Titel Logo
Stadt- und Land-Kurier
Ausgabe 5/2020
Feuerwehrnachrichten
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

„Wir hatten einige Flächenbrände“ - Einsatzbilanz 2019

Flächenbrand am 6. Juli bei Rodenbach

Rettungshubschrauber Christoph 66 am 25. Oktober in Mehlbach

Otterberg - Im Jahr 2019 rückte die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg zu insgesamt 205 Einsätzen aus. Davon waren 70 Brandeinsätze und 135 Hilfeleistungen. 2018 waren es insgesamt 253 Einsätze.

Wehrleiter Matthias Apfelbeck: „Im Jahr 2019 wurde unsere Verbandsgemeinde erfreulicherweise, bis auf einige Gewittereinsätze, von großen Unwettern verschont. Allerdings hatten wir einige Flächenbrände, die insbesondere durch ihre Ausdehnung auffielen und nur durch einen großen Personal- und Materialaufwand unter Kontrolle gebracht werden konnten. Auch im Bereich der Technischen Unfallhilfe, gab es einige Einsätze, bei denen Personen befreit werden mussten und die Feuerwehr vor nicht alltäglichen Herausforderungen stellte.“

Ein Rückblick auf verschiedene Einsätze:

Nach einem Verkehrsunfall, der sich am 25. Januar auf der Landesstraße zwischen Niederkirchen und Schallodenbach ereignet hatte, befreite die Feuerwehr einen eingeklemmten Autofahrer. Er, sowie die beiden Insassen des zweiten beteiligten Fahrzeugs, wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Eine Ackerfläche von über fünf Hektar brannte am 6. Juli auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Rodenbach. Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg unterstützte die Löscharbeiten. „Die extreme Trockenheit und die stark drehende Winde, erschwerten die Löscharbeiten erheblich. Mehrfach mussten Einheiten taktisch umgesetzt werden, um nicht selbst vom Feuer eingeschlossen zu werden“, berichtete damals der stellvertretende Wehrleiter Hendrik Braun.

Kaum waren die Fahrzeuge wieder einsatzbereit, so folgte am 6. Juli ein Küchenbrand in Otterbach. Im Bereich des Backofens hatte es gebrannt. Der Rettungsdienst brachte ein Kind und eine Frau aufgrund einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. „Wären die Bewohner nicht im Haus gewesen, wäre es sicherlich zu einem Wohnhausbrand gekommen“, stellte damals der stellvertretende Wehrleiter Danny Schulz fest.

Am 18. Juli brannte auf einem Feldweg bei Niederkirchen-Heimkirchen ein Traktor. Der Brand breitete sich auf einen angrenzenden Acker aus. Über fünf Hektar groß war damals die Brandfläche. Feuerwehren aus den Verbandsgemeinden Otterbach-Otterberg und Rockenhausen waren mehrere Stunden lang im Einsatz, um auch eine Ausbreitung auf einen Wald zu verhindern.

Wenige Tage später, am 25. Juli, brannte bei Teschenmoschel (Donnersbergkreis) ein Acker. Es waren Feuerwehren aus den Verbandsgemeinden Lauterecken-Wolfstein, Otterbach-Otterberg, Rockenhausen und Winnweiler im Einsatz. Über zwei Stunden lang dauerte die Nachbarschaftshilfe.

Während der Feldarbeit geriet am 10. August bei Schallodenbach ein Traktor in Brand. Zwei mit Atemschutz ausgerüstete Trupps löschten mit zwei C-Rohren den Brand. Zu Beginn des Einsatzes stand eine schwarze Rauchwolke über der Brandstelle, die von den umliegenden Orten aus sichtbar war.

Am 1. Oktober rückte die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg aufgrund eines Gewitters mit Starkregen mehrmals aus. In Hirschhorn pumpten die Einsatzkräfte die zum Teil schlammige Brühe aus drei Kellern in der Hauptstraße heraus. In Katzweiler war die Bundesstraße überflutet und wurde wieder freigeräumt.

Während der Arbeit mit einer Motorhacke geriet am 25. Oktober in Mehlbach ein Bein eines Mannes in die Messer des Gartengeräts. Erst nachdem der Notarzt Schmerzmittel verabreicht hatte, war die Rettung durch die Feuerwehr möglich. Mit hydraulischen Rettungsgeräten befreiten sie den Mann. Er wurde in ein Krankenhaus geflogen.

Am 28. Oktober ereignete sich an einem Bahnübergang in Katzweiler ein Verkehrsunfall, bei dem ein Pkw und ein Zug beteiligt waren. Nach dem Zusammenstoß stand der Wagen im Gleisbett. Der Rettungsdienst brachte den verletzten Autofahrer ins Krankenhaus und betreute den Zugführer. Die übrigen Zuginsassen überstanden den Unfall unverletzt.

Ein Mann war am 17. Dezember in Otterberg unter einem Traktor eingeklemmt. Mit dem Frontlader eines weiteren Traktors wurde das landwirtschaftliche Fahrzeug angehoben. Die Feuerwehr unterbaute mit Rüstholzern und sicherte zusätzlich den umgestürzten Traktor. Nach der Rettung brachte der Rettungsdienst den verletzten Fahrer in ein Krankenhaus.