Titel Logo
Talpost Lambrecht
Ausgabe 32/2026
Lokalspitze
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Eine Serie von Vegetationsbränden fordert die Feuerwehren der Verbandsgemeinde

Foto: Feuerwehr VG Lambrecht

Vegetationsgroßbrand in Mannheim - Unterstützung aus dem Tal angefordert

Lambrecht. (Werner Dietrich) Drei Abende hintereinander haben im Lambrechter Tal Einsatzkräfte der Feuerwehren bei Bränden im Pfälzerwald gefordert. Nach Angaben der Polizei kam es am Donnerstag, 30. Juli, zwischen 18:30 und 19:30 Uhr zu mehreren Brandherden entlang eines Weges parallel zur Landesstraße 499 zwischen Breitenstein und Lambrecht; die Polizei geht in diesem Fall von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Die Feuerwehr konnte die Flammen rechtzeitig löschen; der Sachschaden wird auf rund 2.000 Euro geschätzt.

Am Freitag, 31. Juli, wurden um 19:44 Uhr zahlreiche Einheiten sowie der Fachzug Vegetationsbrandbekämpfung zu einem größeren Flächenbrand oberhalb von Frankeneck alarmiert. Beim Eintreffen stand bereits eine größere Fläche in Brand; die Kräfte aus Elmstein, Esthal, Frankeneck, Iggelbach, Lambrecht, Lindenberg und Weidenthal konnten das Feuer eindämmen und eine weitere Ausbreitung verhindern. Die Löscharbeiten dauerten mehr als drei Stunden. Am Samstagabend, 1. August, folgte ein weiterer Einsatz gegen 20:07 Uhr für die Feuerwehren aus Elmstein, Frankeneck und Iggelbach an einem Flächenbrand zwischen Helmbach und Breitenstein; dort brannte eine Fläche von etwa zehn mal zehn Metern, der Einsatz war nach rund anderthalb Stunden beendet.

Die jüngsten Brände reihen sich in eine Serie seit Mitte Juli ein: Am 18. Juli wurde nahe Iptestal ein Brand registriert, am 26. Juli brannten nördlich der Burgruine Neidenfels rund 200 Quadratmeter Hangfläche. Die Häufung bezeichnete ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Lambrecht als ungewöhnlich; ob allein die Trockenheit verantwortlich ist, ist bislang unklar. Die Polizeiinspektion Neustadt bittet um sachdienliche Hinweise zu den Vorfällen – telefonisch unter 06321 8540 oder per E-Mail an pineustadt@polizei.rlp.de.

Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Lambrecht listet aktuell nachfolgende Einsätze auf (Stand Redaktionsschluss 04.08.2026):

Großer Vegetationsbrand am 26. Juli 2026 um 10:21 Uhr

Waldbrand an schwer zugänglicher Stelle – Feuerwehren der VG Lambrecht Im Einsatz: Im Wald bei Neidenfels kam es am Sonntag, den 26.07.2026, zu einem größeren Waldbrand im Gebiet der Verbandsgemeinde Lambrecht, welcher die Feuerwehren im Tal über den ganzen Sonntag hinweg beschäftigte. Nach Meldungen über eine weithin sichtbare, starke Rauchentwicklung im Bereich nördlich der Burgruine Neidenfels wurden um 10:21 Uhr die Einheit Neidenfels sowie die Einheiten des Waldbrandzuges alarmiert. Aufgrund der schwer zu lokalisierenden Brandstelle wurde die Drohne der Feuerwehr Frankeneck hinzugezogen, mit deren Hilfe die ersten Kräfte schneller zur Einsatzstelle geführt werden konnten. Vor Ort war eine etwa 200 Quadratmeter große, in Brand stehende Hangfläche vorzufinden. Diese drohte, wegen der an diesem Tag stark herrschenden Winde, sich schnell zu vergrößern. Da die Einsatzstelle zunächst nur fußläufig erreichbar und mehrere hundert Meter vom nächsten, befahrbaren Weg entfernt war, erfolgten die ersten Maßnahmen zur Brandbekämpfung und Eindämmung unter hohem Personaleinsatz mittels Handwerkzeugen und Löschrucksäcken. Gleichzeitig wurde, durch Herstellung eines für geländegängige Löschfahrzeuge nutzbaren Weges mittels Kettensägen, eine Möglichkeit zur Verwendung mehrerer Angriffsleitungen geschaffen, mit denen der Brand schließlich gelöscht werden konnte. Die aufwendigen und personalintensiven Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Abendstunden an. Mit Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft war der Einsatz nach über acht Stunden für den Großteil der eingesetzten Kräfte beendet, die Brandnachschau sowie Aufarbeitung des eingesetzten Geräts wird die Feuerwehr noch über Tage hinweg beschäftigen. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Sollten sie am Sonntagmorgen auffällige Beobachtungen im Bereich der Burgruine Neidenfels gemacht haben, setzen sie sich bitte mit der Polizeidirektion Neustadt in Verbindung.

