Die Vorschulkinder nach der Segnung in der Klosterkirche mit ihren Erzieherinnen (v.l.) Greta Riehl und Sabine Huber. Fotos: Werner Dietrich
Die Vorschulkinder erhalten ihr Tattoo von Pfarrerin Sarah Schulze.
Harald Henrich in seiner Ansprache zur Segnung. (v.l. Greta Riehl, Sabine Huber, Uschi Theis und Harald Henrich)
Rauswurfzeremonie
Nina Obermann, Vorsitzende des Elternausschusses der Kita Arche Noah
Die Geehrten für ihr Engagement zum Erhalt der Kita (v.l.) Elias Hilgert, Pfarrerin Sarah Schulze, Harald Henrich, Michael Hellenbrand, Katharina Hellenbrand, Maria Hilgert.
Der letzte Fototermin vor dem Rauswurf aus der Kita. Im Hintergrund (v.l.) Nina Obermann und Stefanie Knoll vom Elterausschuss.
Lambrecht. (Werner Dietrich) Das Fest begann am 16. Juli 2026 um 15:00 Uhr in der evangelischen Klosterkirche Lambrecht. Auf die Minute pünktlich traten die Kinder, die an diesem Tag ihre Kindergartenzeit beendeten, mit ihren beiden Erzieherinnen Greta Riehl und Sabine Huber in das Kirchenschiff ein. Ihre Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde hatten bereits geduldig auf ihr Erscheinen gewartet. Nach einer kurzen Eröffnung durch die Leiterin der Kita Arche Noah, Uschi Theis, segnete Pfarrerin Sarah Schulze die Kinder für ihren nächsten Lebensabschnitt.
Mit Gottes Segen in einen neuen Lebensabschnitt
Mit einer Segensfeier wurden die Vorschulkinder der Kita Arche Noah auf ihrem Weg in die Schule verabschiedet. Pfarrerin Sarah Schulze richtete dabei persönliche Worte an die Kinder sowie ihre Familien und stellte den besonderen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule in den Mittelpunkt. In ihrer Ansprache erinnerte sie daran, wie viel die Kinder in ihrer Kindergartenzeit gelernt und erlebt haben – vom gemeinsamen Spielen und Entdecken bis hin zum Trösten, Streiten und Lachen. Besonders hob sie den selbst gewählten Gruppennamen „gestreifte Dinozebras“ hervor. „Ein Name, den es eigentlich gar nicht geben kann – und gerade deshalb passt er so gut zu euch“, sagte sie. Die Kinder seien neugierig, ideenreich und voller Energie. Vor allem aber sei jedes Kind einzigartig.
Mit dem Bild der Arche Noah griff die Pfarrerin das Leitmotiv der Einrichtung auf: So wie in der Arche für die unterschiedlichsten Tiere Platz gewesen sei, freue sich auch Gott über die Vielfalt der Menschen und habe jedem Kind besondere Fähigkeiten mitgegeben. Als Zeichen für den bevorstehenden neuen Lebensabschnitt spendete Sarah Schulze den Kindern Gottes Segen. Sie erinnerte an den Regenbogen aus der biblischen Noah-Geschichte als Symbol für Gottes Begleitung und Treue. Damit die Kinder dieses Zeichen auch mit in ihren Alltag nehmen können, erhielt jedes von ihnen ein kleines Regenbogen-Tattoo als sichtbare Erinnerung daran, dass Gott sie auf ihrem Weg begleitet. Mit den Worten „Bleibt so mutig, so neugierig und so einzigartig wie die gestreiften Dinozebras“ verabschiedete die Pfarrerin die künftigen Schulkinder und wünschte ihnen Gottes Segen für ihren Start in den neuen Lebensabschnitt. Im Anschluss fand für jedes Kind die Verabschiedungszeremonie - den Rauswurf aus der Kita - statt (siehe Foto), bei der jeweils eine Präsent-Tüte überreicht wurde.
Sommerfest der Kita Arche Noah
Nach der Segnung in der Kirche ging es für alle Beteiligten zum eigentlichen Kita-Sommerfest in die Arche Noah. Dort warteten Helfer und Eltern auf das Eintreffen und sorgten mit selbst gebackenem Kuchen oder selbst zubereiteten Speisen für das leibliche Wohl.
Die Leiterin der Kita, Uschi Theis, begrüßte alle Gäste des Sommerfestes und erinnerte in einer kurzen, bewegenden Ansprache an das Fest des Vorjahres. Damals sei es ein trauriges Fest gewesen, „denn kurz zuvor haben wir die Nachricht erhalten, die Kita werde ihre Pforten schließen und alle Mitarbeiterinnen würden ihre Arbeitsplätze verlieren - ein Schock für alle Beteiligten“. Doch schließlich sei alles ganz anders gekommen. Uschi Theis zeigte sich sehr erfreut darüber, dass die Zukunft der Kita dank des Engagements vieler großartiger Menschen gerettet werden konnte, und sprach dafür ihren herzlichen Dank aus. Im anschließenden Gespräch mit der Redaktion erzählte Uschi Theis, dass unmittelbar nach dem Sommerfest die Ferienzeit der Kita begann. Sie dachte, ihre Mitarbeiterinnen würden nach dem Urlaub nur noch teilweise zurückkehren und sich möglicherweise bereits nach einer Stelle in einer anderen Kita umsehen. Es kam jedoch anders: Alle waren am ersten Tag nach den Ferien an Bord und versicherten Uschi Theis, sie würden bis zum letzten Tag bleiben und dafür kämpfen, dass die Kita vielleicht doch weitergeführt werden könne. Wie sich später herausstellte, erwies sich die solidarische Haltung der Erzieherinnen als genau richtig.
