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Talpost Lambrecht
Ausgabe 20/2026
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Ausschuss für Fremdenverkehr und Kultur der Stadt Lambrecht

Infotafeln am Ortseingang, 1050-Jahrfeier, Tag des offenen Denkmals

Lambrecht. (Werner Dietrich) Die Mitglieder des Ausschusses berieten über beschlossene Massnahmen innerhalb des Regionalen Zukunftsprogramms Rheinland-Pfalz (RZN) welche inhaltlich diesen Ausschuss betreffen. Die Stadt Lambrecht erhält aus dem Regionalen Zukunftsprogramm des Landes rund 533.200 Euro. Im März hatte der Haupt- und Finanzausschuss bereits beschlossen, wofür die Mittel eingesetzt werden sollen. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Fremdenverkehr und Kultur wurden nun Teile dieser Planung diskutiert und teilweise geändert. Grundlage der Förderung sind landesseitige Vorgaben, nach denen Projekte aus bestimmten Bereichen förderfähig sind und die Mittel nach festen Prozentsätzen aufzuteilen sind.

Im Ausschuss konzentrierte sich die Debatte ausschließlich auf Kultur- und Fremdenverkehrsprojekte. Hans-Josef Hartmann (SWG) äußerte erhebliche Bedenken an der Verteilung und bezweifelte, dass einige vorgeschlagene Maßnahmen den Fördervorgaben des Landes entsprechen; als Beispiel nannte er die Maßnahmen zur Gestaltung und Aufwertung der Ortseinfahrten. Er warnte, dass die Stadt unter diesen Voraussetzungen Gefahr laufe, die zugesagten Mittel nicht bewilligt zu bekommen.

Konkret wurden mehrere Projekte beschlossen: An den Ortseingängen und am Bahnhof sollen Informationsschilder zur Geschichte der Stadt, zur Tuchmacherei und zum Geißbock-Brauchtum aufgestellt werden; hierfür sind 20.000 Euro vorgesehen. Diese Maßnahme stieß auf Meinungsverschiedenheiten — Hartmann kritisierte die Nachhaltigkeit, während Silvia Zillich (CDU) und Robert Westerberger (CDU) die Identifikationsfunktion der Schilder hervorhoben. Westerberger war der Meinung, diese Informationsschilder an den Ortseingängen verhindern, dass die Besucher des Lambrechter Tals nicht nur durch Lambrecht durchfahren, sondern an diesen Infotafeln anhalten, um sich über die Stadt zu informieren. Der Ausschuss stimmte dem Projekt bei zwei Enthaltungen der FWG zu.

Für Hilfsmittel zur Veranstaltungsdurchführung (u. a. Beamer, LED-Bildschirm, Stellwände, Lautsprecher, Stühle) sind knapp 15.000 Euro geplant; auch hierfür gab es Zustimmung bei Enthaltungen der FWG.

Für eine Bühne sowie ein großes und ein kleines Zelt, die unter anderem für die Kerwe, den Heimatabend zur Geißbockübergabe, Vereine und die Grundschule genutzt werden sollen, sind 34.000 Euro vorgesehen; dieser Punkt wurde einstimmig angenommen.

Darüber hinaus sind 40.000 Euro für eine Medien- und Imagekampagne eingeplant. Ziel ist es, das Geißbock-Brauchtum touristisch stärker zu nutzen — als Vorbild wurde Deidesheim genannt. Eine Agentur soll hierfür Vorschläge erarbeiten. Robert Westerberger betonte die Notwendigkeit, zunächst das gewünschte Image zu definieren; deshalb soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden. Außerdem regten Julia Steiner (FWG) und Tanja Bundenthal-Beck (FWG) an, einen Teil der Mittel für die Modernisierung des Geißbock-Spiels zu verwenden, damit jüngere Menschen angesprochen werden diese Veranstaltung auch zu besuchen. Dieser Vorschlag wurde bei einer Enthaltung ebenfalls angenommen.

1050-jähriges Bestehen des Klosters St. Lambrecht soll gefeiert werden

Im kommenden Jahr, 2027, jährt sich die Gründung des Benediktinerklosters St. Lambrecht, das nach Überlieferung im Jahr 977 gegründet wurde, zum 1050. Mal. Die Stadt Lambrecht hat in der Sitzung des Ausschusses für Fremdenverkehr und Kultur grundsätzlich beschlossen, das Jubiläum zu begehen; Einigkeit besteht darüber, dass der Rahmen kleiner ausfallen soll als beim 1000-jährigen Bestehen vor etwa 50 Jahren. Kernpunkte der Diskussion waren Umfang, Finanzierung und Programm. Bürgermeister Andreas Ohler (CDU) betonte, die Stadt solle im Haushaltsplan nur ein möglichst geringes Budget vorsehen und zusätzlich externe Geldgeber akquirieren; gleichzeitig stellte er klar, dass die konkrete Ausgestaltung von Veranstaltungen Aufgabe eines Arbeitskreises sein müsse. Silvia Zillich (CDU) regte an, einen Festausschuss zu bilden, und die Erste Beigeordnete Martina Wode-Buser (SPD) sprach sich dafür aus, Vertreter der örtlichen Vereine in diesen Ausschuss einzubinden.

Tag des offenen Denkmals

Ein weiteres Thema der Diskussion war die Beteiligung am Tag des offenen Denkmals, der für den 13. September 2026 angesetzt ist. Bürgermeister Andreas Ohler (CDU) regte an, an diesem Datum das Zunfthaus für interessierte Besucher zu öffnen und möglicherweise jemanden bereitzustellen, der über die Geschichte des Hauses informiert. Tanja Bundenthal-Beck (FWG) merkte jedoch an, dass sich das Gebäude gegenwärtig im Baustellenzustand befindet und daher wohl nicht für größere Besuchergruppen geeignet sei. Zudem wurde hinterfragt, ob ein Besuch des verhüllten Zunfthauses unter diesen Umständen ratsam sei; Silvia Zillich (CDU) betrachtete dies hingegen als einen durchaus interessanten Anblick. Es soll geklärt werden, ob es dem Architekten möglich ist festzustellen, ob eine Besichtigung mit Gruppen am besagten Datum realisierbar wäre. Die Frist zur Meldung der teilnehmenden Denkmäler endet am 30. Juni 2026.