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Talpost
Ausgabe 31/2020
Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz)
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Glasfaserausbau bis ins Gebäude

Nach langer Vorbereitungszeit konnte jetzt der erste Spatenstich zum Glasfaserausbau im Kreis Bad Dürkheim und damit auch in Lindenberg beginnen. Der Lindenberger Bürgermeister Reiner Koch überreichte die Chronik seiner Gemeinde an Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Anwesenheit von Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (Mitte).

Die „weißen Flecke“ verschwinden durch die aktuelle Breitbandversorgung

Die Kommunen und der Landkreis Bad Dürkheim hatten sich 2016 zusammengeschlossen, um gemeinsam den Breitbandausbau voran zu bringen, nachdem das Land Rheinland-Pfalz festgelegt hatte, dass nur noch Kreisprojekte gefördert werden sollen. Bis Ende 2016 wurde dann eine Machbarkeitsstudie erstellt, die die Grundlage für die weiteren Schritte und Planungen darstellte. In dieser Machbarkeitsstudie wurden die sogenannten „Weißen Flecken“, also die schlecht versorgten Bereiche (weniger als 30 Mbit/s) ermittelt. Anfang 2017 wurde dann der Förderantrag beim Bund und beim Land gestellt. Am 31.07.2017 erhielt der Landkreis den Förderbescheid des Bundes in vorläufiger Höhe. Um das langwierige und komplizierte europaweite Ausschreibungsverfahren der Ausbauleistungen steuern zu können, wurde zunächst ein Beratungsbüro gesucht und mit der TÜV Rheinland Consulting GmbH auch gefunden.

Mit dem Förderbescheid in vorläufiger Höhe und dem Beratungsbüro an der Seite wurde die Ausschreibung vorbereitet. Im Rahmen dieser Vorbereitung wurde die Möglichkeit eröffnet, dass nunmehr auch alle Schulen ausgebaut werden können. Im November 2017 konnten somit neben den unterversorgten Adressen auch alle Schulen im Kreisgebiet mit ausgeschrieben werden. Während der Ausschreibung ergab sich zudem die Möglichkeit, den vom Bund gewünschten Technologiewandel zu vollziehen und einen Glasfaserausbau bis ins Gebäude zu realisieren.

Am Ende eines langwierigen Ausschreibungsverfahren wurde im Dezember 2018 die inexio Informationstechnologie und Telekommunikation GmbH durch den Kreissauschuss ausgewählt. Das Investitionsvolumen der inexio wurde auf ca. 70 Millionen Euro und die von der öffentlichen Hand zu tragende Wirtschaftlichkeitslücke auf ca. 50 Millionen Euro beziffert.

Von den 50 Millionen Euro werden vom Bund 50 Prozent (ca. 25 Millionen Euro) und vom Land 40 Prozent (ca. 20 Millionen Euro) bezuschusst. Zehn Prozent der Ausbaukosten (ca. fünf Millionen Euro) tragen die Kommunen.

Nach Abschluss der Ausschreibung mussten beim Bund und beim Land die Förderanträge über die endgültige Höhe gestellt werden. Der endgültige Förderbescheid des Bundes wurde am 28.10.2019 ausgestellt. Der endgültige Förderbescheid des Landes wurde am 4.12.2019 überreicht. Noch am gleichen Tag unterzeichnete Landrat Ihlenfeld den Vertrag mit der inexio.

inexio hat für den Ausbau im Landkreis Bad Dürkheim zwei Bauunternehmen beauftragt. Im nördlichen Landkreis werden die Bauarbeiten von der „Deutsche Netze“ aus Spelle und im südlichen Landkreis von der Firma „Fiberworks“ aus Mannheim ausgeführt.

Der Spatenstich in Lindenberg war rein symbolisch: Die Arbeiten wurden teilweise bereits zuvor begonnen. Da der Ausbau an mehreren Stellen gleichzeitig im Sommer 2020 startet, hat sich die Kreisverwaltung zu drei symbolischen Spatenstichen entschlossen, um in mehreren Gebieten des Landkreises ein Signal zu setzen.