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Stadt- und Land-Kurier
Ausgabe 52/2020
Verbandsgemeinde Aktuell
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Wirtschafsplan 2021 einstimmig verabschiedet

Otterberg. Pandemiebedingt verabschiedete die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Wasserversorgung „Westpfalz" den Wirtschaftsplan für das Jahr 2021 einstimmig in der großen Otterberger Stadthalle. Der Wirtschaftsplan hat ein Volumen von knapp 8,2 Millionen Euro im Erfolgs- und Vermögensplan und ist stets ausgeglichen, wie Verbandsvorsteher Arno Mohr in seiner Etatrede betonte. In allen sieben Verbandsgemeinden tun wir auch im kommenden Jahr etwas für eine sichere Wasserversorgung. Trotz anhaltender Trockenheit hatte der Zweckverband auch im Jahr 2o2o -das dritte in Folge- keine Probleme bei der Wasserversorgung. Dies gelinge nur, weil eine äußerst gute Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Kaiserslautern wie auch mit dem Wasserzweckverband „Ohmbachtal“ seit Jahren bestehe, so Mohr. Dafür wurde herzlichst gedankt. Der Wasserverbrauch ist im Jahr 2020 nur unwesentlich gestiegen. Auch im kommenden Jahr werden wir die Wasserentnahme und -versorgung naturverträglich, effizient und zu vertretbaren Preisen organisieren. Das neuste vorgeschriebene Energiemanagementsystem sei erfolgreich durch einen vorgeschriebenen externen Auditor geprüft worden.

Ob das Hauptzollamt die Erstattung der Stromsteuer weiterhin leisten muss, die seit 2019 verweigert wird, werde jetzt gerichtlich geklärt, so der Verbandsvorsteher. Für uns geht es da jährlich um einen Betrag von 80.000 Euro.

Die fortlaufende Unterhaltung und Sanierung der 106 aktiven Hochbehälter des Verbandes werde auch 2021 fortgesetzt. Um weitere Stromkosten -die sich immerhin auf 725.000 Euro belaufen- einzusparen, werden eigene Photovoltaikanlagen errichtet. Hierfür sind Mittel von 250.000 Euro vorgesehen.

Der an das Land abzuführende Wassercent beträgt insgesamt 270.000 Euro, immerhin knapp 9 Prozent der Aufwendungen des gesamten Wirtschaftsplanes, so Mohr, der hofft, dass dies wieder in Form von Zuschüssen zurückfließt.

Um die sehr hohe Wasserqualität langfristig zu sichern, werden zudem rund 3,5 Millionen Euro in die Erneuerung von Wasserleitungsnetzen und diverser weiterer, für die Wasserversorgung bedeutender, Einrichtungen investiert. So in die Hochbehälter in Reipoltskirchen, Obereisenbach, Neukirchen, Zoar Rockenhausen, Rockenhausen-Katzenbach und Kappeln, die Erneuerung der Pumpstation in Offenbach-Hundheim oder den Anschluss von Kalkofen und Ginsweiler. Das große Versorgungskonzept für Wartenberg-Rohrbach sei ebenfalls neu eingeplant. Die Erneuerung der Wasserleitung ist zwischen Roßbach und Wolfstein vorgesehen, ebenso die Elektromechanik und die Steuer- und Regeltechnik im Wasserwerk in Weilerbach. Zudem wird weiterer Objektschutz für die Sicherung diverser Hochbehälter betrieben.

Bei den Arbeitspreisen, die den VG-Werken für die Lieferung des Wassers in Rechnung gestellt werden, vermindert sich der Aufwand gegenüber 2020 etwas, der Grundpreis steigt um rund 1,5 Prozent gegenüber 2020.

Verbandsvorsteher Arno Mohr bedankte sich abschließend bei Nicola Klein, die seitens SWK die kaufmännische Betriebsführung leitet sowie bei Dipl.-Ing. Michael Beine, der die Technik verantwortet, für kompetente und problemlose Zusammenarbeit. Diese bestehe auch mit den Verbandsgemeinden und den dazugehörigen VG-Werken und deren Mitarbeitern.

Vom Verbandsvorsteher wurde auch in einem kurzen Abriss nochmals das 5o-jährige Bestehen des Zweckverbandes gewürdigt. Es sei damals eine weg- und zukunftsweisende Entscheidung gewesen, diesen Verband zu gründen. Allen, die in den fünf Jahrzehnten dazu ein Beitrag geleistet hätten, sei ein Sonderlob zu zollen. Eine Broschüre "5o Jahre Zweckverband Wasserversorgung Westpfalz" sei erstellt worden, in der die Entwicklung des Verbandes gut nachvollzogen werden könne. Im Büro des Wasserwerks in Weilerbach ist sie erhältlich. Auf geplante öffentliche Veranstaltungen wie einen "Tag der offenen Tür" in Weilerbach musste pandemiebedingt verzichtet werden.