Lambrecht. Der frühere Bürgermeister der Stadt Lambrecht Karl-Günther Müller (FWG) weist Vorwürfe der Erzieherinnen des kommunalen Kindergartens Rappelkiste, welche in der Sitzung des Ausschuss für Generationen und Familie am 20.01.2026 gemacht wurden, zurück. Es ging bei den Vorwürfen um mehrfache Hinweise der Erzieherinnen auf Mängel und Mißstände in der Kita, die nicht abgestellt wurden, so z.B. fehlender Schallschutz und Jalousien im Gebäude, sowie zu wenig Toiletten und deren Zustand. Zudem wurde das Fehlen eines Personalraums in der Notgruppe Mullewapp im Gemeinschaftshaus bemängelt und die unbefriedigende Situation bei der Personalbesetzung.
Müller schreibt dazu, er habe die Vorwürfe in der Zeitung „mit Enttäuschung und Verwunderung“ gelesen“. „Besonders die Aussage, man habe mehrfach mit dem damaligen Bürgermeister Müller gesprochen und getan habe sich nichts“.
Das Gebäude und seine Gruppenräume, Küche, Sanitäre Anlagen und das Außengelände, seien während seiner gesamten Amtszeit zwischen 2014 und 2024 immer überprüft und bei Bedarf instandgesetzt bzw. repariert worden. Ebenso seien im gleichen Zeitraum durch den Bauhof „wertsteigernde Maßnahmen auf dem Kitagelände“ ausgeführt worden. Er nennt dabei z.B. „Einbau Bodentrampolin (2015), Rollrasen verlegt, Holzhackschnitzel eingebracht, Sandkasten vergrößert, Rettungstreppe wurde installiert, Gehwege im Hofbereich und unter dem Kita Eingang wurden gepflastert, Schaukeln wurden abgebaut und auf Wunsch der Kita Leitung ein Kletter- und Spielgerät Baumhaus ( 2022) gekauft und installiert, um das Bodentrampolin wurden Fallschutzsteine verlegt und ein Sonnensegel aufgebaut, in 2024 wurden beim Bodentrampolin Sprungtuch, Stahlfedern und Rahmenpolster erneuert“. „Im Gebäude konnte man, durch Anschaffung von Möbeln, Luftbefeuchtern, Kühl-Gefrierschränken, Regalschränken und Geräte wie Konvektomat, Besserungen für den betrieblichen Ablauf erreichen. Es wurde eine neue Feuermeldeanlage installiert, ein Hygieneplan erstellt und div. Umbau- und Malerarbeiten innerhalb des Gebäudes getätigt“ führt Müller an.
Zur kritisierten Personalsituation führt Müller aus, dass die Stadt Lambrecht unter seiner Amtszeit Glück hatte, denn außer in der Pandemie, hätte „nur an einem Tag“ die Stunden reduziert werden müssen. Beim Personal wäre auch in seiner Amtszeit eine gewisse Fluktuation von Ab – und Zugängen vorhanden gewesen, diese konnte aber immer aufgefangen werden.
„Wenn in unseren Einrichtungen, die im Zeitungsartikel gravierenden Mängel bestanden hätten, würde uns seitens des Landesjugendamt und Kreisjugendamt niemals die Betriebserlaubnis für den Kitabetrieb im Haupthaus und dem Provisorium erteilt worden“ schreibt Müller.
„Ich bin jetzt 19 Monate nicht mehr in der Verantwortung für den Kita Betrieb, soll aber an der jetzigen Situation Schuld sein, was ist passiert in dieser Zeit, da müssen sich ganz andere Personen hinterfragen. Meiner Meinung nach, sollte man mit diesem sensiblen Thema viel sorgfältiger umgehen und es nicht in der Öffentlichkeit breittreten, denn das Wohl der Kitakinder sollte im Vordergrund stehen.“