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Talpost Lambrecht
Ausgabe 19/2026
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Lambrechter Delegation erlebt sonniges Frühlingswochenende in Blainville-sur-l’Eau

Fotos: Olivier Kongs

Lambrecht. (Silvia Zillich) Mit großer Gastfreundschaft empfing die französische Partnerstadt Blainville-sur-l’Eau am ersten Maiwochenende eine Delegation aus Lambrecht. Anlass war das 47. Frühlingsfest, das idyllisch gelegen am Ufer der Meurthe gefeiert wird und in diesem Jahr bei strahlendem Sonnenschein wieder zahlreiche Besucher anzog.

Bereits am Samstag, 2. Mai, hatten die früh angereisten Lambrechter die Gelegenheit, gemeinsam mit Vertretern des neu gewählten Rates der Stadt Blainville, an einer exklusiven Führung durch das Barockschloss Lunéville teilzunehmen. Das eindrucksvolle Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert, oft als „lothringisches Versailles“ bezeichnet, beeindruckte die Gäste mit seiner prachtvollen Architektur und dem weitläufigen Garten. Dank der Übersetzung von Sabine Schäffer konnten auch die nicht französischsprachigen Besucher den spannenden Ausführungen des Schlossführers folgen.

Am späten Nachmittag schloss sich der Besuch des Frühlingsfestes an, das in idyllischer Atmosphäre direkt am Fluss stattfand. Der Abend klang bei einem gemeinsamen Essen im Rathaus, der „Mairie“ aus – ein geselliges Beisammensein, das die Verbundenheit zwischen den beiden Städten einmal mehr spürbar machte. Leider war es Bürgermeister Olivier Martet aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, an diesem Wochenende anwesend zu sein, aber dank moderner Kommunikationstechnik war er immer aktuell und umfassend informiert über das Geschehen.

Der Sonntag begann morgens mit einem Empfang des neu gewählten Stadtrats von Blainville. Die neuen Ratsmitglieder, die Beigeordneten und Vertreter des Jugendparlaments der Stadt Blainville sur l´Eau stellten sich den Gästen aus Lambrecht vor, bevor um 11 Uhr das beliebte Straßenfest mit Kerwetreiben, Livemusik, Flohmarkt und Händler-Präsentationen offiziell eröffnet wurde. Hervé Laheurte, der Erste Beigeordnete Blainvilles (in Vertretung für Bürgermeister Olivier Martet) und der Lambrechter Bürgermeister Andreas Ohler durchschnitten gemeinsam das Band.

Ein besonderer Höhepunkt war erneut der mittlerweile internationale Wettbewerb um den besten Kartoffelreibekuchen. Große Freude herrschte, als das deutsch-französische Team – bestehend aus Thomas Eimer und Hubert Chery von der Jury zum Sieger gekürt wurde. Beide haben sich durch die Städtepartnerschaft als Jugendliche kennengelernt und ihre Freundschaft bis zum heutigen Tag gepflegt. Den „Goldenen Kartoffelmann“ überreichte Bürgermeister Ohler sichtlich stolz an die Gewinner.

Zum Abschluss des Besuchs übergab Hervé Laheurte einen Präsentkorb, gefüllt mit regionalen lothringischen Spezialitäten an Bürgermeister Ohler – ein Zeichen der Wertschätzung und Freundschaft.

Ohler bedankte sich herzlich für das Geschenk, die Einladung und das fröhliche Wochenende. Er betonte, wie sehr die Lambrechter die Gastfreundschaft und die erneuerte herzliche Verbundenheit mit Blainville-sur-l’Eau schätzen. Die Einladung und die Reise seien ein sichtbares Zeichen gelebter Partnerschaft und gegenseitiger Wertschätzung. Ein besonderer Dank ging an Nadia Doré, die sich stets um das Wohlergehen der Besucher gekümmert hat und deren Wirken einen großen Anteil an dem guten Verhältnis zwischen den Partnerstädten hat.

Die Delegation von 10 Personen kehrte mit vielen schönen Eindrücken nach Lambrecht zurück – und mit der Gewissheit, dass die Freundschaft zwischen den beiden Städten lebendig bleibt und weiter bestehen wird. Der nächste Besuch einer Delegation aus Blainville in Lambrecht ist an Pfingsten geplant, wenn die Geißbocktradition, die seit 2025 Immaterielles Kulturerbe ist, in Lambrecht und Deidesheim gefeiert wird.