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Das Tor zum Pfälzer Wald - VG Enkenbach-Alsenborn
Ausgabe 23/2026
Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn
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Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd informiert

Motorenaltöl ist kein harmloser Abfallstoff, sondern ein krebserzeugender Gefahrstoff

Unternehmen müssen Beschäftigte schützen

Beim täglichen Einsatz von Motoren ist Motoröl unverzichtbar. Doch was häufig unterschätzt wird: Gebrauchtes Motorenaltöl stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Insbesondere beim Ölwechsel sind Mitarbeitende potenziell krebserzeugenden Stoffen ausgesetzt. Während des Verbrennungsprozesses im Motor entstehen Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese lagern sich im Motorenöl an und können beim Kontakt über die Haut oder durch Verschlucken über die Nahrung in den Körper gelangen. Dort verteilen sie sich über den Blutkreislauf und können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben - bis hin zu verschiedenen Krebserkrankungen.

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) weist deshalb darauf hin, dass Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet sind, geeignete Maßnahmen zum Schutz ihrer Beschäftigten zu ergreifen. Dazu gehören insbesondere:

Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung

Festlegung arbeitsmedizinischer Vorsorge

Erstellung und Umsetzung einer Betriebsanweisung

Regelmäßige Unterweisungen der Mitarbeitenden

Bereitstellung geeigneter Persönlicher Schutzausrüstung (PSA)

Aufstellung eines Hautschutzplans und Bereitstellung von geeigneten Hautschutzmitteln

Einsatz geeigneter Arbeitsmittel wie Ölauffangsysteme und Bindemittel

Typische Fehler mit vermeidbaren Risiken

In der Praxis werden beim Umgang mit Motorenaltöl leider immer noch Fehler begangen. Häufige Fehler sind beispielsweise

Es wird falsche persönliche Schutzausrüstung getragen:

Verwendung ungeeigneter Handschuhe wie beispielsweise Stoffhandschuhe.

Unsachgemäße Reinigung der Kleidung:

Verschmutzte Arbeitskleidung soll nicht gemeinsam mit normaler Privatkleidung gewaschen werden.

Fehlerhafte Hautpflege:

Nach Ölkontakt müssen die Hände gründlich mit Seife gewaschen und möglichst auch eingecremt werden. Eine Reinigung mit Bremsenreiniger ist zu vermeiden.

Essen, Trinken und Rauchen am Arbeitsplatz:

Ölreste an den Händen können über Lebensmittel und Zigaretten aufgenommen werden.

Diese Versäumnisse können das Risiko einer gesundheitlichen Belastung erheblich erhöhen, sind aber leicht vermeidbar.

Sensibilisierung wichtig

Arbeitgeber sind gefordert, ihre Mitarbeitenden umfassend zu informieren und geeignete Schutzmaßnahmen zur Verfügung zu stellen beziehungsweise umzusetzen. Durch die Kombination aus Aufklärung, richtiger Ausrüstung und klaren Arbeitsabläufen lässt sich das Gesundheitsrisiko nachhaltig minimieren.

Für Fragen und weitere Informationen stehen Ihnen die SGD Süd Regionalstelle Mainz referat22@sgdsued.rlp.de und die Regionalstelle Neustadt referat23@sgdsued.rlp.de gerne zur Verfügung.