Elmstein. Der Förderverein der historischen Wappenschmiede in Elmstein öffnet am Sonntag - 07. Juni 2026 - die Pforten des wasserbetriebenen Hammerwerks wie der Sägemühle und bietet seinen Gästen Mitmachangebote zwischen Hammer und Amboss beim Schmieden von Nägeln.
Zwischen 11 und 17 Uhr gibt es jeweils Schmiedevorführungen und einige Informationen zur Geschichte und Technik der Wappenschmiede. Der Eintritt ist frei, Spenden zur Erhaltung und weiteren Sanierung des technischen Kulturdenkmals sind aber sehr willkommen!
Interessierte können gerne wieder einen Blick in das im Jahr 1890 an die Wappenschmiede angebaute Sägewerk werfen. Derzeit kann es wieder wenigstens soweit bewegt werden, dass das technische Prinzip erkennbar wird. Die Sägemühle wurde vom dritten Wasserrad der Schmiede durch das Untergeschoss per Transmission angetrieben und hatte aus wasserrechtlichen Gründen kein eigenes Wasserrad. Zwischen den Eigentümern der gegenüberliegenden Getreidemühle und der Wappenschmiede kam es über die Wassernutzung zu laufenden Streitigkeiten, da der Müller beim Antrieb seiner beiden Wasserräder (die noch dazu zu groß ausfielen!) oft wassermäßig das Nachsehen hatte, wenn alle drei oberhalb liegenden drei Räder der Schmiede in Betrieb waren.
Da der Wappenschmied für die Forstarbeiter sehr oft nachts die Werkzeuge in Ordnung bringen musste, war es bei Dunkelheit nicht immer geräuschlos um die Gebäude, Feuerschein und Rauch bewirkten wahrscheinlich überdies, dass man das vom Wasser umflossene Grundstück der Wappenschmiede die „Teufelsinsel“ nannte.
Schmiedekursangebote sind in der Wappenschmiede zu erfragen.
Die Wappenschmiede ist in der Möllbachstr. 5-7, direkt unterhalb der stauferzeitlichen Burgruine am westlichen Ortausgang Elmsteins zu finden.
Autor: Benno Münch