Teilnehmer und Preisträger Stadtradeln 2026 Lambrecht; Fotos: TALPOST/WD.
Robin Hillebrand und Jessica Stroh Jonah Kuhn, Samir Heraucourt, Jarek Heraucourt, Fenris Hillebrand.
Lambrecht. (Werner Dietrich) Mit einer Abschlussveranstaltung fand das diesjährige Stadtradeln seinen feierlichen Ausklang. Die diesjährige Veranstaltung fand am 24. Juni 2026 wegen der sehr hohen Außentemperatur diesmal nicht im Hof des Gemeinschaftshauses, sondern im Nebenzimmer der Bürgerstube statt. Bereits zum achten Mal unterstützte die Verbandsgemeinde die bundesweite Klimaschutzaktion gemeinsam mit dem Landkreis. Vom 13. Mai bis 2. Juni 2026 waren Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, möglichst viele Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen und damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Ziel der Aktion ist nicht nur das Sammeln möglichst vieler Fahrradkilometer während der drei Aktionswochen. Vielmehr soll das Stadtradeln dazu anregen, das Fahrrad auch im Alltag häufiger als Verkehrsmittel zu nutzen. Jeder Weg, der dauerhaft vom Auto auf das Fahrrad verlagert wird, trägt dazu bei, CO₂-Emissionen zu reduzieren und unsere Umwelt nachhaltig zu entlasten. Wenn das Stadtradeln bei möglichst vielen Teilnehmenden zu einem langfristigen Umdenken führt, ist bereits ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz erreicht.
Ein Bestandteil des diesjährigen Programms war die gemeinsame Radtour der Verbandsgemeinde zur Pit-Pat-Anlage nach Elmstein mit anschließender Einkehr am Samstag, 16. Mai 2026. Das wechselhafte Wetter sowie das Feiertagswochenende rund um Christi Himmelfahrt wirkten sich vermutlich auf die Teilnehmerzahl aus. Dennoch blickt die Verbandsgemeinde optimistisch nach vorn und hofft, im kommenden Jahr wieder mehr Radfahrerinnen und Radfahrer für eine gemeinsame Tour begeistern zu können.
Auch über das Stadtradeln hinaus setzt sich die Verbandsgemeinde für bessere Bedingungen für den Radverkehr ein erläuterte Gernot Kuhn in seiner Ansprache. So fand am 8. Juni 2026 ein Gespräch mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) Speyer statt. Im Mittelpunkt standen mögliche Verbesserungen der Radverkehrsinfrastruktur im Tal sowie die Entschärfung bestehender Engstellen, insbesondere entlang der Hauptstraße in Lambrecht.
Besprochen wurden unter anderem die Planungen für die Radwege zwischen Neustadt und Lambrecht sowie weiter ins Elmsteiner Tal. Darüber hinaus brachte die Verbandsgemeinde eine Alternativroute über das Krankental nach Neustadt sowie eine Radverbindung durch Lambrecht abseits der Bundesstraße ins Gespräch. Beide Vorschläge sollen nun gemeinsam mit dem LBM weiterverfolgt werden. Ebenfalls thematisiert wurde die bisherige Planung entlang der Bundesstraße vom Bereich der Märkte bis zum Ortsausgang Ost. Hier soll gemeinsam mit der Stadt geprüft werden, ob dieser Ansatz weiterhin verfolgt werden soll.
Auch die Planungen für einen Radweg nach Elmstein durch den Wald schreiten voran. Die Firma VIA erarbeitet derzeit die abschließenden Unterlagen für einen Förderantrag. Damit wurden zahlreiche Projekte angestoßen, die den Radverkehr in der Region langfristig sicherer und attraktiver machen sollen.
Die Verantwortlichen zogen insgesamt ein positives Fazit: Das Stadtradeln zeigt Jahr für Jahr, dass Klimaschutz und nachhaltige Mobilität vor Ort gelebt werden können. Gleichzeitig bietet die Aktion wichtige Impulse, um die Infrastruktur für den Radverkehr kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Die jüngsten Stadtradler begeistern mit großem Einsatz
Auch in der Einzelwertung konnten die jüngsten Teilnehmer beim Stadtradeln 2026 mit beeindruckenden Leistungen überzeugen. Besonders erfreulich ist das Engagement der Kinder, die gemeinsam zahlreiche Kilometer sammelten und damit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisteten.
