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Talpost Lambrecht
Ausgabe 4/2026
Tal-Büttel schellt aus
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Der Tal-Büttel schellt aus

Mitte Januar wirkt der Winter oft gefestigt. Die Tage gewinnen zwar langsam an Licht, doch die Nächte bleiben kalt, und auf den Höhen hält sich der Reif hartnäckig. Wer früh unterwegs ist, erlebt die Landschaft im Tal still und klar, manchmal von etwas Vogelgezwitscher durchbrochen.

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Ein Blick in alte Kalender zeigt, wie aufmerksam frühere Generationen diese Zeit beobachteten. Um den 20. Januar herum häufen sich Wetterregeln, die von „strenger Kälte“ und „echtem Winterbeginn“ sprechen. Hinter diesen Sprüchen stehen genaue Erfahrungen aus Landwirtschaft und Handwerk – sie halfen, Arbeit und Vorräte über den Winter hinweg zu planen.

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Der 23. Januar lädt dazu ein, wieder einmal zur Feder zu greifen. Unter dem Motto „Tag der Handschrift“ wird daran erinnert, wie persönlich eine handgeschriebene Zeile ist. Ein kurzer Gruß, eine Notiz oder ein Brief können gerade in den stilleren Winterwochen eine besondere Aufmerksamkeit sein.

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Gegen Ende des Monats rückt ein anderer Gedanke in den Vordergrund. Der Welt-Lepra-Tag am letzten Sonntag im Januar lenkt den Blick auf Menschen, die trotz allen medizinischen Fortschritts bis heute mit dieser Erkrankung leben. Zugleich verweist er auf die Bedeutung von Solidarität mit Menschen, die unter schwierigen gesundheitlichen und sozialen Bedingungen leben.

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Im Garten dauert die Ruhezeit noch an, aber sie ist nicht völlig ereignislos. An frostfreien Tagen können abgestorbene Zweige entfernt und Staudenreste vorsichtig ausgelichtet werden. Wer den Vögeln Futter anbietet, achtet auf trockene Plätze und saubere Gefäße – so wird der Winter für die gefiederten Gäste ein wenig leichter.

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Ein Spruch zum Schmunzeln: „Im Januar lernt man: Nicht nur das Wetter, auch die Vorsätze können frostig scheitern.“