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Talpost
Ausgabe 21/2021
Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz)
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Gedanken zum Fronleichnamstag

Morgen ist Fronleichnam, eines der größten und ausdrucksvollsten Feste der katholischen Kirche, deren Gläubige durch Prozessionen in Land und Stadt den Herrn ehren. Zum Sinn des Tages äußerte der Erzabt von Beuren, Dr. Benedikt Baur, einmal die nachstehenden Gedanken:

Gott steigt in Person auf diese unsere Erde herab, sichtbar, greifbar, in der Natur und Gestalt des Menschen, und wird einer aus uns, in allem gleich, die Sünde ausgenommen. Er lebt mit uns im Schleier des Sakramentes der Eucharistie. Was wir an Fronleichnam feiern, eben die heiligste Eucharistie, ist uns nichts anderes als die Vollendung der Menschwerdung Gottes, und der Erlösung, die der Herr am Kreuz vollzog, die Vollendung des Werkes.

Das große Trauerlied der Welt, die keinen Heiland und keinen Altar hat, auf dem er wohnt und lebt, uns liebt und hört, und uns mit seinem Leben erfüllt, wo wir die Kräfte des Ewigen empfangen, wandelt sich für uns in den Jubelgesang des Fronleichnamsfestes: Tantum ergo sacramentum veneremur cernui. Und alle, die an diesem Tage des Weges gehen, mögen die Kraft und den Segen des in der lichten Monstranz gegenwärtigen Herrn an sich erfahren und mit uns in diesen Jubelruf einstimmen.