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Talpost
Ausgabe 21/2021
Stadt Lambrecht (Pfalz)
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Ehrenamtliche Wegebauer in den Bohnenäckern

Zur Aufgabe der Wegsanierung gehörte auch das Befestigen zusammengerutschter Sandstein-Trockenmauern.

Mit vereinten Kräften und Maschinenunterstützung wurde der kleine Parkplatz, das künftige „Entrée“ zu den Streuobstwiesen Böhnenäcker planiert.

Nach getaner Arbeit: Weg auf alte Breite gebracht, Mauern saniert und Steinhaufen zu Reptilienburgen aufgesetzt.

Die früheren Felder und Äcker können über die wieder gesetzten Treppen erreicht werden.

Maschinenarbeit erleichterte den handwerklichen Einsatz der ehrenamtlich Tätigen.

Mit Baggerunterstützung und viel Handarbeit Zugangsweg saniert und Trockenmauern wieder aufgesetzt

(se) Die lokale Aktionsgruppe (LAG) Pfälzerwald plus hatte das Lambrechter ehrenamtliche Bürgerprojekt „Bohnenäcker“ zur Aufwertung der dortigen Streuobstwiesen mit 2.000 Euro unterstützt. (Die Talpost hatte berichtet). Durch die Förderung hatten die Antragsteller Thomas Eimer, Marliese Braun, Andreas Kuntz und Wolfgang Mildner sowie zahlreicher Unterstützer sofort mit den Arbeiten zur Sanierung des ehemaligen Weges durch die Wiesen begonnen. Der frühere Weg zur Bewirtschaftung der Felder und Äcker war durch Wildwuchs leider nur noch ein schmaler Pfad, eingestürzte Trockenmauern behinderten weiterhin das Begehen des Weges für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Familien mit Kinderwagen.

Die Initiative rief zu einem Arbeitseinsatz, besorgte einen Kleinbagger und mit Hilfe von Nico Lachat und seinem Unimog war zunächst der kleine Parkplatz an der Awo-Ruine des ehemaligen Altenwohnheimes planiert und von Wildwuchs befreit worden. Mit dem Kleinbagger konnte der Weg auf seine ursprüngliche Breite gebracht werden, gleichzeitig wurde der Weg geglättet. Mit Hilfe des Baggers gelang es auch, die teilweise eingestürzten Sandstein-Trockenmauern wieder zu stabilisieren, zusätzlich wurden die ehemaligen Treppen zu den einst bewirtschafteten Äckern und Feldern wieder begehbar gemacht. Es werden noch weitere Einsätze notwendig werden, um den Weg zu den „Mittleren“ und „Oberen“ Bohnenäckern sowie zur Gewanne „Im Spessart“ und „Am Soog“ bis zur Neustadter Gemarkungsgrenze zu sanieren.

Seit gut 20 Jahren hat eine Gruppe von ehrenamtlichen Helfern eine Fläche von 3,5 Hektar gerodet. Dabei wurden alte Obstbäume erhalten und fast 200 selbst veredelte Obstbäume, vorwiegend alte Sorten aus dem Lambrechter Tal, gepflanzt. Zur Kostendeckung und zur Intensivierung der Bürgerbeteiligung wurden Baumpatenschaften ins Leben gerufen, Hochzeitsbäume wurden gepflanzt. Momentan unterstützt eine Schafherde die Pflege der Wiesen. Reptilienburgen wurden aufgesetzt, Nisthilfen aufgehängt und Insektenhotels in großer Zahl wurden angenommen. Parallel zur Wiederherstellung des Weges soll der Eingangsbereich einladend gestaltet werden, Besucher sollten neugierig gemacht werden auf das Naturereignis so nahe vor der Haustür und es soll über das Projekt „Streuobstwiese“ informiert werden. So ist es das Ziel, eine Infotafel aufzustellen und die Möglichkeit zum Verweilen auf einer Sitzbank zu schaffen.