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Ausgabe 25/2026
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Jahrhunderthochwasser von 1882/1883

Hochwasser zum Jahreswechsel 1882/83, nachkolorierte Aufnahme von Edigheim, Frankenthaler Straße (heute Oppauer Straße), Bildrechte: Stadtarchiv Ludwigshafen.

Hochwasser zum Jahreswechsel 1882/83, nachkolorierte Aufnahme, Bildrechte: Stadtarchiv Ludwigshafen.

Ausstellung des Stadtmuseums Ludwigshafen dauerhaft online in KuLaDig verfügbar

Neustadt. (PM SGD SÜD) Die Ausstellung des Stadtmuseums Ludwigshafen zum Jahrhunderthochwasser von 1882/1883 am Rhein ist nun dauerhaft in das digitale Kulturlandschaftsinformationssystem KuLaDig (Kultur.Landschaft.Digital oder www.kuladig.de) aufgenommen worden. „Damit stehen die Inhalte der Ausstellung künftig unabhängig von Ort und Zeit allen Interessierten zur Verfügung. Die Ereignisse des Jahrhunderthochwassers haben sich tief in das kollektive Gedächtnis der Region eingeprägt. Mit der Aufnahme der Ausstellung in KuLaDig werden die dort zusammengetragenen Informationen, Zeitzeugnisse und Erkenntnisse dauerhaft gesichert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht“, erklärt SGD-Süd-Präsident Prof. Dr. Hannes Kopf, dessen Behörde für KuLaDig landesweit zuständig ist. KuLaDig dient der digitalen Erfassung und Sicherung von Kulturlandschaftsobjekten und dem kulturellen Erbe in Rheinland-Pfalz.

„Die Ausstellung dokumentiert eindrucksvoll die Auswirkungen des Jahrhunderthochwassers sowie die Erfahrungen der betroffenen Menschen. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und zur Sensibilisierung für Hochwasser- und Starkregenereignisse. Wir sind sehr froh, diese wichtigen Inhalte dank KuLaDig langfristig der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen zu können und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, betont Dr. Regina Heilmann, Leiterin des Stadtmuseums Ludwigshafen. Recherchiert und kuratiert wurde die Ausstellung von Lena Simon, Umwelthistorikerin und wissenschaftliche Volontärin des Museums. Sie hat auch federführend den KuLaDig-Eintrag gemeinsam mit dem KuLaDig Kompetenzzentrum Rheinland-Pfalz gestaltet.

Die Ausstellung dokumentiert die verheerenden Folgen des Jahrhunderthochwassers von 1882/1883, das insbesondere die Orte Oppau, Edigheim und Friesenheim schwer traf. Ausgelöst durch außergewöhnliche Wetterbedingungen und verschärft durch die Folgen der Rheinbegradigung im 19. Jahrhundert, führte der Dammbruch bei Oppau Ende Dezember 1882 zu großflächigen Überschwemmungen und erheblichen Zerstörungen. Mehr als 4.200 Menschen verloren ihr Zuhause, zahlreiche Menschen kamen ums Leben. Die Ausstellung beleuchtet zugleich die historische Entwicklung des Rheins als Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum, die Auswirkungen menschlicher Eingriffe auf das Hochwassergeschehen sowie die Entwicklung des Hochwasserschutzes von den ersten Deichanlagen bis zu modernen Vorsorgemaßnahmen. Damit schlägt sie eine Brücke zwischen einem prägenden historischen Ereignis und den aktuellen Herausforderungen des Hochwasserschutzes und des Klimawandels.

KuLaDig ist ein digitales Informationssystem zur Dokumentation historischer Kulturlandschaften und kulturellen Erbes. Die Plattform ermöglicht es, Wissen dauerhaft zu sichern, multimedial aufzubereiten und für Forschung, Bildung sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger bereitzustellen. Der Datenbestand wird kontinuierlich erweitert und qualitätsgesichert.

Link zum KuLaDig-Beitrag: https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-360191

Weitere Informationen zu KuLaDig in Rheinland-Pfalz: https://sgdsued.rlp.de/themen/kulturlandschaftdigital