Einrichtungsleiterin Alexandra Fiedler. Fotos: Talpost
Verbandsbürgermeitser Kuhn überreicht nach seiner Rede ein kleines Präsent an Alexandra Fiedler.
Dudelsackspieler Christian Sorg aus Esthal.
Lambrecht. (Werner Dietrich) Mit einem festlichen Jubiläumsprogramm feierte das Seniorenhaus „Lambrechter Tal“ am 17. Juni 2026 sein 20-jähriges Bestehen. Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige, Gäste, Mitarbeitende sowie zahlreiche Wegbegleiter kamen zusammen, um auf zwei Jahrzehnte voller Fürsorge, Gemeinschaft und gelebter Menschlichkeit zurückzublicken. In ihrer Jubiläumsansprache erinnerte die Einrichtungsleitung Alexandra Fiedler an die Entwicklung des Hauses seit seiner Eröffnung im Jahr 2006 in der Klostergartenstraße. Von Beginn an sei es das Ziel gewesen, mehr als nur eine Pflegeeinrichtung zu schaffen. Vielmehr sollte ein Ort entstehen, an dem ältere Menschen nicht nur wohnen, sondern sich zuhause fühlen können – geprägt von Würde, Respekt und persönlicher Nähe. „20 Jahre bedeuten 7.300 Tage voller Fürsorge, Begegnungen und gelebter Gemeinschaft“, hieß es in der Rede. In dieser Zeit habe sich vieles verändert. Die Anforderungen an die Pflege seien gestiegen, die Gesellschaft habe sich gewandelt und die Digitalisierung habe längst Einzug in den Alltag der Einrichtungen gehalten. Trotz aller Veränderungen sei jedoch eines unverändert geblieben: die menschliche Wärme der Bewohnerinnen und Bewohner sowie das große Engagement der Mitarbeitenden. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung der Gemeinschaft innerhalb des Hauses. Nicht das Gebäude oder die Ausstattung allein machten das Seniorenhaus aus, sondern die Menschen, die dort leben und arbeiten. Gemeinsame Feste, Gespräche bei einer Tasse Kaffee, fröhliche Momente und gegenseitige Unterstützung in schwierigen Zeiten hätten das Haus zu einem lebendigen Zuhause werden lassen. Heute ist das Seniorenhaus fest im Lambrechter Tal verwurzelt und weit über die Region hinaus bekannt. Als besonderes Symbol für Begegnung und generationsübergreifendes Miteinander wurde das historische Sandsteinhaus auf dem Gelände gewürdigt. Vielen als „Haus der Generationen“ bekannt, dient es als Treffpunkt für Austausch, Gemeinschaft und gemeinsame Aktivitäten. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hätten zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner ihre persönlichen Geschichten, Erinnerungen und Erfahrungen eingebracht. Jede einzelne Person habe Spuren hinterlassen und die Gemeinschaft bereichert. Neben vielen schönen und fröhlichen Ereignissen seien auch schwierige und traurige Momente gemeinsam getragen worden. Gerade diese Erfahrungen machten das Wesen eines Hauses aus, in dem Pflege weit mehr bedeute als reine Versorgung. Ein besonderer Dank sprach Alexandra Fiedler dem Förderverein des Seniorenhauses aus. Durch dessen langjährige Unterstützung konnten zahlreiche Projekte, Anschaffungen und Veranstaltungen realisiert werden, die den Alltag der Bewohner bereichern. Ebenso nannte sie die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten, Apotheken, der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, Kirchengemeinden, Vereinen, Krankenhäusern und weiteren Partnern.
Mit großem Applaus wurden die Mitarbeitenden aller Bereiche bedacht – von der Pflege über die Betreuung und Verwaltung bis hin zu Küche, Hauswirtschaft und Hausmeisterdienst. Ihr täglicher Einsatz, oft im Hintergrund, sei unverzichtbar für das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner.
