Lambrecht. (Ewald Metzger) Der PWV Lambrecht hat grenzübergreifend seine Planwanderung am vergangenen Sonntag im Saarland durchgeführt. Ziel war kurz hinter der „Pfalzgrenze“ die Universitätsstadt Homburg. Sie ist mit nicht ganz 45.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Saarlandes und ist Kreisstadt des Saarpfalz-Kreises. Unser PWV-Mitglied und Wanderführer Gerd, zu 50 % mütterlicherseits Saarländer, hat wieder eine sehr schöne Wanderung organisiert.
Wanderung für Frühaufsteher
Schon um 8.09 Uhr ging es mit der S1 vom Bahnhof Lambrecht nach Homburg. Zuerst ging es vom Bahnhof durch die fast noch menschenleere Fußgängerzone. Auch hier konnte man in Augenschein nehmen, was für viele deutsche Städte zutrifft. Es gibt auch hier etliche Geschäftsleerstände rechts und links des Weges.
Zum Auftakt Besuch der „Schlossberghöhlen“
Nach einem leichten Aufstieg über etliche Treppenstufen gelang man zum Eingang der „Schlossberghöhlen“. Wanderführer Gerd setzte die Besichtigung als erstes Highlight auf die „Tagesordnung“. Bei den „Schlossberghöhlen“ handelt es sich um Europas größte Buntsandsteinhöhlen. Geheimnisvolle Gänge, von Menschen geschaffen, führen die Besucher in imposante Kuppelhallen, die aufgrund der gelben und roten Färbung des Sandsteins einen besonderen Reiz ausüben.
Nach einer kurzen Unterweisung durch den „Höhlenkassierer“ und ausgestattet mit Schutzhelm begab sich die Gruppe auf eine selbstgeführte Expedition in die Unterwelt. Nach gut einer Stunde erblickte man wieder das Licht der Welt und begab sich nun auf die „Schlossberg-Tour“.
Unterwegs auf der abgespeckten „Schlossberg-Tour“
Von den „Schlossberghöhlen“ ging es zunächst in östliche Richtung und nach einem doch steilen Anstieg, der den Puls merklich ansteigen ließ, auf den „Stumpfen Gipfel“. Laut Beschreibung soll es sich bei dem kleinen Gipfelplateau um eine alte „Opferstätte“ handeln. An der „Kultstätte“ legte man jetzt eine verdiente „Verschnaufpause“ ein, opferte sich und ließ sich das Mitgebrachte aus dem Rucksack schmecken.
Danach führte der Weiterweg die Gruppe vorbei an den nur noch vorhandenen Grundmauern des „Tschifflik-Pavillon“. Der Pavillon war eines der vielen Gebäude in der Karlslust, der Gartenanlage des Schlosses Karlsberg. Über herrliche Waldpfade erreichte die Gruppe schließlich den „Schwanenweiher“ und kam so ihrem Einkehrziel zur Mittagsrast immer näher. Entlang am „Lambsbach“, auch Lambsgraben genannt, gelang man schließlich zur Fischerhütte. Die bewirtschaftete Hütte liegt an einem kleinen Angelweiher (Merwoog) direkt unter der Ruine Merburg.
Nach einer ausgiebigen Rast ging man, gestärkt durch saarländische Spezialitäten wie „Hoorische mit Specksauce und Sauerkraut“, voller Tatendrang die letzten Wanderkilometer an.
Durch die „Wichtelschlucht“ zum Burgruine Hohenburg
Ein paar Meter folgte man dem Hinweg, bevor man dann in westlicher Richtung abbog. Nach einem kurzen Anstieg ging es auch schon wieder hinunter durch die „Wichtelschlucht“ und erreichte sogleich die ersten Ausläufer der einst großzügig über Homburg thronenden „Hohenburg“. Immer leicht bergauf erreichte die Gruppe schließlich das Hochplateau der Ruine Hohenburg. Noch ein paar Treppenstufen waren zu machen, und man hatte eine tolle 360-Grad-Rundumaussicht auf die Stadt Homburg und Umgebung. Nachdem auch das „Selfie-Gruppenbild“ in gekonnter Manier im Kasten war, begab man sich auf den Abstiegsweg. Vorbei am Schlossberg-Hotel und dem Eingang der Schlossberghöhlen, wo sich die Runde schloss, war man wieder in der Fußgängerzone der Stadt Homburg angekommen.
Noch ein lecker Eis zum Abschluss und Heimfahrt
Zum Abschluss ließ man sich noch in einem Eiscafé nieder und genoss die späten Nachmittagsstunden bei einem leckeren Eis. Durch die Fußgängerzone erreichte die Wandergruppe schließlich wieder den Bahnhof, und mit der RB70 und der S2 ging es über Kaiserslautern wieder zurück nach Lambrecht. Noch einmal ein großes Dankeschön an Wanderführer Gerd und seine ihm angetraute Ulrike, die ihn bei den Vortouren begleitet und unterstützt, für die tolle Tour.