Großer Vegetationsbrand am 30. Juli 2026 um 18:44 Uhr

Erneut wurden die Einheiten Elmstein und Iggelbach zu einem Vegetationsbrand in Breitenstein alarmiert. Bereits während der Anfahrt wurde durch die Funkeinsatzzentrale der Feuerwehr Neustadt mitgeteilt, dass mehrere Notrufe eingegangen seien und es sich um mehrere Brandstellen handeln würde. Aufgrund dieser Mittelung wurde umgehend der Fachzug Vegetationsbrandbekämpfung, sowie die Einheiten Esthal, Frankeneck und Neidenfels nachalarmiert. An diesem Abend wurden in Summe 6 unterschiedliche Brandstellen unterschiedlicher Ausmaße zwischen Breitenstein und Lambrecht durch die Feuerwehr bekämpft.

Kleiner Flächenbrand am 31. Juli 2026 um 6:52 Uhr

Am Freitagmorgen gegen 06:52 Uhr wurden die Einheiten Elmstein und Iggelbach zu einem Flächenbrand in Speyerbrunn alarmiert. Neben einer Gaststätte brannte eine Fläche von ca. 30qm. Noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte verhinderte ein Anwohner die Ausbreitung des Brandes mittels Gartenschlauch. Die Fläche wurde abgelöscht und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.

Brandnachschau am 31. Juli 2026 um 15:45 Uhr

Weil ein älterer Herr sich im Wald eine Suppe auf einem Feuerwehr erwärmen wollte, rückten am Freitag die Einsatzkräfte der Einheiten Weidenthal und Neidenfels aus. Nach Aufklärung, dass das Vorhaben nicht gestattet ist, wurde das Feuer gelöscht und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.

Großer Vegetationsbrand am 31. Juli 2026 um 19:44 Uhr

Erneut wurden am Freitagabend mehrere Einheiten, sowie der Fachzug Vegetationsbrandbekämpfung der VG Lambrecht zu einem Flächenbrand im Wald oberhalb Frankeneck alarmiert. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte eine größere in brandstehende Fläche vor. Durch das schnelle Eingreifen konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden.

Einfache Hilfeleistung am 31. Juli 2026 um 20:29 Uhr

Während die Einheiten Esthal und Frankeneck im Rahmen eines größeren Vegetationsbrandes bereits bei intensiven Löscharbeiten gebunden waren, wurden die Einheiten erneut zu einem Einsatz aufgrund eines großen Astes auf der Fahrbahn zwischen L499 und Iptestal alarmiert. Dieser Einsatz wurde der Feuerwehr Lindenberg und dem Esthaler MTF 2 mit Manpower zugewiesen, die die bereits eingesetzten Kräfte in Einsatzbereitschaft unterstützte. Der Ast wurde entfernt, die Straße gereinigt.

Kleiner Flächenbrand am 1. August 2026 um 20:07 Uhr

Am frühen Samstagabend, den 01.08.2026, wurden erneut die Feuerwehren Elmstein, Frankeneck und Iggelbach zu einem Flächenbrand zwischen Helmbach und Breitenstein alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte breitete sich das Feuer auf einer Fläche von etwa 10×10 Metern aus. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte die Brandausbreitung eingedämmt und der Brand schnell gelöscht werden.

Einsatz außerhalb des Lambrechter Tals

In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass die Feuerwehren im Tal aufgrund ihrer fundierten Ausbildung und modernen Ausstattung über die Gemeindegrenzen hinaus im Einsatz sind und bei entsprechenden Lagen zur Unterstützung angefordert werden:

Vegetationsbrand groß am 27. Juli 2026 um 10:04 Uhr

Der Fachzug für Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung der VG Lambrecht, bestehend aus den Einheiten Elmstein, Iggelbach, Weidenthal und Lambrecht wurde am Montagmorgen, den 27.07.2026 auf Anforderung der Feuerwehr Mannheim zu dem dort andauernden Großbrand alarmiert.

Nachdem sich die einzelnen Einheiten an der Feuerwehr Lambrecht getroffen hatten, wurde vom Zugführer der Facheinheit Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung eine Lageeiweisung durchgeführt. Im Anschluss verlegte die Facheinheit in den Bereitstellungsraum nach Mannheim. Nach der Anmeldung im Bereitstellungsraum erhielt der Fachzug von der Einsatzleitung vor Ort eine Einweisung in die aktuelle Lage und daraus resultierend ihren Einsatzauftrag im eigenen Einsatzabschnitt. Der Einheit wurde ein Brandgebiet von ca. 10 Hektar zugewiesen, welches es zu bearbeiten galt. Mittels Handwerkzeug, Löschrucksäcken und D-Material wurde die uns zugewiesene Fläche abgearbeitet. Hier wurden Glutnester sowie aufflammende Bodenbrände abgelöscht und das Löschwasser in die Vegetation eingearbeitet. An dicht bewachsener Vegetation wurden unter anderem auch Brandschneisen mittel Motorkettensäge angelegt.