Feierten mit vielen Wanderfreunden die Eröffnung des Osterbubenwanderwegs: Landrat Ralf Leßmeister, Peter Freitag, Bürgermeister Ralf Schwarm und Ortsbürgermeister Daniel Schäffner (von links nach rechts).
Zwei, die den Osterbubenweg auf den Weg gebracht haben: Peter Freitag und Tourismusbeauftragter Volker Halfmann (von links).
Brachten die Wanderer in Schwung: der Musikverein Mackenbach.
Am alten Wasser“Hexen“häuschen.
Beim Tennisclub - statt Tennisschläger Grillzange.
Wo sich Osterbuben- und Musikantenweg begegnen.
Das Besondere am Osterbubenkuchen: die Eierlikörschicht.
Seit Samstag, 15. April, kann sich auch das Musikantendorf Mackenbach mit einem nach den Richtlinien des Wanderwegleitfadens Rheinland-Pfalz markierten Wanderweg schmücken. Hunderte interessierte Gäste hatten sich zur Eröffnung des Osterbubenwegs auf dem Platz am Dorfbrunnen eingefunden, bestens unterhalten vom Musikverein Mackenbach unter der Leitung von Thomas Scheer. Zum Festakt zeigte sich auch das Wetter von seiner Schokoladenseite. Reichlich Sonne, Freigetränke der Deutschen Glasfaser und stimmungsfördernde Blasmusik machten die Wartezeit bis zur offiziellen Freigabe der Wegstrecke zu einem genussreichen Vergnügen.
Nicht nur der Anlass, auch die große Resonanz und die gute Stimmung dürften zur guten Laune des Mackenbacher Ortsbürgermeisters beigetragen haben. Für Daniel Schäffner stellt der Osterbubenweg um Mackenbach eine Bereicherung und Aufwertung des Ortes und seiner Randbereiche dar. Ein Rundwanderweg habe sich für eine Gemeinde mit kleiner Gemarkung geradezu angeboten. Gerne sei der Rat auf die Anregung von Peter Freitag und André Seeberger eingegangen. Sein besonderer Dank galt daher den beiden Mackenbachern, die mit tatkräftiger Unterstützung von Volker Halfmann, Tourismusbeauftragter der Verbandsgemeinde Weilerbach, und dem bekannten Wanderführer Jürgen Wachowski ein ortsbezogenes Projekt, das eine bedeutsame Geschichtsepoche des Musikantendorfes lebendig hält, in die Tat umgesetzt haben. Er bedankte sich auch bei den Mitarbeitern des Bauhofes für die Beschilderung, den vielen ehrenamtlich Engagierten, dem Musikverein, den Vereinen und Gastronomiebetrieben, die sich als Partner bereitwillig ins Boot haben holen lassen. Mit dem Hinweis auf die Highlights entlang der Wanderstrecke gab Schäffner den symbolischen Startschuss.
Landrat Ralf Leßmeister zeigte sich über den großen Zuspruch erfreut, lobte die Festorganisation und den Anlass, der an die Tradition des Musikantenwandertums erinnert. Eine Gemeinsamkeit mit dem Kreis Kusel, die durch den 2021 eröffneten zertifizierten Musikantenweg und die Musikantenmuseen in Kusel und Mackenbach unterstrichen wird.
Die Verbandsgemeinde Weilerbach ist auf dem Weg, ein Wanderparadies zu werden. Dies sieht auch Bürgermeister Ralf Schwarm so, der auf die hohe Dichte an Wanderwegen in seinem Verwaltungsgebiet hinwies. Ein weiteres attraktives Angebot nicht nur für die Bürger der Verbandsgemeinde. Auch er dankte den Initiatoren und Realisatoren.
Ein gut aufgelegter Peter Freitag, der mit André Seeberger den Osterbubenwanderweg sozusagen auf den Weg gebracht hat, schilderte dessen Entstehungsgeschichte.
Osterbuben, so wurden im Westpfälzer Musikantenland die Buben, die schon in jungen Jahren ein Instrument erlernten und spielten, genannt. Kurz nach Ostern, nachdem sie konfirmiert und aus der Schule entlassen waren, begann ihre beschwerliche Reise in die weite Welt. Lag der Abreisetermin einmal früher, so wurden die Jungen schon vorher konfirmiert und ausgeschult. Der Kapellmeister übernahm während der gesamten Reise die Verantwortung und sorgte für die weitere Ausbildung und das Auskommen der Buben. Mit dem Osterbubenweg wird auf eine alte Tradition hingewiesen, die an die Zeit der Wandermusikanten erinnert.
Viele Wanderer bevölkerten am Eröffnungstag die 7,1 Kilometer lange Wanderstrecke rund um die Mackenbacher Gemarkung. Einstieg in der Südschleife: Eine reizvolle Etappe führt entlang des munter dahinfließenden Pressbachs am alten Wasserhaus vorbei. Das im Volksmund als „Hexenhäuschen“ bekannte alte Wasserhaus soll künftig auch als Unterstand mit Sitzgelegenheit dienen. Stärken konnten sich die Wanderer beim Geo-Objekt Steinbruch. (Viele alte Mackenbacher Musikantenhäuser wurden übrigens mit Sandsteinen aus diesem Steinbruch gebaut.) Hier bestand auch die Gelegenheit, einen Blick ins neue Wasserhaus zu werfen und sich über die Mackenbacher Wasserversorgung zu informieren. Weiter zum Monte Werle mit seinem reizvollen Ausblick über das Musikantenland. Nächster Zwischenstopp und Gelegenheit zur Einkehr beim Tennisclub Mackenbach. Danach am Waldrand entlang und über den Golfplatz zum Langenfelderhof mit Rastgelegenheit in der Inklusionsgastronomie. Letzter Anlaufpunkt das Café Marónoro, das Osterbubenkuchen auf der Speisekarte hatte. Das Musikantenmuseum im Bürgerhaus war von 15.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Der Osterbubenwanderweg ist abwechslungsreich, kinderwagenfreundlich und tangiert auch Spielplätze und das Kneippbecken am Langenfelderhof. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Abkürzung durch das Musikantendorf zu nehmen.
Mit dem neugestalteten Osterbubenweg wird die Region auch touristisch weiter aufgewertet. Der Wanderweg ist künftig auf der Wanderapp Komoot zu finden.