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Stadt- und Land-Kurier
Ausgabe 15/2020
Aus Stadt und Land
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Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern erlaubt keine Besucher mehr

Aktuelle Landesverordnung regelt Betretungs- und Besuchsverbot in Krankenhäusern

Um den Schutz besonders gefährdeter Gruppen vor dem Coronavirus zu erhöhen, führt das Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern ab Montag, 6. April, ein allgemeines Besucherverbot ein. Das Klinikum folgt damit der aktuellen Änderung der Landesverordnung, die ein Betretungs- und Besuchsverbot in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern regelt. An den Standorten Kusel, Kirchheimbolanden und Rockenhausen des Westpfalz-Klinikums gilt bereits seit einigen Tagen ein Besucherstopp. In Einzelfällen wie zum Beispiel Geburten können Ausnahmeregelungen mit dem medizinischen Personal getroffen werden.

Im Westpfalz-Klinikum werden derzeit 10 Patienten behandelt, die mit dem Coronavirus infiziert sind. 4 Personen liegen auf der Infektionsstation, 6 Personen auf der Intensivstation. Darunter befinden sich auch 2 Patienten auf der Intensivstation, die am Mittwoch aus Frankreich in die Westpfalz verlegt wurden. Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hatte am Dienstag im Westpfalz-Klinikum angefragt, ob die Patienten dort behandelt werden können. Aktuell ist das Klinikum – über alle vier Standorte – etwa zu 45 Prozent belegt.

Für herzkranke Patienten, die in der aktuellen Situation trotz schwerwiegender gesundheitlicher Probleme aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus eine medizinisch notwendige Kontaktaufnahme zum Rettungsdienst oder zum Krankenhaus meiden, richtet die Klinik für Innere Medizin 2 ab Montag, 6. April, eine Telefonsprechstunde ein. Unter der Telefonnummer 0631 203-81255 können sich Patienten mit Herzbeschwerden von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 11:00 Uhr sowie zwischen 13:00 und 15:00 Uhr Rat bei einem Facharzt der kardiologischen Klinik einholen. Die Nummer bleibt für Patienten mit Herzbeschwerden reserviert. Die Telefonsprechstunde soll helfen zu vermeiden, dass Patienten aufgrund der Corona-Pandemie die Akut-Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen versäumen.

Zwar wurden planbare Untersuchungen verschoben, um im Westpfalz-Klinikum ausreichend Kapazitäten für die Behandlung von COVID-19 vorzuhalten. Aber die Behandlung von akuten Erkrankungen ist mit aller gebotenen Sicherheit und Sorgfalt weiterhin möglich. Die Behandlung der Covid-19-Patienten erfolgt personell sowie räumlich getrennt in speziellen Isolationsstationen.