Wie kann man zwei Probleme lösen und daraus ein innovatives Konzept entwickeln?
Die Kirchen schrumpfen – das ist eine Folge der zunehmenden Kirchenaustritte, die sich kaum aufhalten lässt. Damit werden auch Kirchengebäude nach und nach aufgegeben. Das betrifft nun auch die Ortsgemeinde Mehlbach. Ein leerstehendes Gotteshaus ist für einen Ort mehr als ein Schönheitsfehler – es ist ein spürbarer Verlust an Identität und Lebendigkeit.
Gleichzeitig steht die Grundschule Mehlbach vor einem anderen Problem: Der Unterricht findet auf zwei Gebäude verteilt statt, die Schule liegt direkt an einer Landesstraße, und die Gebäude erfüllen weder baulich noch funktional die Anforderungen, die eine moderne Grundschule heute braucht.
Die Lösung? Beide Probleme gemeinsam angehen. Das Kirchengelände in der Hebelstraße 19 soll künftig als neuer, zentraler Schulstandort dienen. Das Konzept sieht vor: Das Gemeindehaus wird zur Mensa, die Kirche selbst könnte Lehrerzimmer und Sportraum aufnehmen – und die Klassenräume entstehen in einem Neubau, der angebaut wird.
Der Verbandsgemeinderat hat dem Erwerb des Gebäudes samt Grundstück (2.226 m²) bereits grundsätzlich zugestimmt. Jetzt folgt der nächste konkrete Schritt: Der Rat ermächtigt mich als Bürgermeister, den Kaufvertrag mit der Kirchengemeinde abzuschließen.
Die Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg hat eigentlich viele Häuser. Das Problem: Sie passen oft nicht zu denen, die eine Wohnung suchen. Große Häuser mit Garten – prima für junge Familien. Aber bewohnt werden sie häufig von älteren Menschen, die eigentlich lieber kleiner und zentral wohnen würden. Kleine, bezahlbare Wohnungen im Ortskern? Fehlanzeige. Dasselbe gilt für Singles und junge Menschen: Wer kein ganzes Haus will, findet auf dem Land kaum etwas Passendes – und zieht dann eben in die Stadt.
Private Investoren springen hier nicht ein – die Gewinne in kleineren Orten sind schlicht zu gering. Also nimmt die Verbandsgemeinde das Problem selbst in die Hand.
Die kommunale Wohnbaugesellschaft
Gemeinsam mit der Kaiserslauterer Firma WVE soll eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft als GmbH gegründet werden. Der Verbandsgemeinderat hat diesen Beschluss bereits gefasst. Die Idee dahinter: Wohnungsbau ist rechtlich Sache der einzelnen Ortsgemeinden – aber für die ist das Problem alleine kaum zu stemmen, weder finanziell noch organisatorisch. Die Wohnbaugesellschaft soll das gebündelt lösen.
Dafür müssen die Ortsgemeinden das Thema Wohnbau vertraglich an die Verbandsgemeinde übertragen. Rund die Hälfte hat bereits zugestimmt. In den übrigen wird noch diskutiert – und ich biete an, das Projekt persönlich in den Gemeinderäten vorzustellen.
Klar ist: Es geht nicht darum, den Gemeinden etwas wegzunehmen, sondern die Ortsgemeinden mit den Problemen der Daseinsvorsorge nicht allein zu lassen.
Kennen Sie das? Eine E-Mail kommt rein, sie sieht täuschend echt aus – und ein Klick kann reichen, um großen Schaden anzurichten.
Internetkriminalität betrifft uns alle. Deshalb laden wir als Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg gemeinsam mit den Digitalbotschaftern und dem Polizeipräsidium Westpfalz herzlich ein: Am Donnerstag, den 30. April, ab 18 Uhr in der Aula der IGS Otterberg.
Bei dieser kostenlosen Informationsveranstaltung erfahren Sie, wie Sie Phishing-Mails erkennen, Fake-Shops entlarven und sich im digitalen Alltag sicher bewegen – mit konkreten Tipps direkt von der Polizei. Für alle. Kostenlos. Ohne Anmeldung. Ich freue mich, wenn Sie dabei sind!
Das Tourismus-Service-Center Pfälzer Bergland bekommt eine neue Geschäftsführerin – und Bürgermeister Westrich durfte Alexandra Meusel kürzlich persönlich im Verbandsgemeinderat Otterbach-Otterberg begrüßen.
Alexandra Meusel ist 40 Jahre alt, kommt ursprünglich aus der Eifel und ist seit Anfang März in der Pfalz. Sie bringt richtig gute Erfahrung mit: Acht Jahre lang hat sie bei der Trier Tourismus und Marketing GmbH gearbeitet – einer Organisation mit sehr ähnlicher Ausrichtung wie das, was wir hier gemeinsam aufbauen wollen.
Und darum geht es: Die Verbandsgemeinden im Pfälzer Bergland – darunter auch wir aus Otterbach-Otterberg – haben sich zusammengeschlossen, um den Tourismus in der Region gemeinsam zu stärken. Ihr Ziel ist es, das Pfälzer Bergland als attraktive Tourismusdestination zu vermarkten und das Potenzial der Region weiter auszuschöpfen.
Einer der ersten konkreten Schritte wird die Gründung einer Tourist-Info sein. Bürgermeister Westrich ist gespannt, was da entsteht – und freut sich auf die Zusammenarbeit!