Foto: Robert Westerberger
Lambrecht. (Robert Westerbergere) Auf Einladung von Stadtbürgermeister Andreas Ohler und Revierförster Daniel Santivanez haben Ehrenamtliche am Samstag junge Bäume auf einer Wiederaufforstungsfläche oberhalb des Beerentals freigestellt. Ziel der Aktion war es, den im Jahr 2024 gepflanzten Eichen und Weißtannen wieder mehr Licht und Raum zum Wachsen zu geben.Die Fläche war zu Beginn der 2020er Jahre stark vom Borkenkäfer betroffen. Die dortige Fichtenmonokultur musste entnommen werden; nach einer Ruhephase wurde das Areal eingezäunt und mit klimaresilienteren Baumarten wiederaufgeforstet. Während der Zaun die Jungpflanzen wirksam vor Wildverbiss schützt, breitet sich auf der Freifläche die invasive Kermesbeere weiter aus.Die Kermesbeere bildet zahlreiche Beeren, deren Samen von Vögeln großflächig verbreitet werden. Auch wenn die oberirdischen Pflanzenteile im Winter absterben, treiben die Wurzelstöcke im Frühjahr erneut aus und erreichen teils mehrere Meter Höhe. Dadurch entsteht ein dichter Bewuchs, der junge Waldbäume beschattet und ihr Wachstum erheblich beeinträchtigen kann.Mit vereinten Kräften entfernten die Helferinnen und Helfer die Kermesbeeren vor der bevorstehenden Samenreife. Bereits im Vergleich zum ersten Einsatz im Sommer 2025 zeigte sich ein deutlicher Erfolg: In diesem Jahr waren wesentlich weniger Pflanzen zu beseitigen, und die jungen Eichen haben inzwischen eine Höhe von etwa einem bis eineinhalb Metern erreicht. Besonders die Weißtannen profitieren davon, wieder mehr Licht zu erhalten.„Die Aktion zeigt, wie wichtig kontinuierliche Pflege für eine erfolgreiche Wiederbewaldung ist. Eiche, Weißtanne und weitere natürlich angesamte Waldbäume bilden hier die Keimzellen eines neuen, besser an den Klimawandel angepassten Waldes“, betonten Stadtbürgermeister Andreas Ohler und Revierförster Daniel Santivanez.Die Stadt dankt allen Ehrenamtlichen, die mit ihrem Einsatz dazu beigetragen haben, die jungen Bäume zu stärken und die Entwicklung eines stabilen Mischwaldes zu unterstützen.