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Stadt- und Land-Kurier Otterbach-Otterberg
Ausgabe 18/2026
Verbandsgemeinde Aktuell
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Wanderung in den Frühling Vögel beobachten und Pflanzen entdecken

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“. In diesem Fall galt mehr das Motto: Der frühe Wanderer entdeckt den Vogel. Auf Initiative der Gruppe „Um(Welt)denken“ trafen sich am 19.April zu früher Stunde Naturbegeisterte zu einer Exkursion, um die vielfältige Vogelwelt im schönen Sulzbachtal zu erkunden. Unter fachkundiger Anleitung durch Herrn Alfred Klein vom NABU-Weilerbach, wurden den Teilnehmern viele Vogelarten nähergebracht. Mit Hilfe von Herrn Klein konnten so, auch weniger bekannte Vögel, durch ihren Gesang, ihr Gefieder, ihre Größe und anhand des Flugverhaltens bestimmt werden.

Man lernte genau hinzuhören und Unterschiede wahrzunehmen, die einem sonst entgehen. Der Gruppe offenbarte sich eine erstaunliche Vielfalt: Vom melodischen Flöten der Amsel bis zum Zwitschern des Zaunkönigs oder des Zilpzalp. Aber auch Kohlmeise, Ringeltaube, Mönchsgrasmücke, Buchfink, Wendehals, Singdrossel, Nachtigall und Feldlerche waren zu hören und teilweise auch zu sehen, u.a. auch Greifvögel wie Milan, Habicht und Falke.

Die Teilnehmer haben aber auch viel über den Rückgang der Artenvielfalt und bedrohte Arten erfahren. So gelten beispielsweise das Braunkehlchen, der Grauspecht, die Mehlschwalbe, Rebhuhn und Feldsperling als besonders gefährdet, da der Lebensraum durch intensive Landwirtschaft, Nahrungsmangel oder mangels Nistplätze gestört ist, bzw. zerstört wird. Von den 187 nachgewiesenen heimischen Brutvogelarten in Rheinland-Pfalz, gelten schon jetzt 17 als ausgestorben, 31 vom Aussterben bedroht und über 40 als gefährdet oder stark gefährdet.

Doch nicht nur die Vogelwelt stand im Mittelpunkt. Entlang des Weges wurden auch zahlreiche Pflanzen entdeckt und bestimmt. Dabei wurde deutlich, wie eng das Zusammenspiel zwischen Pflanzen und Tieren ist und wie wichtig ein intaktes Ökosystem ist. Wir verzeichnen in vielen Bereichen einen starken Rückgang u.a. von Fröschen und anderen Amphibien, aber auch von Insekten, die besonders wichtig sind.

Am Ende der Tour waren sich alle einig, dass es sich lohnt früh aufzustehen und die Natur offenen und mit allen Sinnen zu erleben.

Zum Ausklang gab es bei strahlendem Sonnenschein noch ein gemeinsames Frühstück, wo man sich weiter über die gewonnenen Informationen und Eindrücke ausgetauscht hat.