Ausgezeichnet wurden Samir Heraucourt (8 Jahre) mit 145 Kilometern (24 kg CO₂-Einsparung) und sein Bruder Jarek Heraucourt (11 Jahre) mit 256 Kilometern (42 kg CO₂-Einsparung), beide vom Team „Ortsverband B'90 - Die Grünen & Friends“. Ebenfalls geehrt wurden Jonah Kuhn (10 Jahre) vom Team „Glatzianer und Freunde (Julius Glatz GmbH)“ mit 101 Kilometern (17 kg CO₂-Einsparung) sowie Fenris Hillebrand (12 Jahre) vom Team „Elmsteiner Kilometerjäger“, der mit herausragenden 804 Kilometern und 132 kg eingespartem CO₂ die Spitzenleistung unter den Kindern erzielte. Ein herzliches Dankeschön übermittelte Gernot Kuhn allen jungen Radlerinnen und Radlern für ihren großartigen Einsatz. Als Anerkennung erhielten sie kleine Präsente aus den gespendeten Werbegeschenken des Radshops „in velo veritas“.
Die erfolgreichsten Einzelfahrer
Bei den Einzelwertungen wurden die engagiertesten Radlerinnen und Radler ausgezeichnet: Der 1. Platz (Goldurkunde) erhielt Florian Eichert (Team „in velo veritas – Der Radshop“) mit 1.364 Kilometern und einer CO₂-Einsparung von 224 Kilogramm; Preis: 50 Euro Gutschein vom Radshop in velo veritas aus Lambrecht. Der 2. Platz (Silberurkunde) erhielt Robin Hillebrand (Team „Elmsteiner Kilometerjäger“) mit 1.322 Kilometern und einer CO₂-Einsparung von 217 Kilogramm; Preis: 40 Euro Gutschein vom Radshop in velo veritas aus Lambrecht). Der 3. Platz (Bronzeurkunde) erhielt Jessica Stroh (Team „Realschule plus am Speyerbach“) mit 1.288 Kilometern und einer CO₂-Einsparung von 211 Kilogramm; Preis: 30 Euro Gutschein vom Radshop in velo veritas aus Lambrecht).
Die besten Teams ausgezeichnet
Beim diesjährigen Stadtradeln beteiligten sich insgesamt zehn aktive Teams und sammelten mit großem Engagement zahlreiche Fahrradkilometer. Die Aktion hat erneut gezeigt, wie viel gemeinsam für den Klimaschutz und eine nachhaltige Mobilität erreicht werden kann.
Die fünf bestplatzierten Teams erzielten folgende Ergebnisse:
Platz 1. Glatzianer u. Freunde (Julius Glatz GmbH) – 30 Teilnehmende: 6.982 Kilometer, 457 Fahrten, durchschnittlich 15 Fahrten pro Person, 233 Kilometer pro Kopf, Einsparung: 1.145 kg CO₂.
Platz 2. Realschule plus am Speyerbach – 17 Teilnehmende, 4.703 Kilometer, 283 Fahrten, durchschnittlich 15 Fahrten pro Person, 277 Kilometer pro Kopf, Einsparung: 771 kg CO₂.
Platz 3. Elmstein Kilometer Jäger – 4 Teilnehmende, 2.657 Kilometer, 72 Fahrten, durchschnittlich 18 Fahrten pro Person, 664 Kilometer pro Kopf, Einsparung: 436 kg CO₂.
Platz 4. Feuerwehr Lambrecht – 11 Teilnehmende, 2.527 Kilometer, 184 Fahrten, durchschnittlich 17 Fahrten pro Person, 230 Kilometer pro Kopf, Einsparung: 415 kg CO₂.
Platz 5. OV B'90/Die Grünen & Friends – 14 Teilnehmende, 2.181 Kilometer, 141 Fahrten, durchschnittlich 10 Fahrten pro Person, 156 Kilometer pro Kopf, Einsparung: 358 kg CO₂,
Insgesamt konnten durch die geradelten Kilometer rund 3.125 Kilogramm CO₂ eingespart werden – ein beeindruckender Beitrag zum Klimaschutz.
Kuhn bedankte sich herzlich bei allen zehn Teams und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihren Einsatz und ihre großartige Leistung. Jede einzelne Fahrt habe dazu beigetragen, das Stadtradeln zu einem vollen Erfolg zu machen.
Eine besondere Auszeichnung erhielt das Siegerteam „Glatzianer u. Freunde (Julius Glatz GmbH)“. Mit 30 Teilnehmenden, 6.982 geradelten Kilometern und 457 Fahrten sicherte sich das Team den ersten Platz. Für diese herausragende Leistung wurde dem Team als Anerkennung ein Preisgeld in Höhe von 100 Euro überreicht.