Lindenberg. Unter dem Leitwort „Gemeinsam feiern, Freude teilen, Verbundenheit spüren“ feierte die katholische Kirchengemeinde Hl. Johannes XXIII., Lambrecht das gemeinsame Fronleichnamsfest in feierlicher und zugleich herzlicher Atmosphäre in Lindenberg. 250 Gläubige versammelten sich zunächst zum festlichen Gottesdienst, der von Pfarrer Christoph Herr, Pfarrer Manfred Alt, Kaplan Praveen Kumar Isukupalli und Gemeindereferent Michael Kolar zelebriert wurde, bevor die traditionelle Prozession durch den Ort führte. Musikalisch gestaltet wurde die Feier vom prot. Posaunenchor „Soli deo Gloria“ und dem Kirchenchor St. Konrad, Esthal sowie Patrik Seber an der Orgel.
Ein besonderer Höhepunkt des Gottesdienstes war die Ehrung der Kommunionjubilare. Die Gemeinde würdigte ihre langjährige Verbundenheit mit der Kirche und ihrem Glaubensweg.
In seiner Predigt setzte sich Pfarrer Christoph Herr mit der Frage auseinander, wie Glaube in einer Zeit erlebt werden kann, in der vieles nicht unmittelbar sichtbar oder erklärbar erscheint. Dabei sprach er über die Spannung zwischen Vertrauen und Zweifel, die viele Menschen auf ihrem Glaubensweg begleiten. Gerade die Gegenwart Christi in der Eucharistie stelle Gläubige immer wieder vor die Herausforderung, sich auf das Unsichtbare einzulassen. Anknüpfend daran verwies er auf Berichte über eucharistische Wunder, die für viele Christen über die Jahrhunderte hinweg eine Bestärkung ihres Glaubens gewesen seien. Entscheidend sei jedoch nicht die Suche nach außergewöhnlichen Zeichen, sondern die Botschaft, die dahinterstehe: In der Eucharistie schenke sich Gott den Menschen in Liebe und bleibe ihnen nahe. Anschaulich beschrieb Pfarrer Herr die Eucharistie als sichtbaren Ausdruck eines Gottes, der den Menschen mit offenem Herzen begegnet. So wie das Herz als Sinnbild für Liebe, Hingabe und Leben gelte, werde in der Kommunion die tiefe Verbundenheit Gottes mit den Menschen erfahrbar. Diese göttliche Zuwendung sei die eigentliche Mitte des Fronleichnamsfestes. Zum Abschluss seiner Predigt ermutigte er die Gläubigen, sich trotz aller offenen Fragen auf diese Nähe Gottes einzulassen. Fronleichnam mache sichtbar, dass Christus mitten unter den Menschen gegenwärtig sein wolle. Deshalb werde das Allerheiligste in der Monstranz durch die Straßen getragen – als Zeichen der Hoffnung, des Segens und der Liebe Gottes für alle Menschen.
Nach dem Gottesdienst setzte sich die festliche Prozession durch die Hauptstraße in Richtung Rosenrondell in Bewegung. Für die Sicherheit entlang des Weges sorgte die Freiwillige Feuerwehr Lindenberg. Begleitet von Gebeten, Liedern und den Fürbitten der Gemeinde wurde das Allerheiligste in der Monstranz durch den Ort getragen. Die Prozession führte zu den drei liebevoll gestalteten Altären, die von Yvonne Faß, der Kindertagesstätte St. Cyriakus, Lindenberg sowie dem Ehepaar Weitzel gemeinsam mit Uli Fuchs vorbereitet worden waren. Dort wurde jeweils Station gemacht, das Evangelium verkündet und der sakramentale Segen gespendet.
Nach dem feierlichen Abschluss der Prozession waren alle zum geselligen Beisammensein ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Bei Bratwürsten und kühlen Getränken bot sich die Gelegenheit für Begegnungen und Gespräche. Für den süßen Genuss sorgten die Messdiener, die mit großem Engagement selbstgebackenen Kuchen sowie frisch zubereitete Waffeln anboten. Das gemütliche Beisammensein fand regen Zuspruch und rundete das schöne Fest ab.