Das Schadenfeuer wurde von innen und außen massiv bekämpft, gleichzeitig wurden Nachbargebäude geschützt.
Der Feuerwehr-Großeinsatz verlief generalstabsmäßig, die 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren abwechselnd im Einsatz und wurden durch die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung betreut.
Das traurige Ende nach 20 Stunden Feuerwehreinsatz: Das Sandsteingebäude ist total ausgebrannt. Um auch versteckte Glutnester zu löschen war ein Schaumteppich über das Gebäude gelegt worden.
Am Nachmittag um 14:53 Uhr wurden am vergangenen Mittwoch die Feuerwehr-Einheiten Iggelbach, Elmstein, Lambrecht und Esthal zu einem Dachstuhlbrand in die Dorfstraße nach Iggelbach alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen bereits aus dem Dach und griffen rasch auf den gesamten Dachstuhl über. Im weiteren Verlauf breitete sich das Feuer auf das gesamte Gebäude aus. Ein Übergreifen auf die benachbarten Gebäude konnte durch einen massiven Löscheinsatz verhindert werden. Gleichzeitig war die Polizei vor Ort. Sie protokollierte, dass die beiden Personen im Gebäude sich eigenständig in Sicherheit bringen konnten, verletzt wurde niemand. Die Höhe des Sachschadens sowie die Brandursache sind noch unbekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Schadenshöhe wird wohl einen sechsstelligen Betrag erreichen.
Aus dem Einsatzbericht der Feuerwehr: An dem freistehenden Einfamilienhaus drang beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits dichter Rauch und Flammen aus dem Dach. Die beiden Bewohner des Gebäudes konnten dieses eigenständig, noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr rechtzeitig verlassen. Nach einer ersten Sichtung durch den anwesenden Rettungsdienst kamen sie vorläufig bei Nachbarn unter. Die erste Nacht verbrachte das über 70jährige Ehepaar in ihrem Wohnmobil, das rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnte.
Umgehend wurde ein intensiver Löschangriff von innen und außen gestartet, sowie eine Riegelstellung zu benachbarten Gebäuden aufgebaut. Trotz des massiven Löschangriffs war ein Vollbrand des Gebäudes nicht mehr vermeidbar. Da das aus dem 19. Jahrhundert stammende massive Sandsteinhaus im Inneren mit Holzbalken und Fachwerk ausgebaut war, wurden den Einsatzkräften die Löschmaßnahmen stark erschwert, zusätzlich wurde Löschschaum aufgetragen, um das Feuer zu ersticken. Mittels Drehleiter wurden die noch verbliebenen Dachziegeln und die Dachisolierung entfernt, um so an den Brandherd im Inneren zu gelangen. Während des Einsatzes kamen 14 Atemschutzgeräteträger zum Einsatz. Die Atemschutznotfalltrainierte Staffel war während des gesamten Einsatzes in Bereitstellung, musste jedoch glücklicherweise nicht eingreifen.
Mitarbeiter der Pfalzwerke Netz AG trennten während des Einsatzes das Brandgebäude von der Stromversorgung ab und versorgten die umliegenden Gebäude neu. Während dieser Maßnahmen kam es in einigen Bereich von Iggelbach zu Ausfällen im Stromnetz.
Im Einsatz waren ca. 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr-Einheiten Iggelbach, Elmstein, Esthal und Lambrecht mit 13 Fahrzeugen, Polizei, Rettungsdienst, Mitarbeiter der Pfalzwerke und der Schnelleinsatzgruppen SEG Verpflegung und SEG Sanitätsbereitschaft. Das Gebäude ist momentan nicht mehr bewohnbar. Was genau den Brand ausgelöst hat, ist Gegenstand der Kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Wegen Einsturzgefahr war aktuell das Gebäude nicht zu betreten.
Ein großer Dank seitens der Feuerwehr ging an die Iggelbacher Bevölkerung für spontane und vielfältige Hilfe, an die Gaststätte Waldschlössel in Speyerbrunn, sowie an die SEG Verpflegung für die kontinuierliche und großartige Verpflegung der Einsatzkräfte bis in die frühen Mittagstunden des darauffolgenden Donnerstages. Insgesamt waren die Feuerwehren über 20 Stunden im Einsatz, einschließlich der Brandwache, die im Schichtbetrieb aufrechterhalten wurde.
Elmsteins Bürgermeister Rene Verdaasdonk und der Verein ‚Hilfe im Tal e.V.‘ (https://www.hilfe-im-tal.eu/) haben spontan eine Spendenaktion für die Opfer, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, gestartet. Jede Spende, entweder über PayPal oder durch Banküberweisung, die eingeht, wird an die Betroffenen ohne jeglichen Abzug übergeben werden. Konto: Hilfe im Tal e.V.
Vereinigte VR Bank Kur- und Rheinpfalz eG, IBAN: DE33 5479 0000 0001 8050 61, BIC: GENODE61SPE