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Stadt- und Land-Kurier Otterbach-Otterberg
Ausgabe 30/2026
Aus den Gemeinden
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Wohnen im Alter

Welche Wohnform passt zu mir?

Mit zunehmendem Alter stellt sich für viele Menschen die Frage, wie und wo sie künftig leben möchten. Die eigene Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten und dennoch im Bedarfsfall gut versorgt zu sein, ist für die meisten Personen ein zentrales Anliegen. Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Wohnformen, die unterschiedliche Bedürfnisse abdecken. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Modelle kurz vor:

Vollstationäre Pflegeeinrichtung Die vollstationäre Pflege, auch als Pflegeheim bekannt, richtet sich an Menschen mit einem höheren Pflegebedarf, der im häuslichen Umfeld nicht mehr ausreichend gedeckt werden kann. Bewohnerinnen und Bewohner erhalten hier eine umfassende pflegerische und medizinische Versorgung rund um die Uhr durch Fachpersonal.

Tagespflege

Die Tagespflege ist ein Angebot zur Betreuung und Pflege während des Tages: Pflegebedürftige Menschen werden tagsüber, in einer Einrichtung betreut und kehren abends in ihr eigenes Zuhause zurück. Dieses Angebot entlastet pflegende Angehörige im Alltag und ermöglicht den betreuten Personen soziale Kontakte, abwechslungsreiche Beschäftigungsangebote sowie pflegerische und bei Bedarf medizinische Unterstützung während des Tages.

Ambulante Pflege (Wohnen im eigenen zu Hause mit Pflegeleistungen) Bei der ambulanten Pflege bleiben Senioren in ihrem eigenen zu Hause wohnen. Ein ambulanter Pflegedienst kommt regelmäßig zu festen Zeiten vorbei und übernimmt je nach Bedarf körperpflegerische, medizinische oder hauswirtschaftliche Aufgaben. Diese Wohnform ermöglicht es, möglichst lange in der gewohnten Umgebung zu bleiben, setzt jedoch ein gewisses Maß an Selbstständigkeit oder die Unterstützung durch Angehörige voraus.

Wohn-Pflege-Gemeinschaft (ambulant betreut, feste Kooperation mit Pflegediensten)

Eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft verbindet gemeinschaftliches Wohnen mit ambulanter Pflege und Betreuung. Mehrere ältere oder unterstützungsbedürftige Menschen leben zusammen, haben aber jeweils einen eigenen privaten Bereich. Die Versorgung im Alltag wird in diesem Modell durch einen Träger, Pflegedienst oder Anbieter begleitet oder organisiert.

Betreutes Wohnen

Betreutes Wohnen ist eine Wohnform für ältere Menschen oder Personen mit Unterstützungsbedarf, die ein selbstständiges Leben in einer eigenen Wohnung mit bedarfsgerechten Unterstützungsangeboten verbindet. Die Wohnungen sind in der Regel barrierefrei gestaltet. Je nach Anbieter können verschiedene Service- und Betreuungsleistungen, beispielsweise ein Hausnotruf oder Hilfen im Alltag, in Anspruch genommen werden. Neben der Miete fallen häufig zusätzliche Kosten für Betreuungs- und Serviceleistungen an.

Senioren-Wohngemeinschaft (Privat organisiert)

Bei privat organisierten Senioren-Wohngemeinschaften schließen sich mehrere ältere Menschen zusammen, um gemeinsam in einer Wohnung oder einem Haus zu leben. Jede Person hat in der Regel ein eigenes Zimmer, während Küche, Bad und Wohnbereich gemeinsam genutzt werden. Diese Wohnform bietet soziale Kontakte und gegenseitige Unterstützung im Alltag und kann je nach Bedarf durch ambulante Pflegedienste ergänzt werden.

Mehrgenerationenwohnen

Beim Mehrgenetationenwohnen leben Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, etwa Familien, Singles und ältere Menschen, bewusst miteinander in einem Haus oder einer Wohnanlage. Ziel ist es, voneinander zu profitieren: Jüngere können älteren Bewohnerinnen und Bewohnern im Alltag helfen, während Ältere zum Beispiel bei der Kinderbetreuung unterstützen können. So entstehen ein lebendiges Miteinander und ein Ausgleich zur Vereinsamung im Alter.