Der Februar zeigt sich wechselhaft – mal lässt er Eiskristalle funkeln, mal bringt er regennasse Straßen und graue Himmel. Früher nannte man diesen Monat „Hornung“, abgeleitet vom alten Wort für „Geweih“. In dieser Zeit werfen Rehböcke ihr Gehörn ab – ein Sinnbild für Neubeginn und Wandel mitten im Winter.
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Der Februar war früher der letzte Monat des römischen Jahres – bevor mit dem März alles neu begann. Vielleicht liegt es daran, dass man sich in dieser Zeit noch einmal sortiert, Bilanz zieht und kleine Kurskorrekturen vornimmt. Ein guter Moment also, um innezuhalten, bevor das Jahr richtig Fahrt aufnimmt.
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Am 2. Februar feierte man Mariä Lichtmess. Bis ins 19. Jahrhundert galt dieser Tag als das Ende des bäuerlichen Arbeitsjahres: Knechte und Mägde bekamen Lohn, wechselten ihren Dienst oder schlossen neue Verträge. Heute erinnert Lichtmess eher an den Übergang – vom Dunkel zum Licht, vom alten zum neuen Jahr.
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In unserer Zeit ist der Februar auch ein Monat der Bilanz. Zwischen Heizkostenabrechnung und Energiesparen denken viele über ihren Verbrauch nach. Passend dazu ist der 5. Februar der internationale Energiespartag. Er erinnert daran, wie kleine Gewohnheiten – bewusstes Lüften, effiziente Geräte, angepasste Raumtemperatur – im Großen wirken können.
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Und wer sich für Sprache interessiert: Am 21. Februar ist der Internationale Tag der Muttersprache. Er ruft in Erinnerung, wie wertvoll Dialekte, regionale Redensarten und das gesprochene Wort für unser Zusammenleben sind – auch hier im Tal, wo man noch hört, wo einer „doheem“ ist.
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Der Spruch zum Schmunzeln: „Wer im Februar aufs Licht vertraut, dem ist auch der graue Himmel nicht zu trüb.“