Große Dankbarkeit für die „Retter der Kita Arche Noah“
Mit einer bewegenden Ansprache dankte Nina Obermann, Vorsitzende des Elternausschusses der Kita Arche Noah, im Rahmen der offiziellen Feier allen Unterstützern des Umbaus. Im Mittelpunkt ihrer Rede standen die Familien Hellenbrand, Hilgert und Henrich, die durch ihr außergewöhnliches Engagement maßgeblich dazu beigetragen haben, den Fortbestand der Kindertagesstätte zu sichern. Besonders würdigte Obermann die großzügige finanzielle Unterstützung von Michael Hellenbrand; ohne diese Hilfe, betonte sie, wäre der Erhalt der Kita nicht möglich gewesen. „Sie haben unseren Kindern ein Stück unbeschwerte Kindheit gerettet“, sagte sie. Dank dieser Förderung konnten die Kinder ihre vertraute Umgebung, ihre Freundschaften und ihre Erzieherinnen behalten; den Familien wurde eine große Sorge genommen und der Einrichtung eine Zukunft geschenkt. Ein weiterer Höhepunkt der Ansprache war die Würdigung von Bauleiter Elias Hilgert: Mit großem persönlichem Einsatz habe er die Bauarbeiten ehrenamtlich begleitet, geplant und koordiniert. Obermann hob hervor, dass viele kreative Ideen und deren Umsetzung auf sein Engagement zurückgehen. „Sie haben dieser Kita nicht nur Ihre Zeit geschenkt, sondern auch Ihr Fachwissen und Ihr Herz“, betonte sie. Ebenso dankte der Elternausschuss Harald Henrich, der das Projekt mit viel Einsatz, Zeit und persönlicher Fürsorge unterstützt habe; sein Engagement sei wesentlich zum Gelingen des Umbaus beigetragen. Als Zeichen der Wertschätzung überreichte der Elternausschuss den Geehrten kleine Präsente – zugleich machte Obermann deutlich, dass kein Geschenk die tiefe Dankbarkeit der Eltern, des Kita-Teams und der Kinder vollständig ausdrücken könne. Mit lang anhaltendem Applaus würdigten die Anwesenden die außergewöhnliche Unterstützung der drei engagierten Helfer. Die Feier machte deutlich, dass der erfolgreiche Umbau der Kita Arche Noah nur durch das Zusammenspiel von Großzügigkeit, ehrenamtlichem Einsatz und gelebtem Gemeinschaftssinn möglich geworden war.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge Abschied genommen
Lachen, Musik und viele emotionale Momente prägten das diesjährige Kita-Fest der Kindertagesstätte Arche Noah. Gemeinsam feierten Kinder, Eltern, Familien und das Kita-Team den Abschluss eines wichtigen Lebensabschnitts: Für die Vorschulkinder endet die Kindergartenzeit und ein neues Abenteuer beginnt – der Start in die Schule.
In der Schlussansprache blickte Nina Obermann, Vorsitzende des Elternausschusses. mit bewegenden Worten auf die vergangenen Jahre zurück und sprach dem gesamten Team ihren Dank aus. „Wenn wir an den allerersten Tag zurückdenken, als wir unsere Kinder hierhergebracht haben – viele noch ganz klein und mit einem Tränchen im Auge –, und sie heute sehen, selbstbewusst und voller Vorfreude auf die Schule, dann wird deutlich, welchen Weg sie bei euch gegangen sind“, sagte Obermann. Die Elternvertreterin machte deutlich, dass die Kita für die Kinder weit mehr gewesen sei als ein Ort zum Spielen und Lernen. Hier hätten sie Freundschaften geschlossen, Rücksichtnahme gelernt, Konflikte gelöst und Selbstvertrauen entwickelt. Die Arche Noah sei für viele Kinder zu einem zweiten Zuhause geworden – geprägt von Geborgenheit, Vertrauen und Freude. Besonders hob sie die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher hervor. Mit viel Geduld, Herzblut und persönlichem Einsatz hätten sie jedes Kind individuell begleitet und gefördert. „Ihr habt Pflaster auf aufgeschlagene Knie geklebt, Tränen getrocknet, Mut gemacht und jedem Kind das Gefühl gegeben, genau richtig zu sein. Ihr habt nicht einfach einen Beruf ausgeübt – ihr habt ihn mit Herz gelebt“, betonte sie unter dem Beifall der Gäste. Auch das bekannte afrikanische Sprichwort „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“ griff Obermann auf. Für die Familien sei das Team der Arche Noah genau dieses „Dorf“ gewesen – ein verlässlicher Begleiter in den ersten prägenden Lebensjahren ihrer Kinder.
Zum Abschluss richtete sie den Dank aller Eltern und insbesondere der Schulanfänger an das gesamte Team: „Wir gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir werden diese vertraute Umgebung und dieses großartige Team vermissen. Gleichzeitig wissen wir, dass unsere Kinder durch eure Arbeit das beste Fundament für ihren neuen Lebensabschnitt erhalten haben.“
Das Kita-Fest bot neben den offiziellen Programmpunkten zahlreiche Gelegenheiten zum gemeinsamen Feiern, Spielen und Erinnern. Für die Vorschulkinder war es ein würdiger Abschied aus der Kita – verbunden mit vielen schönen Erinnerungen und großer Vorfreude auf den bevorstehenden Schulstart. Mit lang anhaltendem Applaus verabschiedeten Eltern und Kinder schließlich das Team der Arche Noah und bedankten sich für die wertvolle Begleitung in den vergangenen Jahren. Ein Abschied, der zeigte: Die Zeit in der Kita endet – die Erinnerungen daran bleiben.