! Diese Weiterentwicklung der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick soll den gesamten Betrieb um eine völlig neue Perspektive und Aufgabe bereichern. Es wird spannend, diesen gemeinsamen Weg zu gehen und auch künftig darüber zu berichten!
Bewerbungen und Eigeninitiative erwünscht!
Die Stelle des dualen Studenten (M/W/D) ist zum Redaktionsschluss dieser Zeitung noch nicht vergeben. Bewerbungen werden gerne angenommen – besonders verbunden mit Eigeninitiative: Natürlich kann die Einrichtung auch bei einem Termin besichtigt werden. Auch ein Praktikum zur Vorbereitung auf das Studium machen wir gerne möglich!
Wir freuen uns auf interessierte junge Menschen, welche die Zukunft der Einrichtung mitgestalten wollen. Gemeinsam bringen wir den Lichtblick und die persönliche Weiterentwicklung zum Sozialarbeiter voran!
Alle weiteren Informationen auf www.lichtblick-nw.de oder auf Anfrage unter info@lichtblick-nw.de.