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Talpost Lambrecht
Ausgabe 27/2026
Neustadter Echo
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Richtfest für nachhaltigen Sportpavillon auf dem Landesgartenschaugelände

Feierten das Richtfest des neuen Sportpavillons: Minister Marcus Klein, LGS-geschäftsführerin Anne Pieper, Oberbürgermeister Marc Weigel, Bürgermeister Stefan Ulrich, Baudezernent Bernhard Adams (v.r.n.l.).


Neubau setzt Maßstäbe für Cradle-to-Cradle-Bauen und zukunftsorientierte Sportinfrastruktur

Neustadt. Mit dem heutigen Richtfest des Sportpavillons auf dem Gelände der Landesgartenschau ist ein weiterer Meilenstein für die Entwicklung des neuen Sportparks erreicht worden. Der Pavillon nimmt als einer von zwei Neubauten auf dem Landesgartenschaugelände eine besondere Stellung ein und gilt als herausragendes Beispiel für nachhaltiges Bauen nach den Cradle-to-Cradle-Prinzipien (C2C).

„Der Sportpavillon ist ein weiteres Leuchtturmprojekt der Landesgartenschau und zeigt eindrucksvoll, wie sich nachhaltiges Bauen, moderne Architektur und eine zukunftsorientierte Sportinfrastruktur miteinander verbinden lassen“, betonte Marcus Klein, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, beim Richtfest.

Markanter Orientierungs- und Treffpunkt

Inmitten des neuen Sportparks angeordnet, öffnet sich das Gebäude wie ein Kleeblatt in drei Richtungen. Der Sportpavillon wird damit nicht nur eine Funktion als Sportgebäude haben, sondern auch ein markanter Orientierungs- und Treffpunkt im Park werden. Neben Funktionsräumen entsteht zudem ein multifunktionaler, zur Sportlandschaft hin offener Bereich für Besprechungen und Begegnungen.

Kreislauffähige Baumaterialien

Bei den eingesetzten Materialien wird konsequent auf Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit geachtet. Der Pavillon entsteht als Holzmassivbau mit einer Fassade aus Fichtenholzbrettern, die mit einer ökologischen Leinöl-Lasur behandelt werden. Die Fassadenelemente aus Profilglas bestehen aus Gussglas mit einem Recyclinganteil von mehr als 50 Prozent. Nach Ende ihrer Nutzungsdauer können sie vollständig in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden. Die Konstruktion kommt ohne Kleber oder Dichtstoffe aus, wodurch die Bauteile einfach demontiert und wiederverwendet werden können. Die Bodenplatte ist auf Schaumglasschotter gegründet, der aus Recyclingglas hergestellt ist und als Unterbodendämmung dient. Die flexible Bauweise ermöglicht zudem eine spätere Umnutzung des Gebäudes.

Verzicht auf fossile Brennstoffe

Der Sportpavillon verzichtet vollständig auf fossile Brennstoffe. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, ergänzt durch eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung. Eine rund 100 Quadratmeter große Photovoltaikanlage liefert erneuerbaren Strom für den Gebäudebetrieb. Anwesenheitsgesteuerte LED-Beleuchtung sorgt zusätzlich für einen energieeffizienten Betrieb. Das Raumprogramm umfasst zwei Mannschaftsumkleiden mit jeweils zugehörigen Sanitärbereichen, eine barrierefreie Schiedsrichterumkleide mit integriertem Erste-Hilfe-Raum sowie einen weiteren barrierefreie Umkleide- und Sanitärbereich. Darüber hinaus entstehen öffentliche Toiletten, ein Platzwartraum, Technikräume, ein Besprechungsraum sowie ein Raum für Pflegegeräte. In die Außenfassade werden zusätzliche Verstaumöglichkeiten für Sportgeräte und Sitzgelegenheiten integriert. Grundlage für die Planung war ein Realisierungswettbewerb, an dem sich 17 Architekturteams beteiligten. Als Sieger ging das Hamburger Architekturbüro Studio Behnecke hervor, das seitdem mit der Umsetzung des Projekts betraut ist.

Die Fertigstellung des Sportpavillons ist für Ende des Jahres 2026 vorgesehen. Während der Landesgartenschau wird das Gebäude im Rahmen der Sportveranstaltungen genutzt.