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Talpost Lambrecht
Ausgabe 46/2023
Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz)
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Tal-Schulen im Zeichen des Ganztagsförderungsgesetzes

Der Schulträgerausschuss der Verbandsgemeinde Lambrecht traf sich zu seiner Sitzung in der sanierten Grundschule Lindenberg

Schulträgerausschuss behandelte wichtige Themen – Nach Schulhaussanierung Lindenberg soll Neidenfels folgen

Der Schulträgerausschuss der Verbandsgemeinde Lambrecht traf sich in den neuen Räumen der Grundschule Lindenberg und inspizierte die Klassensäle samt den zahlreichen Nebenräumen und technischen Einrichtungen, die heute von einer modernen Schule gefordert werden. Einzig aus den Reihen der Ausschussmitglieder wurde bemängelt, dass die Schule im ersten Stock des Gebäudes nicht behindertengerecht ist, denn für Gehbehinderte gibt es keinen Zugang und keinen Lift.

Unter Vorsitz von der für die Schulen zuständigen Beigeordneten Sybille Höchel erläuterte Carsten Herter, stellv. Leiter des Fachbereiches Bürgerdienste, die Bemühungen, den Inhalt des anstehenden Ganztagsförderungsgesetz für die Praxis vorzubereiten. Ab dem Schuljahr 2026/27 haben Erstklässler einen Rechtsanspruch auf eine ganztägige Betreuung, dann tritt in jedem Schuljahr für eine weitere Klassenstufe der Rechtsanspruch in Kraft. Die Räumlichkeiten der Schulen müssen für eine hundertprozentige Auslastung der Betreuung geschaffen werden. Dies betrifft nicht nur die Raumgröße, sondern auch die Vorhaltung der geforderten Räume wie Ruheraum oder Spielraum. Der Ausschuss war sich einig, dass die Grundschule Lambrecht zur Ganztagsschule werden soll. Die anderen Talschulen werden Betreuende Grundschulen bleiben. Entscheidungen können aber erst getroffen werden, wenn die gesetzlichen Regelungen vorliegen und die Zuschussfrage geklärt ist.

Grundlage ist ein Schulentwicklungsplan, der für fünf Jahre ausgelegt ist und von Carsten Herter für jede der sechs Tal-Schulen ausgearbeitet wurde. Er liegt mittlerweile der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion zur Prüfung vor. Vorausschauend auf künftige Entwicklungen soll eine Projektgruppe „Ganztagsförderung“ in der Verbandsgemeinde Lambrecht gegründet werden. Sybille Höchel und Carsten Herter empfahlen, mit den Projektarbeiten abzuwarten bis die Rahmenbedingen geregelt sind, denn sonst würden nur Erwartungen geweckt, die letztendlich nicht umgesetzt werden könnten. Elternvertreter Markus Bialas empfahl jedoch jetzt schon planerischen Einfluss auf die Gestaltung von Ganztagsschulen zu nehmen. Man einigte sich, im Januar kommenden Jahres eine Projektgruppe zu bilden.

Geplant ist, die Grundschulen in der Verbandsgemeinde mit einheitlichen Möbeln auszustatten. Nach Elmstein und Lindenberg sollen Esthal und Weidenthal folgen. Schulleiterin Anke Huber aus Lambrecht wies auf nicht kompatible Möbel in ihrer Schule hin. Schulleiterin Heidi Monath sprach von der schwierigen Zuwegung zur Schule Neidenfels. Für die angedachte Sanierung der Pavillonschule müsse erst ein Waldweg verbreitert werden, damit LKW zur Schule fahren können. Außerdem forderte sie den Einbau einer Alarmeinrichtung in den Pavillons, um bei einer Gefahrenlage angemessen reagieren zu können.