Titel Logo
Talpost
Ausgabe 20/2021
Tal-Büttel schellt aus
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Büttel 20

Deutschland befindet sich noch in der dritten Welle der Corona-Pandemie, die ausgerufenen Lockerungen lassen noch keine Festlichkeiten zu und so fallen auch die geplanten Festveranstaltungen aus, darunter auch die Veranstaltungen zur Lambrecht-Deidesheimer Geißbock-Tradition. Ungeachtet der Absage der Feierlichkeiten liefert die Stadt Lambrecht den in diesem Jahr 618. Geißbock nach Deidesheim zur Abgeltung gewährter Weiderechte im Deidesheimer Wald. Weil auch der Heimatabend in diesem Jahr nicht stattfindet, erfolgte die Aushändigung des Geleitbriefes an das jüngst getraute Paar Carola und Anton Theimer zur Führung des 618. Geißbockes nach Deidesheim auch im kleinen Kreis. Ohne große Öffentlichkeit wird auch der Geißbock am Pfingst-Dienstag dem Rat der Stadt Deidesheim übergeben werden.

***

Am Montag letzter Woche war der „Tag der Kinderbetreuung“ gefeiert worden. Dieser bundesweite Aktionstag findet seit 2012 jedes Jahr am Montag nach Muttertag statt. Auch die evangelische Kita „Arche Noah“ und die städtische Kita „Rappelkiste“ nahmen diesen Tag zum Anlass, den Erziehern ihre Wertschätzung für ihren täglichen Einsatz und ihre Fürsorge für die Kinder zu zeigen. Mit dem geschmückten Eingangsbereich der „Arche Noah“, den selbstgebastelten Blumen der Kinder für die Erzieher und die selbstgebackenen Muffins und frischen Blumengrüßen für das Team der „Rappelkiste“ war eine wunderbare Überraschung gelungen. Gerade in der aktuellen Situation zeigt sich, welch große Bedeutung und Relevanz Fachkräfte in der frühkindlichen Bildung für das gesamtgesellschaftliche Funktionieren haben. Auch die Träger sagen „Danke“ bei den Betreuungskräften!

***

Am Sonntag ist „Tag des Grundgesetzes“. Der Parlamentarische Rat verabschiedete am 23. Mai 1949 das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Die Bezeichnung wies auf den vorübergehenden Charakter des Verfassungstextes hin, denn eigentlich sollte er nur für die Zeit bis zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten gelten. Seit dem 3. Oktober 1990 gilt das Grundgesetz für das gesamte wiedervereinigte Deutschland.

***

Der griechische Name „penekoste hemera“ für Pfingsten weist darauf hin, dass das Fest 50 Tage nach Ostern gefeiert wird. Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes, der auf die in Jerusalem versammelten Apostel herabkam. Der „Heilige Geist“ ist der Name der dritten Person der Heiligsten Dreifaltigkeit. Jesus nennt ihn auch Paraklet (Tröster, Beistand) und Geist der Wahrheit. Zentrale Symbole, mit denen das Wirken des Heiligen Geistes dargestellt wird, sind Feuer und Wasser, die Taube und der Wind. An diesem Fest mit großer Symbolkraft ließ man während des Gottesdienstes eine echte Taube durch den Kirchenraum flattern, später wurde eine hölzerne Taube durch das Heiliggeistloch herabgelassen.

***

Wer am Pfingstsonntag als Letzter aufsteht, wird als „Pfingstlümmel“ bezeichnet. Auch ist es wenig schmeichelhaft, wenn jemand als „Pfingstochse“ tituliert wird. Zeugt dies doch von wenig Sinn für Geschmack bei einem Menschen, der sich immer auffallend herausputzt, um Aufsehen zu erregen.

***

Am Dienstag ist Urbanstag. Besonders in den Weinbaugebieten ist der Gedenktag des heiligen Urban noch immer ein bedeutender Lostag. Die Winzer wünschen sich für diesen Tag schönes Wetter mit Sonnenschein. Es gilt als Zeichen für eine gute Ernte und guten Wein: „Scheint am Urbanstag die Sonne, wird der Wein zur Wonne“, „St. Urban bringt kein Frost mehr her, der dem Weinstock schädlich wär“, „St. Urban hell und rein, segnet uns die Fässer ein“, „Urbanstag das Wetter schön – so wird man volle Weinstöcke sehn“, „Die Sonne heut so prächtig scheint, St. Urban hat es gut gemeint“.

***

Neben Tomaten werden im Monat Mai auch Gurken, Kürbisse und Gemüsepaprika gepflanzt. Alle diese Gemüsearten benötigen einen tiefgründigen, lockeren und nährstoffreichen Boden.

***

Der Spruch zum Schmunzeln: „So mancher Star hat eine Meise“.