Auch den Menschen, die das Haus in den vergangenen Jahren geprägt haben und inzwischen verstorben sind, wurde gedacht. Ihre Erinnerungen blieben ein wichtiger Teil der Geschichte des Seniorenhauses.
Zum Abschluss Ihrer Rede richtete die Einrichtungsleitung den Blick nach vorne. Trotz der Herausforderungen, die die Zukunft für die Pflegebranche mit sich bringe, sei man zuversichtlich, auch weiterhin ein Ort der Sicherheit, Lebensfreude und Gemeinschaft zu bleiben. Das 20-jährige Jubiläum sei mehr als nur ein Geburtstag einer Einrichtung, betonte die Rednerin. Es sei ein Zeichen für Zusammenhalt, Beständigkeit und gelebte Menschlichkeit mitten im Lambrechter Tal.
Auch Verbandsbürgermeister Gernot Kuhn würdigte in seinem Grußwort das 20-jährige Bestehen des AWO-Seniorenhauses Lambrechter Tal. Das Jubiläum sei weit mehr als der Geburtstag eines Gebäudes, betonte er. Vielmehr stehe die Einrichtung für zwei Jahrzehnte voller Leben, Fürsorge, Gemeinschaft und menschlicher Begegnungen. Im Namen der Verbandsgemeinde Lambrecht, der Stadt Lambrecht sowie der Ortsgemeinden gratulierte er der Einrichtung herzlich zu ihrem Jubiläum.
Rückblickend erinnerte Kuhn daran, dass mit der Eröffnung des Seniorenhauses im Jahr 2006 ein wichtiger Baustein für die soziale Infrastruktur im Lambrechter Tal geschaffen worden sei. Nachdem das frühere Gebäude nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren gewesen war, habe man sich bewusst für einen modernen Neubau entschieden. Ziel sei es gewesen, älteren Menschen einen Ort zu bieten, an dem sie würdevoll, gut betreut und zugleich möglichst selbstbestimmt leben können. Dieses Ziel werde bis heute Tag für Tag mit Leben erfüllt.
Besonders hob Kuhn die enge Verbundenheit des Seniorenhauses mit der Region hervor. Die Einrichtung sei fest in die Gemeinschaft eingebunden, fördere den Austausch zwischen den Generationen und beteilige sich aktiv am gesellschaftlichen Leben im Tal. Damit leiste das Haus einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt innerhalb der Verbandsgemeinde.
Ein Jubiläum sei zudem immer auch ein Anlass, Danke zu sagen. Kuhn sprach der Hausleitung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen besonderen Dank aus. Pflege sei weit mehr als ein Beruf, erklärte er – sie sei eine Berufung. Mit großem Engagement, Empathie und fachlicher Kompetenz sorgten die Beschäftigten täglich dafür, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner gut aufgehoben und zuhause fühlen können.
Ebenso würdigte er die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die mit Ausflügen, Festen und persönlichen Gesprächen den Alltag der Seniorinnen und Senioren bereichern. Sein Dank galt darüber hinaus den Bewohnerinnen und Bewohnern selbst, die mit ihrem Vertrauen, ihren Erfahrungen und ihren Geschichten das Leben im Haus prägen.
Zum Abschluss seiner Ansprache wünschte Gernot Kuhn dem AWO-Seniorenhaus Lambrechter Tal, seinen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie allen Mitarbeitenden Gesundheit, Lebensfreude und weiterhin viele Jahre voller Zusammenhalt, Geborgenheit und Menschlichkeit. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte er der Einrichtung ein Jubiläumsgeschenk.
Nach dem offiziellen Teil der Jubiläumsfeier wurde das Buffet eröffnet und erfreute die zahlreichen Gäste. Der Dudelsackspieler Christian Sorg aus Esthal sorgte im Hof des AWO-Seniorenhauses, unmittelbar neben dem aus Sandstein errichteten Generationenhaus, für stimmungsvolle Unterhaltung.