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Talpost
Ausgabe 44/2020
Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz)
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„Vordenker“ bei der Waldbrandbekämpfung

Wehrleiter Frank Flockerzi erläutert Minister Roger Lewentz (links) und Landtagsabgeordnete Gorgina Kazungu-Haß das aktuelle Waldbrandkonzept. Interessierte Zuhörer sind Bürgermeister-Kandidat Jürgen Schlupp, Verbandsgemeinde-Beigeordneter Erich Pojtinger und Landrat-Kandidat Timo Jordan.

Innenminister Roger Lewentz auf Kurzvisite bei der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Lambrecht

Innenminister Roger Lewentz war zu einer Kurzvisite in den Hof der Freiwilligen Feuerwehr in Lambrecht gekommen, um sich über das Waldbrandkonzept der Verbandsgemeinde-Feuerwehr unter der Leitung von Wehrleiter Frank Flockerzi zu informieren. Die Verbandsgemeinde Lambrecht gilt als „Vordenker“ bei der Bekämpfung von Flächen-Waldbränden und das Konzept sei momentan landesweit in der Vorbereitung, führte der Minister aus. Beigeordneter Erich Pojtinger (SPD) sprach die Grußworte der Verbandsgemeinde und er konnte stolz berichten, dass zur Sicherheit in der Verbandsgemeinde mit ihren großen Distanzen auch die First-Responder-Einheit Elmstein ihren Beitrag leiste. Die stete Einsatzbereitschaft der Wehrangehörigen würdigte Bürgermeister-Kandidat Jürgen Schlupp (SPD). Es sei wichtig, dass in allen Ortsgemeinden selbständige Feuerwehren vorhanden sind, die als Einheiten nach einem Einsatzplan bei Gefahr tätig werden.

Vor drei Jahren hat die Feuerwehr der VG Lambrecht erstmals den Wald „angezündet“, um das neue Waldbrandkonzept erfolgreich auszuprobieren, sagte Wehrleiter Frank Flockerzi. Durch das neue Waldbrandkonzept könne effektiv ein Flächenbrand, wie er meist im Pfälzerwald entstehe, bekämpft werden. Zu dem neuen Konzept gehören wenige und kleine Fahrzeuge, so wurde der Unimog Baujahr 1985 aus Elmstein zum Waldbrandfahrzeug umgerüstet, denn kein anderes Fahrzeug sei so geländegängig wie der Unimog. Insgesamt acht Fahrzeuge seien speziell für die Waldbrandbekämpfung ausgerüstet, vier von ihnen sind in Elmstein stationiert, die anderen in Lambrecht. Für zwei Fahrzeuge habe das Land jeweils den Zuschuss um 20.000 Euro erhöht, um den Fahrzeugen im Rahmen einer „Einzelfallentscheidung“ einen Allradantrieb zu verpassen. Der Minister könne sich auch vorstellen, dass Lambrecht Einsatzort eines der acht zentralen Leitstellen-Einsatzfahrzeuge für die Waldbrandbekämpfung werden könne. Die Lambrechter Erfahrungen im Löschen von Waldbränden habe „viel in Bewegung“ gebracht, äußerte sich der Minister. Und an den Wehrleiter gewandt, meinte Minister Lewentz: „verfolgen sie Ihr Steckenpferd und bleiben Sie am Ball!“

Um flexibel im Einsatz in unwegsamem Gebiet zu sein habe sich der Löschrucksack mit einem Volumen von 20 Litern bewährt. Unter Hinzufügung von Netzmittel, könnten Flächenbrände gut bekämpft werden. Zu den acht Fahrzeugen des Konzeptes gehören jeweils ein Löschrucksack mit technischem Gerät. In den Rucksäcken haben unter anderem D-Feuerwehrlöschschläuche in neongelber Farbe Platz, ebenso notwendige Verteiler samt Strahlrohr, informierte Wehrleiter Frank Flockerzi.

Der Dank des Ministers galt allen Feuerwehrangehörigen, sie würden ein starkes System an Ehrenamtlichkeit darstellen und sie seien die wichtigste Bürgerinitiative.