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Verbandsgemeinde Weilerbach aktuell
Ausgabe 25/2026
Reichenbach-Steegen
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Ausstellung Rhönradschätze

Spannendes, Wissenswertes und Einmaliges über Otto Feick, sein Leben und seine Erfindung können sich Besucher ganzjährig in der Sparkassenfiliale Reichenbach-Steegen informieren und einlesen.

Der Verein Rhönradmuseum eröffnete die Ausstellung und überraschte die Gäste mit immer neuen Erkenntnissen, seine Geburt, Taufe, Schulzeit in Reichenbach und den USA. In den über 200 Büchern sind in jedem Spuren zu finden, die unter anderem Sammelalben aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts oder in Lexika aus dieser Zeit. Ein Schwerpunkt im Ausstellungsrahmen und zeitgeschichtlichen Dokumenten umfasst die schwierige Zeit nach dem ersten Weltkrieg und die französische Besatzung. Feick lebte in Ludwigshafen, war dort Arbeiterführer bei der Deutschen Reichsbahn. Gleichzeitig war er Gründungsvorsitzender eines Sportvereins, dessen Dachverband „Volksgesundheit“, mit Sitz in Dresden, machte sich zur Aufgabe, in der zunehmenden Industrialisierung, besonders der Jugend, durch Sport und frische Luft einen gesunden Ausgleich zu bieten.

Von der französischen Militärverwaltung wurden Feick und Kollegen 1921 wegen Widerstands gegen die Obrigkeit verhaftet und zu Gefängnis verurteilt. Nach 6 Monaten vorzeitig aus dem Militärgefängnis in Mainz entlassen. Allerdings wurde Feick mit 5000 Eisenbahnern und ihren Familien 1923 aus der Pfalz ausgewiesen. Er zog mit seiner Frau und Sohn in die Heimat seiner Frau, die Rhön. Dort betrieb er eine Metallwerkstatt und meldete sein „Reifen-, Turn- und Sportgerät“ zum Patent an. 1926 ließ er den Namen „Rhönrad“ schützen. Seine Erfindung begeistert heute noch weltweit die Zuschauer und Rhönradturner.